DAMEN BAYERNLIGA - SAISON 2018/2019


Offensiver Lichtblick: Pia Dietz (Mitte) erzielte in Freising drei Tore für die HG Ingolstadt. Am Ende konnte aber auch sie nicht verhindern, dass die Gastgeberinnen die Partie klar dominierten.
Offensiver Lichtblick: Pia Dietz (Mitte) erzielte in Freising drei Tore für die HG Ingolstadt. Am Ende konnte aber auch sie nicht verhindern, dass die Gastgeberinnen die Partie klar dominierten.

Ohne den notwendigen Biss

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Damen beim 16:35 in Freising früh aussichtslos zurück

 

Weiterhin kein Erfolgserlebnis für die Handballerinnen der HG Ingolstadt: Die Schanzerinnen verloren das Spiel beim viertplatzierten Aufsteiger HSG Freising-Neufahrn mit 16:35 (8:20) und warten damit auch nach dem neunten Spieltag auf den ersten Punkt der diesjährigen Bayernliga-Saison. Das nächste Spiel steht erst in zwei Wochen an.

 

Trainer Peter Geier wurde sofort deutlich: "Es ist jede Woche dasselbe." Sein Team geriet nach 56 Sekunden in Rückstand, hielt die Partie in den ersten fünf Minuten noch offen (2:3), bis die gastgebende HSG die Führung kontinuierlich ausbaute: 3:8 hieß es nach zehn Minuten, 6:16 nach 20 Minuten, zur Halbzeit war Freising bereits mit zwölf Toren vorn (8:20).

"Die erste Halbzeit war unterirdisch", meinte Geier, und präzisierte: "Wir kriegen es nicht gebacken, in der Abwehr die Basics zu spielen. Die Räume sind zu groß, jeder steht für sich allein." Im Eins-gegen-Eins schaffe man es weiterhin nicht, Zugriff zu bekommen, die Folge: "Das sieht dann aus, als würde der Gegner durch einen Schweizer Käse durchlaufen. Das ist bitter."

Auch der Ausfall der Torjägerin Melanie Pöschmann, die in dieser Saison pausiert, falle da nicht allzu groß ins Gewicht, denn: "Wenn die Abwehr zu nachlässig ist, dann gewinnst du in keiner Liga ein Spiel. Ich verstehe nicht, warum man sich so gehen lässt."

In der Halbzeitpause appellierte der HG-Trainer an die Ehre seiner Spielerinnen, und dies zeigte zumindest streckenweise Wirkung. Zwar erzielten die Schanzerinnen in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte nur zwei Tore, im Angriff sah Geier aber auch nicht unbedingt ein Problem: "Wenn ich frei bin, muss ich ein Tor werfen", sagte der HG-Trainer einerseits, andererseits habe die HSG-Torhüterin aber auch ganz einfach gut gehalten. "Sie hat uns den Zahn gezogen", berichtete Geier, der nach der Pause verbesserte Abläufe in der Abwehr erkannte. "Das war akzeptabel und hat nach Handball ausgeschaut."

Freising-Neufahrn zog dennoch weiter davon und führte nach knapp 44 Minuten mit 27:10. Im Gegensatz zu den Vorwochen erkannte Geier keinen Lernfortschritt bei seiner Mannschaft, "höchstens "kleine Highlights im Zusammenspiel oder in der zweiten Welle. Es war ein bisschen frustrierend, dabei gewesen zu sein."

Immerhin gelang es den Schanzerinnen, die letzten zehn Minuten, wenn man sie isoliert betrachtet, mit 3:2 für sich zu entscheiden - am Ende stand dennoch ein deutliches 16:35. "Wir sind weit davon entfernt, ein Spiel zu gewinnen", analysierte der HG-Trainer die Lage. Und möglicherweise steckt auch ein größeres mentales Problem hinter der aktuellen Misere, mutmaßt Geier: "Vielleicht haben einige die Saison schon abgehakt. Ich habe prophezeit, dass wir eine lange Durststrecke haben werden, und alle wollten sich darauf einlassen."

Dies dann jedoch tatsächlich zu erleben, sei aber noch einmal etwas anderes. Die nächste Gelegenheit, ein Erfolgserlebnis zu erzielen ergibt sich am übernächsten Sonntag (18 Uhr), wenn die HG in der heimischen Paul-Wegmann-Halle den Vorletzten MTV Stadeln empfängt. "Wenn wir eine Chance haben, ein Spiel zu gewinnen, dann zuhause", meint Geier, der die zweiwöchige Pause insbesondere für bessere Abläufe in der Defensive nutzen will. "Angriff macht mehr Spaß, aber wir werden zu 80 Prozent die Abwehr trainieren."

HG Ingolstadt: Krug, Huber (Tor) - Häußler (7), Dietz (3), Günther (2), von Frankenberg, Geier, Kalthof, Voss (je 1), Schotterer, Fischer, Edelsbrunner, Ulisch, Enzensberger


Beste HG-Schützin: Marie Häußler spielte sich in Zirndorf mit acht Toren in den Vordergrund.
Beste HG-Schützin: Marie Häußler spielte sich in Zirndorf mit acht Toren in den Vordergrund.

Eine Nummer zu groß

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Frauen kassieren beim Bayernliga-Zweiten HG Zirndorf mit 25:42 achte Saisonpleite

 

Keine Chance für die Handballerinnen der HG Ingolstadt: Die Schanzerinnen haben beim Tabellenzweiten HG Zirndorf mit 25:42 (13:23) verloren. Auch nach acht Spieltagen liegen die Ingolstädterinnen damit punktlos auf dem letzten Platz der Bayernliga.

 

Das Spitzenteam der HG Zirndorf kam gut in die Partie und setzte sich mit einem Drei-Tore-Lauf binnen drei Minuten bereits frühzeitig ab. Nach fünf Spielminuten stand es 2:5 aus Sicht der Gäste aus Ingolstadt. In der Folge erhöhte Zirndorf seine Führung kontinuierlich und lag nach 17 Minuten bereits mit 12:5 vorn. Anders als in der Vorwoche machte HG-Trainer Peter Geier aber kein mentales Problem bei seiner Mannschaft aus. Vielmehr sah er die Ingolstädterinnen klar in der Rolle des Außenseiters, die dadurch befreiter aufspielten. Die Schwierigkeiten lagen laut Geier woanders: "Im Prinzip waren das zwei unterschiedliche Halbzeiten. Wir haben jeweils eine Sache gut gemacht, und eine schlecht." In der ersten Hälfte bemängelte Geier wie zuletzt, dass sein Team in den Defensivzweikämpfen zu passiv agierte. "Da haben wir keinen Zugriff bekommen."

Dafür sah er in der Offensive eine "solide Leistung, das war spielerisch gut." Bereits nach zehn Minuten wiederholte Geier den taktischen Kniff der beiden vergangenen Spiele und ersetzte die Torhüterin Magdalena Krug durch eine siebte Feldspielerin. "Das hat uns beflügelt." Zur Halbzeit lagen die Ingolstädterinnen dennoch mit 13:23 zurück, für Geier jedoch kein Beinbruch: "Zirndorf ist in jedem Bereich eine Klasse besser. Das entspricht nicht unserem Niveau."

Nach der Pause ging es für die Schanzerinnen darum, ihre Abläufe weiter einzuspielen, besonders für Lea Kalthof: Die Rückraumspielerin wird bis zum Ende der Saison mit einem Zweitspielrecht bei der HG agieren und zeigte erste gute Ansätze: "Sie trainiert bereits seit zwei Monaten bei uns, jetzt wollte ich sie mal im Spiel kennenlernen. Sie kennt unsere Abläufe, das hat nahtlos funktioniert", sagte der HG-Trainer. Dennoch zeigte sich ein Spiegelbild der ersten Hälfte: Die Gäste konnten viele Bälle in der Abwehr erobern, verloren sie jedoch im Angriff schnell wieder und mussten zahlreiche Gegenstößen hinnehmen. Im Angriff war erneut Maria Häußler mit acht Toren die beste Schützin. Sie entwickelt sich damit immer mehr zum Ersatz für die in dieser Saison pausierende Top-Torschützin Melanie Pöschmann. Geier sieht sogar noch Potenzial: "Ich würde sie gerne auf die Rolle der Schützin reduzieren, sie macht noch zu viel für den Spielaufbau. Wir müssen es noch mehr schaffen, sie in Position zu bringen."

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte konnten die Schanzerinnen den Rückstand immerhin um ein Tor reduzieren. Nach 40. Minuten hieß es 18:27. Aber auch Häußler schaffte es nicht, dem Spiel eine entscheidendere Wende zu geben. In den letzten 20 Minuten trafen die Ingolstädterinnen nur noch siebenmal, Zirndorf hingegen 15-mal. Damit stand am Ende mit dem 25:42-Ergebnis erneut eine deutliche Niederlage.

"Ich glaube, dass wir bis zum Schluss um die Punkte spielen können, wenn wir lange Zugriff auf das Spiel haben", sagte Geier und blickte damit bereits auf das Spiel am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) bei der fünftplatzierten HSG Freising-Neufahrn. Der Aufsteiger sei ein alter Weggefährte. "Schön, dass wir jetzt mal in der Bayernliga gegen sie spielen können."

HG Ingolstadt: Krug (Tor) - Häußler (8), Dietz (5), Geier (4), Günther (3), Ulisch (2), Fischer, von Frankenberg, Kalthof (je 1), Schotterer, Edelsbrunner, Enzensberger, Voss


Denkt langfristig: Für HG-Trainer Peter Geier steht die Entwicklung seiner Spielerinnen über dem Mannschaftsergebnis
Denkt langfristig: Für HG-Trainer Peter Geier steht die Entwicklung seiner Spielerinnen über dem Mannschaftsergebnis

"Wir lassen uns nicht hängen"

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Trainer Geier sieht trotz Sieglosserie Perspektiven für seine Bayernliga-Frauen

 

Peter Geier, als Aktiver früher selbst in der 2. Handball-Bundesliga aktiv, hat derzeit kein leichtes Traineramt.

 

Mit der Frauen-Mannschaft der HG Ingolstadt wartet er nach sieben Spieltagen in der Bayernliga weiter auf den ersten Punktgewinn. Wie er mit der Situation umgeht und welche Perspektiven er sieht, verrät er im Gespräch.

Herr Geier, haben Sie sich schon geärgert, dass Sie nach dem Rückzug von Ottobeuren das Bayernliga-Spielrecht mit der HG noch einmal angenommen haben?
Peter Geier: Nein. Ich habe der Mannschaft früh signalisiert, dass die Saison eine psychische Herausforderung wird, weil wir möglicherweise relativ lange hinterherlaufen werden. Mir war klar, dass es dauert, bis wir uns nach den Abgängen als Mannschaft wieder gefunden haben. Wir denken da aber langfristig und nehmen die Situation an.

In der Vorwoche gab es mit dem 25:34 gegen den Vorletzten HSG Fichtelgebirge den nächsten Rückschlag. Wie würden Sie die Stimmung im Kader beschreiben?
Geier: Niederlagenserien gehen immer stark ans Selbstbewusstsein. Wir lassen uns aber nicht hängen und bereiten uns weiter ganz normal und konzentriert auf jede Partie vor. Die Gefahr lauert dann eher in den Spielen, wenn wir in engen Situationen vielleicht denken: ,Ach, wir haben eh' keine Chance. ' Dadurch sind wir zum Beispiel gegen Fichtelgebirge irgendwann zu passiv geworden.

Die Anpassung an die Liga dauert offensichtlich doch länger.
Geier: Grundsätzlich haben wir natürlich Qualität in den entscheidenden Positionen verloren. Die Hoffnung, dass wir durch die höhere Spielklasse attraktiv sind und sich Spielerinnen bei uns anschließen, hat sich so nicht erfüllt. Dann fällt uns auch ein bisschen auf die Füße, dass wir in den vergangenen Jahren keine stabile Nachwuchsarbeit aufbauen konnten, um uns aus den eigenen Reihen zu verstärken.

Torjägerin Melanie Pöschmann (pausiert) und Torhüterin Luise Hesse (Karriereende) haben große Lücken hinterlassen.
Geier: Ja. Hinzukommt, dass sich mit Simone Jens die beste Kreisläuferin der Liga studienbedingt im Ausland befindet. Die Qualität, die uns da verloren gegangen ist, konnten wir so schnell nicht kompensieren. Es war schon knapp, dass wir überhaupt starten konnten, weil wir lange Zeit gar keine Torhüterin hatten. Jetzt haben wir zwei neue, die aber noch nie in der Bayernliga gespielt haben. Pöschmann hat über Jahre regelmäßig zehn Tore gemacht und unser Spiel gelenkt. Das ist natürlich in den Köpfen. Marie Häusler, meine Tochter Sarah und einige andere übernehmen dafür jetzt mehr Verantwortung und sind auf einem guten Weg.

Befürchten Sie Abgänge? Wird sich der Kader im Winter verändern?
Geier: Also dass jemand aufhören will, ist überhaupt nicht der Fall. Vielmehr ist zu erwarten, dass der Kader wächst. Kurzfristig bekommen wir zum Beispiel eine Spielerin hinzu, die in Ingolstadt ein Praktikum beginnt. Außerdem haben wir gute Kontakte zu einer international erfolgreichen Spielerin, die uns sehr weiterhelfen würde. Und es besteht die Chance, dass uns Simone Jens in der Rückrunde aushelfen kann.

Wie steht es um Ihre Motivation in der aktuellen Situation?
Geier: Ich bin nicht der Typ, der nach ein paar Niederlagen sagt: ,Ich hab keinen Bock mehr. ' Dabei muss ich schon zugeben, dass ich in meiner Handball-Karriere eine solche Phase noch nicht erlebt habe. Was mich motiviert, sind die Spielerinnen, die alle Bock haben und ins Training kommen. Mein Anspruch ist einfach, dass ich jede meiner Mädels besser mache, damit wir langfristig alle einen Nutzen aus dieser Saison ziehen.

Und Sie nach einem Abstieg wieder in die Bayernliga zurückkehren?
Geier: Warum nicht? Zumal die Chance besteht, dass Melanie Pöschmann kommende Saison wieder dabei ist. Ziel ist, dass wir dann ein besseres Team sind.

Am Samstag (17 Uhr) müssen Sie mit der HG zum Dritten nach Zirndorf. Welche Ziele geben Sie aus?
Geier: Dieselben, wie zuletzt auch: Ich will sehen, dass wir aggressiv in der Abwehr sind und offensiv zunehmend clever agieren. Dann werden wir auch irgendwann Spiele gewinnen.


Steuerte immerhin drei Treffer bei: Aber auch Isabella Enzensberger konnte die 25:34-Heimniederlage der HG Ingolstadt gegen die HSG Fichtelgebirge nicht verhindern. In der Bayernliga bleiben die Schanzerinnen damit das Schlusslicht
Steuerte immerhin drei Treffer bei: Aber auch Isabella Enzensberger konnte die 25:34-Heimniederlage der HG Ingolstadt gegen die HSG Fichtelgebirge nicht verhindern. In der Bayernliga bleiben die Schanzerinnen damit das Schlusslicht

Zu passiv im Kellerduell

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Damen lassen beim 25:34 gegen die HSG Fichtelgebirge nötige Aggressivität vermissen

 

Chance auf die Wende verpasst: Auch gegen den Tabellenvorletzten HSG Fichtelgebirge konnten die Handballerinnen der HG Ingolstadt nicht punkten und unterlagen mit 25:34 (11:18). Die Schanzerinnen stehen damit nach dem siebten Spieltag weiterhin auf dem letzten Platz in der Bayernliga.

 

Das Spiel begann doch eigentlich ideal für die Ingolstädterinnen: Bereits nach 25 Sekunden brachte Claudia Voss die Gastgeberinnen mit 1:0 in Führung. Die HSG konterte jedoch nur zwölf Sekunden später zum 1:1 und legte direkt zwei Tore nach - 1:3 nach vier Minuten. "Wie immer sind wir schlecht ins Spiel gekommen", ärgerte sich HG-Trainer Peter Geier, der monierte: "Wir waren viel zu passiv in der Abwehr, dazu haben wir zu viele freie Chancen vergeben."

Seinen Spielerinnen gelang es nicht, im Defensivverbund das richtige Maß zwischen Aggressivität und Cleverness zu finden. Vier Zwei-Minuten-Zeitstrafen in der ersten Hälfte waren die Folge. Die Schanzerinnen blieben aber zunächst in der Partie, glichen zum 4:4 (9. Spielminute) aus, gerieten in der Folge jedoch schnell wieder ins Hintertreffen: Mit vier Toren in Folge stellten die Gäste den ersten Fünf-Tore-Vorsprung her (5:10, 16.). "Da waren wir in der Abwehr viel zu körperlos", ärgerte sich Geier, und ergänzte: "Wir sind dann auch mental eingebrochen."

Die HG-Damen verkürzten zwar zwischenzeitlich noch einmal auf einen Vier-Tore-Rückstand (8:12, 20. Minute), mussten aber kurz vor der Pause drei Treffer binnen anderthalb Minuten hinnehmen und gingen so mit einem deutlichen Rückstand (11:18) in die Pause.

Geier stellte zum zweiten Durchgang um und setzte wie in der Vorwoche auf eine siebte Feldspielerin, indem er Torhüterin Sandra Huber vom Feld nahm. Magdalena Krug, die sich sonst das Tor mit Huber teilt, spielte aus privaten Gründen nicht mit. Dass die Partie wahrscheinlich verloren sein würde, war Geier zu diesem Zeitpunkt bereits klar, er stellte jedoch fest, dass er auch bei einem offeneren Spielstand umgestellt hätte. "Ich glaube, dass es ein Vorteil ist, wenn wir das kultivieren können", erklärte der HG-Trainer in Bezug auf die offensive Spielweise.

In der zweiten Hälfte zog Fichtelgebirge jedoch schnell davon: 14:25 hieß nach 40 Minuten, 18:31 nach 48 Minuten. Am Ende konnten die Schanzerinnen den Rückstand nur noch auf neun Tore verkürzen und mussten am Ende eine 25:34-Niederlage hinnehmen.

Dennoch sah sich Geier bestätigt. Ab der 40. Minute hatte er die beste Phase seines Teams gesehen: "Da haben wir gespielt, wie wir spielen können. In der Abwehr waren wir aggressiver, der Ball ist schneller gelaufen, die Angriffe liefen flüssiger. Da war das Spiel aber nicht mehr zu gewinnen."

Es blieb aber auch die Erkenntnis: "Wir sind noch nicht soweit, dass wir über eine weite Strecke konstant spielen." Dass die Ingolstädterinnen in einem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten nicht punkten konnten, macht Geier nicht unruhig. Er verweist auf das Spiel gegen den Tabellenführer ASV Dachau am vierten Spieltag, das die HG nur knapp (19:20) verloren hatte, und meint: "Die Liga ist so eng. Es kommt auf uns an, weniger auf den Gegner. Wenn wir das, was wir die letzten 20 Minuten gespielt haben, über eine längere Strecke zeigen, können wir gegen viele Teams gewinnen."

Die nächste Chance dazu gibt es am kommenden Samstag (17 Uhr), wenn die Schanzerinnen bei der HG Zirndorf gastieren. Gegen den Tabellensiebten hofft Geier auf einen freieren Kopf bei seinen Spielerinnen, "dann können wir relativ lange mithalten." An erster Stelle steht jedoch die Einstellung: "Ich möchte ein körperlich leidenschaftsvolles Spiel sehen", legt der Trainer Marschroute fest.

HG Ingolstadt:

Huber (Tor) - Häußler (9), Dietz (6), Enzensberger, Günther (je 3), von Frankenberg (2), Voss, Edelsbrunner (je 1), Schotterer, Fischer, Ulisch, Geier, Mihajlovic

 


Schon zur Pause aussichtslos zurück

(Quelle Donaukurier)

 

Handball-Frauen der HG Ingolstadt unterliegen beim Fünften HC Erlangen klar mit 14:34

Deutliche Niederlage für die Handballerinnen der HG Ingolstadt: Beim Tabellenfünften HC Erlangen setzte es am Samstag ein 14:34 (6:21).

 

Damit warten die Ingolstädterinnen als Schlusslicht auch nach dem sechsten Saisonspiel der Bayernliga auf den ersten Punkt.

Die Partie hätte kaum schlechter beginnen können für die Ingolstädterinnen: In den ersten zwölf Minuten gelang ihnen kein einziges Tor, Erlangen traf hingegen sieben Mal. Dabei hatte HG-Trainer Peter Geier sein Team zu Beginn gar nicht so schlecht gesehen. "Wir hatten viele freie Chancen und standen gut in der Abwehr", berichtete Geier, der Ball wollte bis zum 0:7-Zwischenstand aber einfach nicht ins Tor. Als einen Grund für die Anfangsprobleme nannte er die Beschaffenheit des Balls: "Es klingt ein bisschen wie eine Ausrede", so Geier, aber: "Wir tun uns schwer mit Bällen mit Harz. " Es sei mit Harz aber eine andere Technik bei Pässen und Würfen notwendig, mit der die Schanzerinnen ihre Schwierigkeiten hatten und so die nötige Präzision vermissen ließen.

Und dann beobachtete Geier ein weiteres Problem: "Die Spielerinnen haben angefangen nachzudenken, dann ist auch das Selbstbewusstsein runtergegangen. " So wollten schließlich auch die einfachsten Abläufe nicht mehr gelingen. In der Zwischenzeit war Vanessa von Frankenberg auch noch mit einem Siebenmeter gescheitert (11. Spielminute), das erste Tor für die Gäste zum 1:7 (13. Minute) erzielte dann Maria Häußler (Foto). Es sollte jedoch einer von nur sechs Treffern der Schanzerinnen in der ersten Hälfte werden, während der HC das Ergebnis immer deutlicher gestaltete und zur Pause beim 21:6 den Sieg schon fast sicher hatte.

Für etwas mehr Stabilität sorgte eine Umstellung, die der HG-Trainer bereits nach 15 Minuten vollzogen hatte: Er nahm die Torhüterin raus und ließ die Schanzerinnen mit sieben Feldspielern agieren. "Das war zwar ein gewisses Risiko, aber wir hatten auch nichts zu verlieren", erklärte Geier. Die Änderung fruchtete: Die befürchteten Bälle aufs leere Tor blieben weitgehend aus, nach vorne schafften es die Ingolstädterinnen aber nur ungenügend, die Überzahl auszunutzen.

In den ersten zehn Minuten nach der Pause gelangen dem Heimteam so nur noch zwei Treffer, den Ingolstädterinnen jedoch auch bloß einer (7:23, 37.) - zu wenig für eine Aufholjagd. In der Folge machte Erlangen zwar weiter Druck, die HG-Frauen kamen nun jedoch besser mit den Bedingungen zurecht und steigerten sich. Geier freute sich über "einen Lerneffekt im Spiel", die letztlich deutliche 14:34-Niederlage konnte aber nicht mehr verhindert werden.

"Wir haben alles, was wir brauchen. Aber wir müssen es auch umsetzen", analysierte Geier die aktuelle Situation. Wichtig sei ihm, dass es "nicht an mangelnder Kampfbereitschaft liegt". Um den berühmten Schalter umzulegen, helfe am Ende bloß ein Punktgewinn, so Geier.

Und das könnte bereits am kommenden Samstag (18 Uhr) passieren, wenn die Schanzerinnen den Vorletzten HSG Fichtelgebirge in der heimischen Paul-Wegmann-Halle empfangen. Geier formulierte die Zielsetzung diplomatisch: "Das ist eine Mannschaft, die in Reichweite ist. Da können wir etwas holen. "


HG Ingolstadt: Huber, Krug (Tor) - Häußler (4), Dietz, Ulisch, Günther (je 2), von Frankenberg, Edelsbrunner, Enzensberger, Voss (je 1), Schotterer, Fischer, Geier


Energischer Versuch: Sarah Geier (Mitte) steuerte gegen Haunstetten zwei Treffer bei. Am Ende unterlag sie mit den Bayernliga-Damen der HG Ingolstadt aber recht deutlich mit 22:30 und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg.
Energischer Versuch: Sarah Geier (Mitte) steuerte gegen Haunstetten zwei Treffer bei. Am Ende unterlag sie mit den Bayernliga-Damen der HG Ingolstadt aber recht deutlich mit 22:30 und wartet weiter auf den ersten Saisonsieg.

Vergebliches Aufbäumen

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Damen verschlafen gegen Haunstetten erneut den Start und unterliegen klar mit 22:30

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt verloren am Sonntag gegen den TSV Haunstetten II mit 22:30. Damit warten die Schanzerinnen auch nach dem fünften Saisonspiel der Bayernliga auf den ersten Punkt.

 

Bei den Ingolstädterinnen zeigte sich ein Muster, das zuletzt häufiger auftrat: Sie gerieten früh in Rückstand und liefen diesem dann bis zum Ende hinterher. "Wir sind am Anfang zu unkonzentriert", moniert Trainer Peter Geier. Auch gegen Haunstetten dauerte es nur eine Minute, bis Sabrina Smotzek zum 0:1 traf. Nach zwei weiteren Treffern von Smotzek stand es nach dreieinhalb Minuten bereits 0:3, und die Gäste erhöhten weiter: 1:5 (7. Minute), 2:7 (9.).

Erst dann folgte eine starke Phase der HG: Mit drei Toren binnen zwei Minuten verkürzten die Ingolstädterinnen auf 5:7 (13.). Und nicht nur das: Nach dem schnellen 5:8 des TSV ließen die Gastgeberinnen eine Serie von vier Toren folgen und führte plötzlich mit 9:8 (18.).

"Da haben wir gezeigt, was wir spielen können", meinte Geier, der diese Steigerung jedoch nur in Phasen beobachten durfte. Auf der anderen Seite ließ sich der TSV nicht schocken und traf nur von einem HG-Treffer unterbrochen fünfmal in sieben Minuten. Das 10:13 (25.) kurz vor der Pause bedeutete aus Sicht der HG dann schon einen Rückstand, der nur noch sehr schwer aufzuholen sein würde. Zudem spielte Haunstetten weiter zielstrebig nach vorne und ging mit einer komfortablen Fünf-Tore-Führung in die Pause (11:16).

Nach dem Kabinengang ließ das Team von Geier dann zwar zwei Toren folgen, vergab jedoch auch einen Siebenmeter und musste im Weiteren eine Serie von vier Gegentoren innerhalb von anderthalb Minuten verkraften. 13:20 hieß es nach 35 Minuten, die Schanzerinnen verkürzten zwar in der Folge und konnten noch einmal auf drei Tore herankommen (22:25, 54.), trafen in den verbliebenen sechs Minuten jedoch kein einziges Mal mehr. Die Gäste zogen nun davon und stellten schließlich den deutlichen 22:30-Endstand her.

Geier sah den Grund in der Niederlage bei der mangelnden Beherrschung der sogenannten Basics: "Die Abwehr war zu nachlässig und wir dürfen keine technischen Fehler in der zweiten Welle machen", führte der HG-Trainer exemplarisch aus. Generell habe sein Team zu viele einfache Sachen "nicht so gemacht, wie wir uns das vorstellen". Hinzu komme ein personelles Problem auf den Kernpositionen und damit einhergehend fehlende Kondition in den letzten Minuten: "Da sind wir nicht so besetzt, dass wir viel wechseln können."

Nicole Murgg und Elisabeth Lanz aus der zweiten Mannschaft kamen immerhin zu Kurzeinsätzen, um ihre Kolleginnen etwas zu entlasten. Ebenso schwebe auch Top-Torjägerin Melanie Pöschmann, die in dieser Spielzeit aussetzt, immer noch etwas im Hinterkopf seiner Spielerinnen. "Wir sind noch nicht so weit, dass jeder das kompensieren kann."

Die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg gibt es am kommenden Samstag (15.30 Uhr), wenn die Schanzerinnen beim Fünften HC Erlangen gastieren. Geier: "Das ist ein Spitzenteam, das Spiel können wir locker angehen. Es wird darum gehen, zu lernen und sich zu verbessern."

HG Ingolstadt: Huber, Krug (Tor) - Häußler (7), Dietz (4), von Frankenberg, Ulisch (je 3), Geier, Enzensberger (je 2), Fischer (1), Schotterer, Murgg, Lanz, Günther, Voss.


Kaum zu halten: HG-Spielerin Pia Dietz (Mitte) glänzte gegen Dachau mit sechs Treffern. | Foto: Rimmelspacher
Kaum zu halten: HG-Spielerin Pia Dietz (Mitte) glänzte gegen Dachau mit sechs Treffern. | Foto: Rimmelspacher

Auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: HG-Damen unterliegen Dachau nach bester Saisonleistung unglücklich mit 19:20

 

Die Bayernliga-Handballerinnen der HG Ingolstadt boten dem Tabellenführer ASV Dachau fast über die gesamten 60 Minuten Paroli, verpassten beim 19:20 (9:12) den verdienten Punkt aber dennoch knapp.

 

HG-Trainer Peter Geier hatte es prophezeit: "Wir haben Dachau letztes Jahr auch als Tabellenführer geschlagen", sagte er und animierte seine Mannschaft , sich auch in dieser Saison gegen den ASV nicht zu verstecken. Er sollte Recht behalten. Ausgerechnet gegen den vermeintlich stärksten Gegner der bisherigen Saison zeigten die HG-Damen ihre stärkste Saisonleistung.

Den besseren Start erwischten zunächst die Gäste. Nach drei Minuten stand es 0:2. Dann eröffnete Pia Dietz (4.) mit dem 1:2 die Partie für die Schanzerinnen, die den ASV nicht davonziehen lassen wollten. Lisa Günther (14.) konnte sogar den zwischenzeitlichen 5:5-Ausgleich erzielen. Zwischen der 29. und 38. Minute erlaubten sich das Geier-Team dann die einzige Schwächephase des Spiels: Nach 9:11 hieß es plötzlich 9:15 aus Sicht der HG.

"Abgesehen von dieser Phase, waren wir immer auf Augenhöhe", meinte Geier nach dem Spiel. Das Tor zum 10:15 erzielte wieder Dietz, die mit ihren sechs Toren neben Häußler (7) für Geier zu den "Zugpferden in der Offensive" gehörte. Torhüterin Sandra Huber verdiente sich ebenfalls ein Sonderlob des Trainers: "Eine sehr gute Leistung", sah Geier von seiner Schlussfrau, ebenso, wie von der insgesamt sehr geschlossen agierenden Defensive.

Hinzu kam eine bessere Wurfausbeute als zuletzt und eine starke Moral, weshalb die Schanzerinnen es zum Ende hin noch einmal ganz spannend machten: Dietz (55.) und Häußler (57.) glichen noch zum 17:17, beziehungsweise zum 18:18 aus. Erst danach kippte die Partie zu Gunsten der Gäste, die schließlich mit 20:19 gewannen.

"Ein Zeichen der Entwicklung", sah Geier trotz der unglücklichen Niederlage. Genau diese Entwicklung soll in zwei Wochen (21. Oktober, 15 Uhr) im Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Haunstetten fortgesetzt werden. "Da wollen wir natürlich etwas holen", verspricht Geier.

HG Ingolstadt: Huber, Krug (Tor), Dietz (6), Schotterer, Fischer (1), von Frankenberg (1), Edelsbrunner (1), Ulisch (1), Geier, Enzenberger, Häußler (7), Günther (2), Krug, Voss


Auch im dritten Anlauf blieben Vanessa von Frankenberg und die HG-Damen in der Bayernliga ohne Punkte. | Foto: Rimmelspacher
Auch im dritten Anlauf blieben Vanessa von Frankenberg und die HG-Damen in der Bayernliga ohne Punkte. | Foto: Rimmelspacher

Nächster Schritt in die richtige Richtung

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: HG-Handballerinnen zeigen sich bei 23:32-Niederlage in Ismaning verbessert

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben auch ihr drittes Spiel der Bayernliga-Saison beim TSV Ismaning mit 23:32 (8:16) verloren. Gute Ansätze ließen die Schanzerinnen aber gerade in der zweiten Hälfte erkennen.

 

"Wir sind besser ins Spiel gekommen", sagte HG-Coach Peter Geier, angesprochen auf die Anfangsphase der Partie und im Hinblick auf das Spiel eine Woche zuvor gegen den HSV Bergtheim. Tatsächlich lässt sich dies auch mit Zahlen untermauern: Lagen die Schanzerinnen in der Vorwoche noch mit 1:10 nach 20 Minuten zurück, stand es zu dieser Zeit gegen Ismaning nur 10:6 für den Gegner. Nach einer schnellen 2:0-Führung für Ismaning war es Pia Dietz, die erstmals für Ingolstadt traf (6.).

Die fehlende Konstanz im Spiel der Schanzerinnen ist allerdings weiterhin das offensichtlichste Problem, auch wenn diese zu diesem Zeitpunkt der Saison freilich noch nicht erwartet werden kann. "Wir waren phasenweise auf Augenhöhe mit dem Gegner", lobte Geier sein Team. Nach einem Spielverlauf in "Wellenbewegung", wie Geier es bezeichnete, ging es mit 16:8 für die Gastgeberinnen in die Pause.

Im zweiten Durchgang zeigten sich die HG-Handballerinnen dann ein Stück weit konstanter und konnten ein weiteres Anwachsen des Rückstandes so verhindern. Das erste Tor der zweiten Halbzeit gehörte zwar wieder dem TSV, doch die Ingolstädterinnen konnten ihrerseits in Person von Maria Häußler prompt antworten - 17:9. Dass Geiers Mannschaft "zu hundert Prozent motiviert" war, bewies dann vor allem Führungsspielerin Häußler, die nach der dritten Zeitstrafe nur noch zusehen durfte (35.). Ihr Trainer wollte ihr anschließend aber "keinesfalls einen Vorwurf machen. Das passiert mal."

In der Folge sah Geier dann eine "Jetzt-erst-recht-Einstellung" seines Teams. Gerade die letzten Minuten dürften dem Trainer gefallen haben. Stand es nach 52 Minuten noch 30:18, verkürzten die Schanzerinnen bis zur Schlusssirene noch auf 23:32. Besonders positiv fiel an diesem Tag Dietz auf, die insgesamt sieben Treffer erzielte - drei davon in der Schlussphase. Lison Remy steuerte fünf Treffer bei, viermal war Lisa Günther erfolgreich.

"Es war der nächste Schritt in die richtige Richtung", fasste Geier anschließend zusammen. Mit Blick auf den nächsten Gegner, Tabellenführer ASV Dachau, blieb Geier indes gelassen. "Wir wollen sie so lange wie möglich ärgern", war die einzige kleine Kampfansage, zu der er sich hinreisen ließ. Man wolle vor allem "an jeder einzelnen Situation arbeiten", um so "mehr und mehr Konstanz ins eigene Spiel" zu bekommen. Verstecken brauchen sich die HG-Damen am kommenden Samstag in der heimischen Paul-Wegmann-Halle aber nicht: Denn in der vergangenen Saison besiegten die HG-Handballerinnen Dachau. Und die waren zu dem Zeitpunkt - genau - Tabellenführer.

HG Ingolstadt: Huber, Krug (Tor), Dietz (7), Schotterer (1), Fischer, von Frankenberg (1), Edelsbrunner, Enzenberger (3), Remy (5), Häußler (2), Günther (4), Krug, Voss


Einfach kein Rezept gefunden

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: HG-Damen bekommen beim HSV Bergtheim die Grenzen aufgezeigt und unterliegen klar mit 12:27

 

Im ersten Heimspiel der neuen Bayernliga-Saison setzte es für die Handballerinnen der HG Ingolstadt eine deutliche Niederlage.

 

Gegen den HSV Bergtheim hieß es am Ende 12:27 (4:14). Trainer Peter Geier fand anschließend klar Worte: "Das war das einseitigste Spiel, das ich in meiner Trainertätigkeit bisher gesehen habe. "

Von Beginn an waren die Schanzerinnen dem Gegner aus Bergtheim unterlegen und fanden ohne ihre Torjägerin der Vorsaison, Melanie Pöschmann, nicht ins Spiel. Bereits nach acht Minuten lagen die Gastgeberinnen mit 0:5 zurück - ohne bis dahin selbst gefährlich zum Abschluss gekommen zu sein.

Ein erstes Mal jubeln durfte die HG dann in der zwölften Minute. Julia Leisch war mit ihrem Versuch erfolgreich und verkürzte auf 1:5. In den folgenden Minuten verpassten es die HG-Damen dann aber erneut, sich gute Chancen herauszuspielen.

Ganz anders die Gastgeberinnen, die bald auf 10:1 erhöhten (21.). Die gute Defensive des Gegners stellte die Ingolstädterinnen lange Zeit vor unlösbare Probleme. Das 2:10 erzielte Vanessa von Frankenberg (21.) per Siebenmeter. In die Pause ging es mit 4:14 aus Sicht der HG.

Geier passte für die zweite Hälfte die Marschroute an. "Die Vorbereitung für das kommende Spiel stand nun im Vordergrund", meinte der Trainer, der seinem Team im zweiten Abschnitt ein "phasenweise besseres Spiel" attestierte. Tatsächlich kamen die Schanzerinnen zunächst gut aus der Kabine und konnten zumindest einen noch größeren Rückstand verhindern. Katharina Fischer markierte zehn Minuten vor dem Ende das 10:21 (50.)

In der Schlussphase legten die Gäste, die Geier "unter den Top drei der Liga" sieht, dann aber nochmal einen Zahn zu und verdienten sich den 27:12-Sieg.

"Wir haben kein Rezept gegen ihre offensive Abwehr gefunden", analysierte der HG-Coach nach der Partie. Positives konnte er der Partie dennoch abgewinnen: So machten zum einen die neuen Torhüterinnen Sandra Huber und Magdalena Krug einen guten Job. Zum anderen sah Geier in der Partie "Ansätze, auf denen wir aufbauen können". Vielleicht ja schon im nächsten Spiel beim TSV Ismaning (Sa. 17.30 Uhr).

HG Ingolstadt: Huber, Krug (Tor) - Schotterer, Fischer (1), von Frankenberg (2), Edelsbrunner, Ulisch (1), Geier (1), Enzensberger, Remy, Häußler (4), Günther (3), Voss


Starke Leistung: Doch auch die fünf Tore von Maria Häußler konnten nicht verhindern, dass die HG-Damen ihr Landesliga-Auftaktspiel in Neutraubling verloren
Starke Leistung: Doch auch die fünf Tore von Maria Häußler konnten nicht verhindern, dass die HG-Damen ihr Landesliga-Auftaktspiel in Neutraubling verloren

Zu viele einfache Ballverluste

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: HG-Damen unterliegen Neutraubling nach gutem Start noch mit 20:31

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt sind mit einem 20:31 (11:12) beim Vorjahressechsten Mintraching/ Neutraubling in die neue Saison der Bayernliga gestartet. Die Schanzerinnen hielten das Spiel in der ersten Hälfte noch offen, gaben die Partie nach der Pause jedoch schnell aus der Hand.

 

Das Spiel begann aus Sicht der HG aus zwei Gründen ungewöhnlich: Zum einen hatten sie mit 14 Spielerinnen mehr im Kader als der Gegner, ein Zustand, der sich vor allem in der Hinrunde der vergangenen Saison selten einstellte. In dieser Spielzeit wird sich dies ändern, Trainer Peter Geier wird mit einem konstant vollen Kader arbeiten können.

Er wird sich aber auch mit einer weiteren Veränderung auseinander setzen müssen: Torjägerin Melanie Pöschmann wird voraussichtlich die gesamte Spielzeit aus privaten Gründen fehlen. Es gilt nun, ihre 241 Treffer der Vorsaison zu ersetzen. Sie wird jedoch bei den Spielen vor Ort sein und die Spielerinnen beratend unterstützen.

Das Spiel bei Mintraching/Neutraubling brachte gleich den ersten Härtetest - und der ging direkt gut los: Nach einer Minute traf Lisa Günther zum 1:0. Der Gastgeber schlug direkt zurück und drehte die Partie binnen zwei Minuten zum 1:2, doch die Schanzerinnen blieben dran: Nach acht Minuten gingen sie abermals in Führung (4:3).

In der Folge erhöhte Maria Häußler erstmals auf einen Zwei-Tore-Vorsprung (6:4, 12. Minute), für Geier sogar noch zu wenig: "In der ersten Hälfte war ich überrascht über die Leistung im Angriff. Wir hätten mit fünf, sechs Toren Vorsprung führen können." Die HG vergab jedoch zu oft freistehend und ließ auch zwei Siebenmeter ungenutzt.

Die Zwei-Tore-Führung hielt somit nur bis zur 20. Minute, nachdem Sarah Geier zum 9:7 getroffen hatte (18.), in der Folge glich Mintraching/Neutraubling mit zwei schnellen Toren aus (22.).

Die letzten Sekunden vor der Pause verliefen rasant: Das 10:11 der Gastgeber (29.) konterte Vanessa von Frankenberg fünf Sekunden vor Ablauf der ersten Hälfte zum 11:11, der Gastgeber hatte jedoch erneut eine Antwort parat und traf per direktem Wurf von der Mittellinie mit der Halbzeitsirene zum 11:12.

"Das war psychologisch natürlich nicht ganz so toll", bemerkte Geier, und erklärte: "Wir hatten die ganze erste Halbzeit im Griff - und dann kommt so ein Nackenschlag."

Tatsächlich kamen die Gastgeberinnen deutlich gestärkt aus der Pause und legten gleich mächtig los. Nach vier Minuten in der zweiten Hälfte traf Mintraching/Neutraubling bereits zum 15:11 - eine kleine Vorentscheidung. Die Schanzerinnen spielten nun zu überhastet und liefen in einen Konter nach dem anderen. "Es war keine da, die das Heft in die Hand nehmen konnte", meinte Geier, der "zu viele Einzelaktionen" bemängelte.

Die HG-Damen konnte ihre Trefferquote aus dem ersten Durchgang zwar fast wiederholen, warfen zehn Treffer nach der Pause, es haperte durch die vielen Konter aber vor allem in der Defensive: 19 Gegentore in der zweiten Halbzeit bedeuten sieben mehr als vor dem Seitenwechsel. So stellte der Gastgeber mit einem Sechs-Tore-Lauf zum 12:20 nach 41 Minuten endgültig die Weichen auf Sieg, am Ende hieß es 20:31.

Geier sah jedoch nicht nur in der Defensivleistung die Ursache für die Niederlage: "Wir hatten zu viele einfache Ballverluste." Auch die beiden Torhüterinnen Sandra Huber und Magdalena Krug, die sich nach dem Karriereende von Luise Hesse um den Platz im Tor duellieren und jeweils eine Halbzeit lang spielten, sprach der HG-Trainer von jeder Schuld frei: "Beide haben einen soliden Job gemacht."

Am kommenden Samstag (18 Uhr) geht es weiter mit dem Heimspiel gegen den HSV Bergtheim, der in der vergangenen Saison den Aufstieg nur knapp verpasst hat, in diese Spielzeit jedoch ebenfalls mit einer Niederlage gestartet ist. "Das ist eine routinierte Mannschaft", sagt Geier, der sich durchaus Chancen ausrechnet: "Ich erwarte, dass wir länger Paroli bieten können. Wir haben die Chance, etwas mitzunehmen."

HG Ingolstadt: Huber, Krug (Tor) - Häußler (5), Dietz, von Frankenberg (je 3), Fischer, Günther (je 2), Ulisch, Geier, Enzensberger, Remy, Voss (je 1), Schotterer, Edelsbrunner


Schwierige Aufgabe: Mit Melanie Pöschmann müssen die HG-Handballerinnen in der neuen Bayernliga-Saison vorerst auf ihre Schlüsselspielerin verzichten. Der Ingolstädter Trainer Peter Geier (Mitte) muss nun nach Wegen suchen, den Ausfall zu kompensieren.
Schwierige Aufgabe: Mit Melanie Pöschmann müssen die HG-Handballerinnen in der neuen Bayernliga-Saison vorerst auf ihre Schlüsselspielerin verzichten. Der Ingolstädter Trainer Peter Geier (Mitte) muss nun nach Wegen suchen, den Ausfall zu kompensieren.

Gedämpfte Erwartungen

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Handballerinnen müssen in zweiter Bayernliga-Saison ohne Top-Torjägerin Pöschmann bestehen

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben in der vergangenen Saison den Klassenerhalt in der Bayernliga nur knapp geschafft. In der neuen Spielzeit müssen sie nun auf Top-Torjägerin Melanie Pöschmann verzichten. Die Erwartungshaltung ist vor dem Auftakt an diesem Samstag entsprechend gedämpft.

 

Im Mai hatten sie sich gerade noch gerettet: Am Ende verdankten die HG-Damen dem TSV Ottobeuren, der sich aus der Bayernliga zurückzog, den Klassenerhalt. Den Schanzerinnen reichte so der drittletzte Platz, um sich für die zweite Saison in der Liga zu qualifizieren. Diverse Ausfälle vor allem in der Hinrunde schwächten die HG, die mit voll besetztem Kader in der Rückrunde die Aufholjagd startete. Spielerisch wähnte HG-Trainer Peter Geier sein Team sogar auf Augenhöhe mit den Teams der oberen Tabellenhälfte.

Noch vor Beginn der neuen Saison erhalten die sportlichen Ambitionen der HG jedoch einen Dämpfer: Melanie Pöschmann, in der Vorsaison mit 241 Treffern Top-Torschützin der Liga, pausiert aus privaten Gründen und wird wahrscheinlich in der gesamten kommenden Spielzeit nicht zur Verfügung stehen. "Das ist natürlich ein Qualitätsverlust und eine Herausforderung", sagt Geier. "Damit müssen wir zurechtkommen." Zwar hat er im linken Rückraum mit Maria Häußler und seiner Tochter Sarah, die nach ihrem Armbruch wieder fit ist, zwei Spielerinnen im Auge, die den Verlust von Pöschmann auffangen könnten.

Vor allem aber setzt er aufs Kollektiv: "In den vergangenen Jahren war alles auf Melanie Pöschmann konzentriert. Die Spielerinnen haben sich auch darauf verlassen. Jetzt geht es darum, dass wir unausrechenbarer werden." Sein Credo ist dabei, dass die Schanzerinnen von jeder Position aus gefährlich sein und teamorientiert im Angriff und in der Abwehr spielen müssen. Und vielleicht ergibt sich auf lange Sicht sogar ein Vorteil, mutmaßt Geier: Er sehe die Chance, "dass sich jeder weiterentwickelt, sodass wir gemeinsam stärker werden, wenn Pöschmann wieder zurückkehrt."

Das ist jedoch Zukunftsmusik, zunächst müssen die Schanzerinnen in der kommenden Spielzeit bestehen. Der HG-Trainer erwartet vor allem in den ersten Partien Probleme: "Es wird im ersten Drittel der Saison nicht leicht werden." Dabei spielt auch die Torhüterposition eine Rolle: Die letztjährige Stammtorhüterin Luise Hesse hat ihre Karriere beendet, auf eine neue feste Nummer eins will sich der HG-Trainer zunächst nicht festlegen. Sandra Huber, die vergangene Saison nur sporadisch verfügbar war, ist nun "richtig an Bord", dazu kam Magdalena Krug neu dazu. "Ich will je nach Tagesform und Gegner wechseln und flexibel sein", sagt Geier, ergänzt aber: "Beide Torhüterinnen sind relativ neu bei uns und müssen sich an die Abläufe in der Abwehr gewöhnen. Mal sehen, bei wem es schneller geht." Dazu haben Maria Regensburg und Ina Wunsch ihre Karriere beendet, neu im Kader sind dafür Claudia Voß und Isabella Enzensberger. Abgesehen davon kann Geier über die gesamte Spielzeit auf einen kompletten Kader vertrauen - im Gegensatz zur Vorsaison, als die Schanzerinnen teilweise nur zwei Ersatzspielerinnen auf der Bank hatten. "Wir können rotieren und richtig Gas geben", freut sich Geier, der nach dem ersten Jahr in der Bayernliga auch eine Entwicklung des Kaders beobachtet: "Viele Spielerinnen fangen auf einem besseren Niveau an als vergangenes Jahr."

Taktisch gesehen setzt der HG-Trainer dabei in der Abwehr auf eine offensive Orientierung, "vor allem in den ersten Spielen, damit jeder in Eins-gegen-eins-Duelle kommt. Mal schauen, wie weit das funktioniert." Im Angriff vertraut der HG-Trainer auf individuelle Lösungen, bei denen jede Spielerin grundsätzlich wisse, wo sie hinlaufen müsse, "aber dann individuell die Abwehr in Bewegung bringt, sodass der, der die Chance dazu hat, zum Wurf kommt. Ohne dass wir vorher schon wissen, wer das Tor wirft - und der Gegner auch nicht."

Der Tabellenplatz ist für Geier dabei zunächst sekundär, das Ziel ist der Klassenerhalt. Mittelfristig zähle jedoch die Entwicklung der Mannschaft. " Wir müssen schauen, wann wir die Ausfälle so kompensiert haben, dass wir wieder ein schlagkräftiges Team sind. Man muss dem Ganzen ein bisschen Zeit geben."

Die erste Standortbestimmung steht für die HG an diesem Samstag (19 Uhr) an, wenn die Schanzerinnen bei der SG Mintraching/Neutraubling gastieren. "Wenn wir Glück haben, können wir auch etwas holen", sagt Geier, und ergänzt: "Für mich sind die ersten Spiele auch noch ein bisschen Vorbereitung. Es wäre überraschend, wenn wir einen Punkt holen."

 


DAMEN BAYERNLIGA - SAISON 2017/2018


HG-Freude trotz Pleite

(Quelle Donaukurier)

 

Bedeutungslose Niederlage im letzten Saisonspiel: Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben zwar am Samstag beim Sechsten SG Mintraching/Neutraubling mit 22:29 (12:12) verloren, aufgrund des Verzichts einer anderen Mannschaft ist die Niederlage jedoch verschmerzbar und der Klassenerhalt gesichert.

 

Nun ist es auch offiziell: Der TSV Ottobeuren wird sich aus der Liga zurückziehen, die HG nimmt dessen Platz ein und spielt damit auch in der kommenden Saison in der Bayernliga. HG-Trainer Peter Geier zeigte sich "euphorisch, die Liga gehalten zu haben. Das hätte am Anfang der Rückrunde keiner geglaubt. " Im letzten Spiel einer turbulenten Saison wollten die Ingolstädterinnen die Spielzeit mit einem positiven Gefühl abschließen. Wie erwartet war die momentan in Barcelona beruflich weilende Melanie Pöschmann nicht dabei, ebenso wie Sandra Huber. Dafür wieder im Kader waren Simone Jens und Birgit Schotterer. Und am Anfang sah es danach aus, dass der erfolgreiche Abschluss der Saison gelingen würde: Bereits nach 31 Sekunden brachte Bianca Edelsbrunner die Schanzerinnen in Führung. In den folgenden Minuten wechselte die Führung munter hin und her: 2:1 für die Gastgeber (4. Minute), 2:3 für die HG (8.), 4:3 für Mintraching/Neutraubling (9.). Nach 19 Minuten schaffte es der Tabellensechste, sich mit drei Toren abzusetzen (9:6), die Ingolstädterinnen hatten jedoch prompt eine Antwort parat: Binnen fünfeinhalb Minuten trafen sie fünfmal in Folge und führten plötzlich wieder (9:10, 26.).

Die Partie verlief weiter auf ausgeglichenem Niveau, folgerichtig ging es mit 12:12 in die Pause. Die Schanzerinnen agierten dabei mit der gewohnten 6-0-Deckung, "das hat anfangs auch gut funktioniert", meinte der HG-Trainer. Aber: "Das haben wir in der zweiten Hälfte nicht aufrechthalten können. " Mit 16:12 führten die Gastgeberinnen schnell (38.). Nach zwölf Toren in der ersten Halbzeit gelangen der HG nach der Pause nur noch zehn Treffer. Die SG kam so nach 42 Minuten erstmals auf sieben Tore Vorsprung (20:13) und konnte diesen auch bis zum Schluss halten: 29:22 hieß es am Ende.

"Wir haben uns vorgenommen, einfachen Handball zu spielen - das ist uns in der zweiten Hälfte nicht gelungen", resümierte Geier, und ergänzte: "Wenn es uns doch gelungen ist, haben wir den Ball nicht reingemacht. Wir haben viel zu viele freie Würfe vergeben. "

HG Ingolstadt: Hesse (Tor) - Häußler (10), Jens (3), Regensburger, von Frankenberg, Edelsbrunner, Günther (je 2), Dietz (1), Fischer, Ulisch, Remy, Schotterer


"Das war eine Willensleistung"

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Damen bezwingen Bayreuth mit 31:30 - und spielen trotz Abstieg wohl weiter in der Bayernliga

 

Glück im Unglück für die Handballerinnen der HG Ingolstadt: Sportlich sind die Schanzerinnen trotz des 31:30 (16:17) am Samstag gegen HaSpo Bayreuth aus der Bayernliga abgestiegen, aufgrund des Verzichts einer anderen Mannschaft werden sie die Klasse aber wie berichtet wohl halten.

 

Laut Ingolstadts Trainer Peter Geier sei zwar noch nichts offiziell bestätigt. Aber: "Die entsprechende Mannschaft hat mich informiert, dass sie sich zurückziehen wird", sagte er gegenüber unserer Zeitung. Bis der Klassenerhalt endgültig perfekt ist, müsse die HG noch ein Schreiben des Bayerischen Handball-Verbandes (BHV) abwarten. "Das wird aber kommen", meinte Geier.

Der Rückzug eines Konkurrenten, den der HG-Coach nicht nennen wollte, ist die Rettung für die Ingolstädterinnen. Denn sportlich wären die Schanzerinnen nun abgestiegen, nachdem der bis vor diesem Spieltag noch einholbare TSV Ismaning sein Spiel gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen hatte und mit vier Zählern Vorsprung vor der HG bei noch einem ausstehenden Spiel unerreichbar gewesen wäre.

Insofern rückte die Partie der Ingolstädterinnen gegen den Tabellensiebten aus Bayreuth in den Hintergrund - und doch zeigte die HG in ihrem letzten Heimspiel der Saison noch einmal, warum sie in die Bayernliga gehört. "Es war ein wichtiges Spiel für uns", bekannte Geier, "weniger für den Klassenerhalt, sondern eher für die Psyche. Wir wollten gegen eine Spitzenmannschaft wie Bayreuth zeigen, was wir können. "

Dabei konnte Geier überraschend auch auf die Dienste von Melanie Pöschmann setzen, die momentan beruflich in Barcelona weilt, am vergangenen Wochenende aber private Termine in der Heimat mit dem Spiel der HG am Samstag verband.

Mit einer beinahe in Bestbesetzung antretenden HG entwickelte sich von Beginn an ein Krimi: Die Gäste erzielten die erste Führung und bauten diese auf zwei Tore aus, die Gastgeberinnen schlugen aber schnell zurück und glichen aus. In der Folge waren es erneut die Bayreutherinnen, die das Spiel auf ihre Seite zogen. Nach 15 Minuten führten sie erstmals mit drei Toren - doch dann kam nochmal die HG: Binnen vier Minuten glich Ingolstadt zum 13:13 aus. Es folgte Tor um Tor auf beiden Seiten, mit einem knappen Rückstand (16:17) ging es in die Pause.

"Das Spiel bewegte sich nicht auf dem obersten Level", meinte Geier und ergänzte: "Es war aber auch brutal heiß in der Halle. " In der zweiten Hälfte kam seine Mannschaft damit offenbar besser zurecht. Nach 34 Minuten brachte Maria Häußler die HG erstmals in Führung, doch Bayreuth kämpfte und führte fünf Minuten vor Schluss wiederum. Zwei schnelle Tore von Pöschmann und Häußler zum 29:28 leiteten schließlich den Sieg ein, den Häußler 34 Sekunden vor Schluss endgültig perfekt machte.

"Das war eine Willensleistung", resümierte Geier, und ergänzte: "Wir waren der glückliche, aber verdiente Sieger. " Zudem habe die individuelle Klasse den Ausschlag gegeben. "Maria Häußler hat ihr bestes Spiel der Saison gemacht", lobte der HG-Trainer und hob auch Lisa Günther hervor, die sechs Treffer beisteuerte.

Die Vorgabe für das letzte Saisonspiel am kommenden Samstag (18 Uhr) beim Tabellensechsten Mintraching/Neutraubling ist für Geier klar: "Grundsätzlich will ich in jedem Spiel jede Spielerin verbessern. Wir wollen mit den Spielerinnen, die da sind, das Maximum geben und die Saison mit einem positiven Geist abschließen. "

HG Ingolstadt: Hesse, Huber (beide Tor) - Häußler (11 Tore), Pöschmann (8), Günther (6), von Frankenberg, Ulisch, Remy (je 2), Regensburger, Dietz, Fischer, Edelsbrunner


HG steht am Abgrund

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: Handballerinnen verlieren 20:29 beim HC Erlangen - Chance auf Klassenerhalt schwindet

 

Nun wird es eng: Am vergangenen Sonntag unterlagen die Handballerinnen der HG Ingolstadt beim Vierten HC Erlangen mit 20:29 (9:13) und kassierten damit die zweite Niederlage in Folge. Die Chancen auf den Klassenerhalt in der Bayernliga schwinden damit auf ein Minimum.

 

Die personellen Vorzeichen standen bereits vor dem Spiel schlecht: Mit Top-Torjägerin Melanie Pöschmann, die beruflich in Barcelona weilt, sowie Simone Jens fehlten zwei wichtige Schlüsselspielerinnen. Zusammen mit Sarah Geier, die schon länger verletzt ausfällt, zählte HG-Trainer Peter Geier "drei Stützen", die erstmals in dieser Saison zusammen fehlten. Die Folge: "Wir mussten uns komplett neu erfinden." Auch Ina Wunsch und Birgit Schotterer standen nicht zur Verfügung, neu dabei war dafür Sandra Huber.

Die angespannte Personalsituation hatte auch taktische Folgen: Geier stellte eine 5-1-Abwehr auf, "die wir eigentlich selten bis nie spielen", aber: "Das hat überraschend gut hingehauen." Denn die HG-Damen kamen gut ins Spiel und gingen nach 52 Sekunden in Führung (1:0). In der Folge entwickelte sich ein munteres Hin und Her, bei dem die HG nach fünf Minuten mit zwei Toren in Front lag (4:2). "Da haben wir in der Abwehr stark gespielt und im Angriff gute Kombinationen gezeigt", lobte Geier. Erlangen konterte dennoch zum 4:4 (8.), nach knapp elf Minuten gingen die Schanzerinnen dann nochmals in Front (5:4) - es sollte jedoch die letzte Führung der Ingolstädterinnen in dieser Partie sein. "Jede hat auf einer Position gespielt, auf der sie sonst nicht spielt", meinte Geier, und ergänzte: "Dass das nicht gut geht, war klar." Die Gastgeber legten in den folgenden acht Minuten einen Fünf-Tore-Lauf hin (5:9, 19. Minute). Geier nahm eine Auszeit, doch sein Team konnte den Rückstand vorerst nicht verkürzen - 9:13 hieß es zur Pause.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte gestaltete die HG dann erneut ausgeglichen und hielt den Rückstand von vier Toren, konnte ihn aber auch nicht verringern (12:16, 40.). Und dann ging es erneut schnell: Binnen vier Minuten traf Erlangen fünfmal in Folge und stellte auf 12:20 (43.), die HG konnte dem nichts mehr entgegensetzen.

Die Niederlage war besiegelt, am Ende hieß es 20:29 aus Ingolstädter Sicht. "Erlangen ist für mich fast schon die beste Bayernliga-Mannschaft, von daher bin ich zufrieden", resümierte Geier, zudem sei es ja auch so: "Auch mit vollem Kader hätten wir keine Chance gehabt. Es war gut zu sehen, dass wir auch ohne Melanie Pöschmann spielen können." Mit der Einschränkung: "Aber eben nicht über die gesamte Spielzeit." Der Klassenerhalt der HG ist damit in weite Ferne gerückt: Bei noch zwei ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf den Elften TSV Ismaning weiterhin vier Punkte. Der TSV verlor sein Spiel gegen die HSG Würm-Mitte mit 25:43 und wahrte damit den kleinen Hoffnungsschimmer der HG, die in den letzten beiden Spielen zwei Siege einfahren und auf zwei Niederlagen des TSV vertrauen muss, um doch noch den Ligaverbleib zu schaffen. Der 1. FC Nürnberg kann nach dem 22:19 gegen die HSG Fichtelgebirge nicht mehr eingeholt werden, ebenso wie der TSV Ottobeuren, der fünf Punkte vor der HG liegt. Ein Sieg ist also Pflicht für die HG am kommenden Samstag (14 Uhr), wenn die Schanzerinnen den Siebten HaSpo Bayreuth empfangen. Einen weiteren Hoffnungsschimmer gibt es aber noch: Sollte kein bayerischer Verein aus der 3. Liga in die Bayernliga absteigen oder sich ein Verein aus der Bayernliga abmelden, würde auch der Drittletzte in der Bayernliga bleiben - und diesen Rang hat die HG bereits sicher.

HG: Hesse - Häußler (9), Edelsbrunner, Ulisch (je 3), Dietz (2), Regensburger, Fischer, von Frankenberg (je 1), Huber, Remy, Günther

 


Die Hoffnung stirbt zuletzt

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: HG-Handballerinnen verlieren gegen die HG Zirndorf, geben sich aber kämpferisch

 

Rückschlag für die Handballerinnen der HG Ingolstadt: Nach zuletzt drei Siegen in Serie verloren die Schanzerinnen am vergangenen Samstag gegen die HG Zirndorf mit 25:28 (14:12). Mit dem Klassenerhalt in der Bayernliga wird es nun eng.

 

Dabei ging die Partie für die Ingolstädterinnen gut los: Sie traten wie bereits im vorangegangenen Spiel gegen die SG DJK Rimpar vor zwei Wochen mit vollem Kader an, auch Melanie Pöschmann war dabei. Eigentlich war sie für die letzten Saisonspiele nicht eingeplant, da sie momentan in Barcelona beruflich tätig ist. "Für solch ein wichtiges Spiel wollte ich sie aber dabeihaben", sagt HG-Trainer Peter Geier, und deshalb flog Pöschmann extra für das Spiel in die Heimat - und das machte sich bemerkbar: Nach 24 Sekunden erzielte sie das 1:0.

In der Folge entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der sich die Gastgeber erstmals nach zwölf Minuten mit zwei Toren absetzen konnten (6:4). Es folgte sogar das 7:4 (14. Minute), doch Zirndorf kam zurück: 7:7 nach 16 Minuten. Kurz vor der Pause zogen die Schanzerinnen noch einmal an und trafen dreimal in Folge, nach 28 Minuten stand es 14:10. "Wir sind gut ins Spiel gekommen", meinte Geier, "ich war sicher, dass wir die Führung ausbauen." Zirndorf gelangen jedoch noch zwei Treffer vor der Pause, einer davon unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff per Siebenmeter. So ging es mit 14:12 in die Kabinen.

Und die Gäste kamen genauso gut aus diesen heraus, wie sie hineingegangen waren: Mit zwei schnellen Toren glichen sie aus (14:14, 32.). Für Geier war es die entscheidende Phase: "Der Druck war ungewohnt." Den Ingolstädterinnen gelang eine abermalige Führung zum 15:14 (33.), danach drehten die Gäste jedoch auf: Nach 36 Minuten führten sie mit 17:15. Geier sah seine Mannschaft zunehmend nervöser, "dann sind wir hinterhergelaufen". Die Schanzerinnen hielten zwar stets den Anschluss und blieben dran, letztlich konnten sie den zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand (20:24, 51.) aber nur noch um ein Tor reduzieren. 25:28 hieß es am Ende, für Geier war es ein Kopfproblem: "Uns hat der Glaube gefehlt, es hat keiner das Herz in die Hand genommen." Dazu kam eine ungewohnte Abschlussschwäche: "Wenn wir nur die Hälfte der freien Würfe reinmachen, gewinnen wir mit drei, vier Toren Vorsprung", haderte der HG-Trainer.

Für den Klassenerhalt der Ingolstädterinnen sieht es nun düster aus: Da der bisherige Elfte und damit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz befindliche TSV Ismaning sein Spiel gegen Mintraching/Neutraubling gewann, rückten die Ismaningerinnen auf Rang zehn vor. Auf Platz elf rangiert nun der punktgleiche 1. FC Nürnberg, der vier Punkte vor den Schanzerinnen liegt. Die Nürnbergerinnen haben mit minus 82 Treffern zwar dieselbe Tordifferenz wie die Schanzerinnen, bei Punktgleichheit zählt jedoch der direkte Vergleich - und den hat Nürnberg gewonnen. Gegenüber dem FCN müsste die HG in den noch ausstehenden drei Spielen also fünf Punkte aufholen, indem Ingolstadt entweder alle drei Partien gewinnt und Nürnberg höchstens einen Punkt holt, oder bei zwei Siegen und einem Remis der Schanzerinnen und gleichzeitig drei Niederlagen der Nürnbergerinnen. "Ich sehe aber eher Ismaning als Gegner", sagt Geier, denn: Den direkten Vergleich mit dem TSV haben die Schanzerinnen nach dem 27:30 in der Hinrunde und dem 27:20 in der Rückrunde für sich entschieden. Die Ingolstädterinnen müssen also mindestens zwei Partien gewinnen und auf drei Niederlagen der Ismaningerinnen hoffen, um den TSV noch zu überholen. Bei drei Siegen der Ingolstädterinnen dürfte Ismaning nur ein Spiel gewinnen, dann würde erneut der direkte Vergleich den Ausschlag für die HG geben. Bei zwei Siegen und einem Remis der HG dürfte der TSV nur einen Punkt holen.

Theoretisch könnte auch der TSV Ottobeuren noch eingeholt werden, der fünf Punkte vor der HG liegt und den direkten Vergleich mit Ingolstadt verloren hat. Dazu müssten die Schanzerinnen alle drei Spiele gewinnen, Ottobeuren dürfte höchstens einen Punkt holen - oder die HG holt durch zwei Siege und ein Unentschieden fünf Punkte und Ottobeuren keinen.

"Realistisch gesehen ist die Chance auf den Klassenerhalt nicht groß", meint Geier, zumal mit dem Vierten HC Erlangen ein starker Gegner wartet, bei der die HG am kommenden Sonntag (13 Uhr) gastiert. Melanie Pöschmann wird dann fehlen; ob sie in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommt, hängt von den nächsten Ergebnissen ab. Für Geier kann die HG nur noch gewinnen: "Vor ein paar Monaten hätte keiner gedacht, dass wir im April noch eine Chance haben - wir haben sie aber noch. Es wird schwierig", aber jetzt, da die HG erneut mit dem Rücken zur Wand steht, "ist es vielleicht leichter".

HG Ingolstadt: Hesse (Tor) - Häußler (5), Günther, Pöschmann (je 4), Dietz (3), Fischer, Edelsbrunner, Ulisch, Wunsch (je 2), Remy (1), Regensburger, Jens, von Frankenberg, Schotterer


HG Ingolstadt bleibt dran

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: Handballerinnen feiern beim 32:19 gegen die SG Schwabach/Roth den zweiten Sieg in Folge

 

Erneuter Erfolg für die Handballerinnen der HG Ingolstadt in der Bayernliga: Beim 32:19 (15:8) bei der SG Schwabach/Roth am vergangenen Samstag dominierten die Schanzerinnen über die gesamte Spielzeit und fuhren den zweiten Sieg in Serie ein.

 

Wieder einmal zeigte sich, dass bei der HG die Konstanz im Kader mit der Konstanz der Ergebnisse einhergeht. Wie in der Vorwoche konnte Trainer Peter Geier mit 13 Spielerinnen auf beinahe das komplette Personal zurückgreifen, da konnte auch der Ausfall von Simone Jens verkraftet werden. Neu dabei war dafür Katharina Fischer. "Ich hatte ein bisschen Angst, wie es ohne Simone laufen würde", bekannte Geier, die Angst war jedoch unbegründet: Melanie Pöschmann ersetzte sie im Mittelblock zusammen mit Maria Häußler, mit neun Toren interpretierte sie diese Rolle in der favorisierten 6-0-Deckung gewohnt offensiv. Der Plan der HG war es auch, auf anderen Positionen Druck zu machen, denn: "Dass Melanie gefährlich ist, wissen die anderen auch." Die Verteilung der Torschützen zeigt aber, dass der Plan aufging, Geier zeigte sich erfreut: "Wir sind nun schwerer auszurechnen."

 

Die ersten Minuten verliefen jedoch holprig: Nach anderthalb Minuten gingen die Gastgeberinnen in Führung, im Gegenzug scheiterte Pöschmann per Siebenmeter. Nach knapp vier Minuten erhöhte die SG auf 2:0, es war der Weckruf für die Schanzerinnen: Binnen drei Minuten drehten sie das Spiel zum 2:3 (7. Minute). Es gelang der HG schon in dieser frühen Phase des Spiels, den Grundstein für den Sieg zu legen, als die Gastgeberinnen in den kommenden zwölf Minuten nur noch zweimal trafen, die HG jedoch sechsmal - 9:4 für Ingolstadt nach 18 Minuten. "Die Abwehr zusammen mit Luise Hesse war wieder überragend", lobte Geier, für Dominique Bittl wurde es so wieder nichts mit einem Einsatz, denn: "Es gab keinen Grund zu wechseln." Auch eine Auszeit der SG konnte die Ingolstädterinnen nicht stoppen, sie hielten ihre konsequente Linie im defensiven und offensiven Bereich bei und gingen mit einer Sieben-Tore-Führung in die Pause (15:8).

"Wir wollten in der zweiten Hälfte genauso stabil stehen und uns nicht auf dem Vorsprung ausruhen", sagte Geier, und das gelang: 20:10 nach 40 Minuten, 26:14 nach 50 Minuten, der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. "Wir haben immer weniger Löcher in unserem Spiel", meinte Geier. Letztlich standen mit dem 32:19 der höchste Sieg der Saison, die wenigsten Gegentore bislang in einem Spiel sowie die erste Miniserie von zwei hintereinander gewonnenen Spielen in dieser Spielzeit. "Ich habe nie Angst gehabt, dass es knapp wird", resümierte Geier, und ergänzte: "Jeder Mannschaftsteil hat sehr strukturiert gespielt, das waren gelungene 60 Minuten. Wir werden von Spiel zu Spiel besser, die Ergebnisse kommen dann von allein."

 

Und die Chancen stehen gut, dass die Siegesserie weiter ausgebaut wird: Am kommenden Samstag (18.15 Uhr) gastiert der Tabellenletzte SG DJK Rimpar in Ingolstadt, bei einem eigenen Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage des TSV Ismaning beim Haspo Bayreuth könnte die HG bis auf zwei Punkte an den TSV und damit ans rettende Ufer herankommen. Der HG-Trainer zeigt sich optimistisch: "Ich glaube, dass Ismaning nicht mehr so viel gewinnen wird - und dass wir nicht mehr so viel verlieren werden."

 

 

HG Ingolstadt: Hesse, Bittl (Tor) - Pöschmann (9), Häußler (7), Wunsch (4), Dietz, Günther (je 3), von Frankenberg, Ulisch (je 2), Edelsbrunner, Remy (je 1), Fischer, Schotterer


Auf und Ab bei der Revanche

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: Handballerinnen der HG Ingolstadt gewinnen gegen den TSV Ismaning mit 27:20

 

Die Revanche ist geglückt: Nach dem 27:30 gegen den TSV Ismaning vor vier Wochen machten es die Handballerinnen der HG Ingolstadt am Sonntag besser und schlugen den TSV mit 27:20 (11:9). Durch den vierten Saisonsieg kletterten die Ingolstädterinnen auf den drittletzten Platz.

 

"Eigentlich müssen wir das gewinnen", hatte HG-Trainer Peter Geier in der Vorwoche gesagt, sein Optimismus war der Personalsituation zu verdanken: Zwar fehlte dieses Mal Katharina Fischer, wieder an Bord waren dafür die beiden Leistungsträgerinnen Simone Jens und Lison Remy.

 

Jens unterstrich erneut ihren Wert fürs Team und war mit neun Toren beste Schützin der Partie, Remy wurde nach zweiwöchiger Pause, in der sie kaum trainiert hatte, langsam herangeführt. "In den nächsten Wochen ist sie wieder häufiger dabei", kündigte Geier an, der mit voller Besetzung auf die favorisierte 6-0-Deckung mit dem Mittelblock aus Jens und Maria Häußler setzen konnte. Auch die Stammtorhüterin der Vorsaison war mal wieder im Kader: Dominique Bittl, die aufgrund einer beruflichen Veränderung ihres Partners nach Ungarn gezogen ist, befindet sich auf Heimaturlaub, zu einem Einsatz kam sie jedoch nicht.

 

So sollte der nächste Sieg gelingen, das war das Ziel, die Taten ließen nicht lange auf sich warten: Die Schanzerinnen starteten gegen den Elften fulminant in die Partie und führten nach vier Minuten 4:0. Nach drei Minuten hatten die Gäste schon eine Auszeit genommen, den Schwung der HG konnten sie jedoch nicht stoppen. Zwar kam Ismaning noch einmal auf zwei Tore heran (5:3, 12. Minute), ein erneuter Lauf der Ingolstädterinnen zeigte ihnen jedoch die Grenzen auf: Fünf Tore innerhalb von neun Minuten bedeuteten das 10:3 (21.), da spielte es auch keine Rolle, dass die HG in dieser Phase nach einer Zeitstrafe für Birgit Schotterer sogar zwei Minuten in Unterzahl spielte.

Die Gäste steckten aber weiterhin nicht auf und legten vor der Pause einen Vier-Tore-Lauf hin, plötzlich hieß es nur noch 11:9. "Da haben wir etwas unsere Linie verloren", monierte Geier, und erklärte: "Wir hatten das Gefühl, etwas Besonderes machen zu müssen, wie Pässe über 20 Meter zu spielen."

 

Die ersten sechs Minuten nach der Pause gestaltete Ismaning ausgeglichen und verkürzte sogar auf ein Tor (13:12, 37.), fünf schnelle Tore der HG stellten dann scheinbar endgültig die Weichen auf Sieg (18:12, 43.). Der Eindruck täuschte jedoch: Ein letztes Aufbäumen der Gäste brachte sie erneut auf 21:19 heran (55.), in den letzten fünf Minuten gelang ihnen aber nur noch ein Tor - die HG gestaltete den Sieg dann sogar deutlich und gewann mit 27:20. "Wir waren in der Abwehr besser, wir waren im Angriff besser, am Ende war der Sieg aber etwas zu hoch", resümierte Geier.

 

Einen großen Anteil am Sieg räumte er Torhüterin Luise Hesse ein, die in den engen Phasen dafür gesorgt hatte, dass Ismaning nie zum Ausgleich kam: "Sie hat überragend gehalten." Ebenso stellte der Trainer einen Entwicklungsprozess seiner Mannschaft fest: Trotz des Auf und Ab sei die HG "nicht psychisch eingebrochen", vielmehr hätte man das Selbstbewusstsein gehabt, zu zeigen: "Wir wollen gewinnen."

 

Das gilt auch für das nächste Spiel, ein Sieg am kommenden Samstag (18.30 Uhr) ist fast schon Pflicht: Dann gastiert die HG beim Vorletzten SG Schwabach/Roth. "Erstens spielen wir auswärts, zweitens spielen die mit Harz, das ist eine Herausforderung für uns", bemerkte Geier zwar, angesichts des Rückstandes von sechs Punkten auf den rettenden elften Platz sagt er aber auch: "Wir fahren hin, um zu gewinnen."

 

HG Ingolstadt: Hesse, Bittl (beide Tor) - Jens (9), Pöschmann (5), Dietz (4), Häußler (3), Edelsbrunner, Günther (je 2), Ulisch, Wunsch (je 1), von Frankenberg, Remy, Schotterer


Viele Treffer, kein Ertrag: Auch die siebenfache HG-Torschützin Maria Häußler konnte die Niederlage nicht verhindern
Viele Treffer, kein Ertrag: Auch die siebenfache HG-Torschützin Maria Häußler konnte die Niederlage nicht verhindern

HG wacht zu spät auf

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: Handballerinnen verlieren nach schwacher erster Hälfte bei der HSG Fichtelgebirge mit 25:28

 

Erneuter Rückschlag für die Handballerinnen der HG Ingolstadt in der Bayernliga: Beim Tabellensechsten HSG Fichtelgebirge liefen die Schanzerinnen einem frühen Drei-Tore-Rückstand hinterher und unterlagen am Ende mit 25:28 (9:16).

 

Es ist das alte Lied der HG-Damen: Von Woche zu Woche muss Trainer Peter Geier mit einem veränderten Kader arbeiten, in den letzten Wochen stabilisierte sich zwar die Situation, und dennoch gibt es keine Konstanz beim Personal. Am vergangenen Samstag fehlte die in der Vorwoche beim Sieg gegen den ASV Dachau so starke Simone Jens, dafür wieder dabei war Maria Häußler. Und die spielte mit sieben Treffern direkt die gewohnt bedeutende Rolle und übertraf damit auch Top-Torjägerin Melanie Pöschmann, die nur zweimal aus dem Spiel sowie dreimal per Siebenmeter traf.

 

Wie schon in der Vorwoche setzte Geier auf eine 6-0-Deckung mit dem Mittelblock aus Pöschmann und der zurückgekehrten Häußler. "Melanie hat über rechts Druck gemacht, das konnte Maria dann über links nutzen", erklärte Geier die ungewohnte Rolle Pöschmanns. Das alles spielte in den ersten Minuten aber weniger eine Rolle: Das Spiel hatte kaum begonnen, da war es schon in eine entscheidende Richtung gelenkt. Die Gastgeber überrannten die HG und trafen bereits nach 27 Sekunden, nach zwei Minuten stand es 3:0. "Da waren wir gedanklich zu langsam", kritisierte Geier. Häußler und Pia Dietz verkürzten auf 2:3 (5.), näher sollten die Schanzerinnen in diesem Spiel aber nicht an einen Punktgewinn herankommen.

Ein erneuter Lauf der HSG, die zwischen der achten und 16. Minute viermal in Folge traf und damit auf 8:3 erhöhte, nahm den Ingolstädterinnen schnell den Wind aus den Segeln. Nach 20 Minuten stellte Geier um auf das gewohnte 3-2-1, besser wurde es zunächst aber nicht: In die Pause ging es mit sieben Toren Rückstand für die HG (16:9).

 

In der zweiten Hälfte steigerten sich die Schanzerinnen deutlich und verkürzten nach 41 Minuten auf 15:19, nach knapp 50 Minuten kam sie sogar auf drei Tore ran (20:23).

 

Am Ende war die Bürde der ersten Halbzeit jedoch zu groß: Die zweite Hälfte ging zwar mit 16:12 deutlich an die HG, die Punkte aber an die HSG Fichtelgebirge, die schließlich mit 28:25 gewann. "In den ersten 35 Minuten haben wir gespielt wie eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel, in den letzten 25 Minuten wie eine Mannschaft aus dem oberen Drittel", resümierte Geier. Den Grund des plötzlichen Aufschwungs in der zweiten Hälfte sah der HG-Trainer im mentalen Bereich: Ein paar gute Aktionen in Folge hätten für einen "positiven Geist" gesorgt und gezeigt, "dass wir eine Chance haben", letztlich war es aber so: "Wir hätten eine Wurfquote von hundert Prozent haben müssen, um den Rückstand noch aufzuholen."

 

Die Erinnerungen an den kommenden Gegner dürften noch recht frisch sein: Vor drei Wochen gastierte die HG im Nachholspiel beim TSV Ismaning und unterlag ersatzgeschwächt mit 27:30, die Chance auf Wiedergutmachung gibt es am kommenden Sonntag (15 Uhr) in der heimischen Paul-Wegmann-Halle. Ein Sieg gegen den Tabellenelften erscheint machbar, Geier meint: "Wir hätten schon das erste Spiel gewinnen müssen", dazwischengekommen seien jedoch die "unglücklichen Umstände" mit der Roten Karte für Geier und die Verletzung seiner Tochter Sarah. Beim Revancheversuch rechnet Geier mit einem vollen Kader und sagt deshalb: "Das müssen wir eigentlich gewinnen."

 

HG Ingolstadt: Hesse (Tor) -

Häußler (7), Pöschmann (5), Dietz (4), Wunsch (3), Ulisch (2), Fischer, von Frankenberg, Schotterer, Günther (je 1), Edelsbrunner


HG setzt Ausrufezeichen

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: Handballerinnen schlagen den Tabellendritten ASV Dachau mit 29:26

 

Sie sind noch da: Am vergangenen Sonntag haben die Handballerinnen der HG Ingolstadt in der Bayernliga den ASV Dachau mit 29:26 (15:15) besiegt. Gegen den Tabellendritten überzeugten die Schanzerinnen besonders in der zweiten Halbzeit und feierten am Ende den dritten Saisonsieg.

 

Es bestätigte sich das Credo von HG-Trainer Peter Geier, nach dem sein Team in Bestbesetzung mit jeder Mannschaft der Bayernliga mithalten könne. In der Tat war mit Simone Jens wieder eine wichtige Stütze an Bord, sie erzielte direkt acht Tore. Pia Dietz stieß erstmals nach ihrem Auslandspraktikum wieder zur Mannschaft und agierte im rechten Rückraum. Neu dabei im Kader waren Sandra Huber als zweite Torhüterin sowie Nicole Murgg, sie blieben jedoch ohne Einsatzminute. Die Ausfälle von Maria Häußler und Lison Remy konnte die HG am Ende dennoch kompensieren.

 

Insofern lief die Partie gegen Dachau mit 13 Kaderspielerinnen von Beginn an voll nach Plan: Nach zwei Minuten und zwei Treffern von Jens führte die HG mit 2:0. Nach knapp fünf Minuten traf Melanie Pöschmann zum 4:2, in der Folge gab es jedoch einen Bruch im Spiel: Ingolstadt gelang in den folgenden zehn Minuten nur ein Tor. Dachau glich aus zum 4:4 (8. Minute), ging erstmals in Führung (6:5, 10.) und war plötzlich mit vier Toren vorn (9:5, 16.). HG-Coach Geier bemängelte in dieser Phase "kleine Konzentrationsschwächen" wie Abspiel- oder Fangfehler. Als Antwort stellte er in der Abwehr vom gewohnten 3-2-1-System auf eine 6-0-Deckung um. Und das fruchtete: Birgit Schotterer konzentrierte sich nun auf ihre Kernaufgaben und gab "einen guten Part in der Abwehr", lobte Geier. Die Schanzerinnen konnten sich noch in Hälfte eins fangen und glichen zum 14:14 aus (29.), mit 15:15 ging es in die Pause.

 

Nach dieser dauerte es knapp drei Minuten, bis Jens das erste Tor der zweiten Hälfte gelang, die erneute Führung. Und diese sollte die HG nicht mehr hergeben: Zwischen der 41. und 44. Minute gelang ihnen ein Lauf von drei Toren in Folge, am Ende war es der Baustein für den Sieg. "Das war dann souverän, wir mussten nicht mehr zittern", berichtete Geier. Mehrfach lagen die Schanzerinnen sogar mit fünf Toren vorn, Dachau verkürzte nur noch auf 29:26. Ihren Anteil daran hatte auch Torhüterin Luise Hesse, welcher Geier eine "starke Leistung" attestierte. Auch Lisa Günther verdiente sich ein Extralob, als Spielgestalterin habe sie eine "gute Rolle im Angriff" gespielt und sich "individuell stets gefährlich" gezeigt, urteilte Geier.

 

Damit stand nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder ein Sieg für die HG und die Erkenntnis: "Wenn wir mit komplettem Kader antreten, werden wir nicht viele Spiele verlieren." Den nächsten Erfolg soll es am kommenden Samstag (14.30 Uhr) geben, wenn die Ingolstädterinnen bei der achtplatzierten HSG Fichtelgebirge gastieren.

 

HG Ingolstadt: Hesse, Huber - Pöschmann (10), Jens (8), Ulisch (4), Günther (3), Dietz (2), Edelsbrunner, Wunsch (je 1), Fischer, von Frankenberg, Schotterer, Murgg.


Fällt lange aus: HG-Spielerin Sarah Geier zog sich im Auswärtsspiel gegen Ismaning einen Armbruch zu und wird den Ingolstädter Handballerinnen mindestens bis Saisonende fehlen
Fällt lange aus: HG-Spielerin Sarah Geier zog sich im Auswärtsspiel gegen Ismaning einen Armbruch zu und wird den Ingolstädter Handballerinnen mindestens bis Saisonende fehlen

HG verliert Spiel und Geier

(Quelle Donaukurier)

 

Schwere Verletzung der Rückraumspielerin überschattet Ingolstädter 27:30-Niederlage in Ismaning

 

Keine Punkte beim Tabellennachbarn geholt und dazu noch ein schmerzlicher Ausfall: Die Handballerinnen der HG Ingolstadt lagen am Samstag beim Tabellenelften TSV Ismaning lange auf Kurs, unterlagen letztlich aber mit 27:30 (14:15).

 

"Wir konnten nicht die Leistung abrufen, zu der wir imstande sind", haderte Trainer Peter Geier. Rückraumspielerin Sarah Geier verletzte sich zudem schwer.

 

Wie bereits in der Vorwoche konnten Simone Jens und Lucie Maillard aus der zweiten Mannschaft nicht aushelfen, immerhin konnten Julia Ulisch und Maria Häußler wieder spielen. Häußler fügte sich mit sieben Treffern dann auch direkt gut ein. Elf Ingolstädterinnen waren gegen 14 TSV-Spielerinnen dennoch in der Unterzahl. Das sind die Schanzerinnen aber mittlerweile gewohnt, und so entwickelte sich auch gegen den TSV besonders in der ersten Hälfte ein munteres Treiben auf beiden Seiten, in dem sich aber keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.

 

Die erste Zwei-Tore-Führung erspielte sich Ismaning nach neun Minuten (4:2), die Antwort der HG kam mit Wucht: Binnen dreieinhalb Minuten erzielten die Schanzerinnen drei Tore in Folge und gingen erstmals in Führung (4:5, 13. Minute). In der Folge war es jeweils Häußler, die einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Gäste herstellte (6:8, 19./10:12, 26.). Nach knapp 29 Minuten erzielte Top-Torjägerin Melanie Pöschmann das 14:13 für die HG, Ismaning gelangen aber noch zwei schnelle Tore und so 26 Sekunden vor der Pause die 15:14-Führung. Das bewährte 3-2-1-System der HG funktionierte erneut gut, "wir waren aber zu hektisch und haben leichte Fehler gemacht", urteilte Geier.

 

Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte: zwei schnelle Tore des TSV, drei Tore Vorsprung, 17:14. Kein optimaler Start für die HG, und es wurde nicht besser: Nach 39 Minuten lag Ismaning sogar mit fünf Toren vorn (21:16). Zum bitteren Nachmittag aus Ingolstädter Sicht passte dann die nächste Szene, in der HG-Spielerin Sarah Geier in der Luft stand, umgestoßen wurde und sich beim Aufprall den Arm brach. Das Schiedsrichtergespann ließ weiterspielen, Trainer Peter Geier schrie "Was soll das?" - und bekam dafür eine Zwei-Minuten-Strafe. Als das Spiel unterbrochen war, lief er aufs Feld zu seiner Tochter und rief laut eigener Aussage zum Schiedsrichter: "Eine Spielerin liegt auf dem Boden" - die Konsequenz: eine Rote Karte. "Alle in der Halle waren entsetzt", berichtete Geier, der die Strafe nicht nachvollziehen konnte, seine diplomatische Bewertung: "Das war eine sehr unglückliche Situation."

 

In der Folge kümmerte sich Geier um seine Tochter und verfolgte die letzten Minuten des Spiels auf der Tribüne. Die Mannschaft musste sich selber coachen, am Ende verkürzte Pöschmann nur noch per Siebenmeter auf 27:30. Aus dem zweiten Rückrundensieg wurde so nichts, die nächste Chance auf zwei Punkte gibt es in zwei Wochen wieder: Gegner am Sonntag (15 Uhr) ist dann der Dritte ASV Dachau, der der HG in der Hinrunde mit dem 36:16 die bislang höchste Saisonniederlage beschert hatte. "Die zwei Wochen tun gut nach solch einem emotionalen Spiel", meinte Geier. Möglicherweise wieder dabei ist dann Pia Dietz nach ihrem Auslandspraktikum. "Sie könnte ein guter Faktor im Rückraum sein", sagte Geier, und dort auch seine Tochter ersetzen, für die die Rückrunde gelaufen ist. Ob Trainer Geier nach der Roten Karte im nächsten Spiel wieder an der Seitenlinie stehen darf, ist noch unklar, er möchte dem Bayerischen Handball-Verband diesbezüglich schreiben und seine Sicht der Dinge schildern.

 

 

HG Ingolstadt:

Hesse (Tor) - Pöschmann (11), Häußler (7), Edelsbrunner, Fischer, Günther (je 2), Geier, Remy, Wunsch (je 1), Ulisch, von Frankenberg


Überraschung verpasst: Die HG Ingolstadt um Katharina Fischer (rechts) konnte gegen den Tabellenführer HSV Bergtheim mithalten, am Ende aber war der Ligaprimus zu stark.
Überraschung verpasst: Die HG Ingolstadt um Katharina Fischer (rechts) konnte gegen den Tabellenführer HSV Bergtheim mithalten, am Ende aber war der Ligaprimus zu stark.

Eine Nummer zu groß

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Handballerinnen agieren gegen Tabellenführer Bergtheim lange auf Augenhöhe, verlieren aber mit 28:35

 

Der Tabellenführer war eine Nummer zu groß: Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben am Samstag in der Bayernliga beim HSV Bergtheim lange auf Augenhöhe agiert, unterlagen am Ende aber mit 28:35 (14:16).

 

"Wir haben das Optimum rausgeholt", meinte Trainer Peter Geier, denn die Vorzeichen standen bereits vor dem Spiel alles andere als gut: Während Geier beim Sieg gegen den TSV Ottobeuren in der Vorwoche noch auf 14 Spielerinnen zurückgreifen konnte, standen ihm diesmal nur neun Sportlerinnen zur Verfügung. Besonders vermisst wurden die drei Schlüsselspielerinnen Simone Jens, Lucy Maillard und Maria Häußler, die gegen Ottobeuren zusammen mit Torjägerin Melanie Pöschmann den Unterschied ausgemacht hatten. Auch Maria Regensburger, Julia Ulisch und Svenja Sandgruber fehlten gegen den Bergtheim.

 

Dagegen kam erstmals nach ihrem Auslandsstudium Vanessa von Frankenberg zum Einsatz, die bereits in der Vorwoche auf der Bank gesessen hatte. "Sie ist eine Bereicherung", meinte Geier - mit der Einschränkung: "Wenn sie nun regelmäßig trainieren kann." Auch Kreisläuferin Lison Remy bot mit sechs Toren eine gute Partie. "Das Zusammenspiel mit dem Rückraum hat gut geklappt", lobte Geier.

Dank Remy ging es auch gleich gut los: Nachdem Bergtheim nach 55 Sekunden in Führung gegangen war, glich zunächst Pöschmann aus (4. Minute), Remy erzielte dann das 2:1 für die HG (5.). Es folgten Tore im Minutentakt auf beiden Seiten. Nach 14 Minuten erspielten sich die Schanzerinnen sogar zwei Tore Vorsprung (8:6). Auch nach 21 Minuten waren die Gäste zwei Tore vorn, als Pöschmann zum 12:10 traf. Dies sollte aber die letzte Führung der HG in dieser Partie sein.

 

Innerhalb der nächsten sechs Minuten legte Bergtheim die Grundlage für den Sieg: Vier Treffer in Folge brachten die Gastgeber mit 14:12 in Führung (28.), zur Halbzeit stand es 16:14. Geier setzte fast durchgehend auf die bewährte 3-2-1-Deckung. "In der Abwehr war das fast die beste Leistung der Saison", meinte der Trainer. Und dennoch konnten die HG-Handballerinnen dem HSV zu Beginn der zweiten Hälfte nichts entgegensetzen, im Gegenteil: Nach 35 Minuten lag Bergtheim mit vier Toren vorn (20:16). Die Kräfte der neun HG-Damen hielten gegen die 14 HSV-Spielerinnen bis zur 44. Minute, als Remy die Partie noch einmal spannend machte und auf 22:23 verkürzte.

Dann ging es schnell: Vier Minuten reichten Bergtheim für fünf Tore (27:23), das Spiel war entschieden. "Natürlich haben wir dann auch ein paar Prozentpunkte nachgelassen", meinte Geier. Letztlich standen eine aufgrund der Personalsituation und der Stärke des Gegners akzeptable 28:35-Niederlage und Geiers Erkenntnis: "Mit einem kompletten Kader hätten wir die Chance gehabt, gegen den Tabellenführer zu gewinnen." Ebenso freute sich Geier über das taktische Verständnis seiner Mannschaft: Das 3-2-1-System sei mittlerweile so ausgereift, "dass wir auch mit dünner Personaldecke mithalten können".

 

Kein Punkt für die Tabelle, Selbstbewusstsein fürs Team: Ingolstadt bleibt damit vorerst Tabellenzwölfter. Die nächste Aufgabe erscheint leichter: Am kommenden Samstag (18 Uhr) gastiert die HG beim Elften TSV Ismaning. Geier erwartet einen vollen Kader, er schließt daraus: "Da rechnen wir uns was aus."

 

HG Ingolstadt: Hesse (Tor) - Pöschmann (14), Remy (6), von Frankenberg, Geier (je 2), Fischer, Edelsbrunner, Wunsch, Günther (je 1).

 


Befreiender Sieg

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: Personell breiter aufgestellte HG-Handballerinnen holen beim 38:30 gegen Ottobeuren zweiten Saisonerfolg

 

Der Bann ist gebrochen: Am vergangenen Samstag besiegten die Handballerinnen der HG Ingolstadt in der Bayernliga den neuntplatzierten TSV Ottobeuren deutlich mit 38:30 (20:19) und errangen damit den ersten Sieg der Rückrunde. „Wenn wir weiter so konsequent spielen, dann kommen die Siege von selbst“, zeigte sich HG-Trainer Peter Geier erfreut.

 

"Wenn wir weiter so konsequent spielen, dann kommen die Siege von selbst", zeigte sich HG-Trainer Peter Geier erfreut.

 

Die HG kam direkt gut in die Partie und durch Simone Jens nach knapp zwei Minuten zum ersten Tor und der ersten Führung (1:0). Jens spielt in der zweiten Mannschaft und konnte zuletzt studienbedingt nicht aushelfen. „Sie war schon im Aufstiegsjahr ein entscheidender Faktor“, erklärte Geier und ergänzte: „Wenn sie dabei ist, sind wir eine Klasse besser.“ Jens fügte sich dann auch nahtlos ein und erzielte letztlich sechs Treffer. Zusammen mit Maria Häußler und Lucie Maillard aus der Reserve, die zuletzt nicht regelmäßig zum Einsatz kommen konnten, erkennt Geier ein Trio, „das uns guttut.“ Wieder dabei war auch Vanessa von Frankenberg nach ihrem Auslandsstudium und Svenja Sandgruber aus der zweiten Mannschaft, sie blieben jedoch ohne Einsatz. Auch Außenspielerin Ina Wunsch stand nach dreimonatiger Verletzung wieder auf der Platte, „sie ist ein guter Faktor“, lobte Geier.

 

Die erste Drei-Tore-Führung spielten sich die Schanzerinnen nach acht Minuten heraus, als die erneut starke Melanie Pöschmann auf 6:3 stellte. Ottobeuren blieb aber stets dran und verkürzte in der Folge den Rückstand, zwischenzeitlich kamen die Gäste sogar viermal zum Ausgleich – so auch in der 30. Minute (19:19). Die HG fand jedoch noch rechtzeitig die passende Antwort: Julia Ulisch sorgte eine Sekunde vor dem Halbzeitpfiff für die 20:19-Führung. Dass die HG zur Halbzeit in Front lag, lag auch an Pöschmanns acht Toren in Hälfte eins, am Ende kam sie auf 13 Treffer.

In der Pause stellte Geier vom 3-2-1-System auf eine 6-0-Deckung um. „Das hat bedeutend besser funktioniert“, sagte der Trainer, und in der Tat lief der Beginn der zweiten Halbzeit wie gemalt für die Ingolstädterinnen: Nach 37 Minuten führten sie mit 26:21. Ottobeuren fand keine Antwort auf den kompakten HG-Mittelblock, bestehend aus Maria Häußler und Simone Jens. Auf der anderen Seite verzweifelte der TSV-Trainer ob der vielen Gegentore seiner Mannschaft. Auch eine kurz zuvor genommene Auszeit brachte die Gäste nicht zurück ins Spiel, im Gegenteil: Mit dem Rückenwind der sicheren Führung agierte die HG weiter zielstrebig in Richtung Gästetor und lag am Ende mit acht Toren vorn – 38:30, Saisonsieg Nummer zwei nach dem 35:32 gegen die SG Schwabach/Roth in der Hinrunde und die Bestätigung für die zuletzt verbesserten Leistungen. Geier hat nun alle Spielerinnen der Aufstiegsmannschaft an Bord, „das Niveau spiegelt sich im Ergebnis wider“, wie er meinte. Die Entwicklung der Mannschaft gepaart mit dem nun komfortablen Personalstand veranlasst den HG-Trainer zu der Einschätzung: „In dieser Konstellation gehören wir zu den Top Sechs der Bayernliga.“

 

Eine Wiederholung im nächsten Spiel wird jedoch schwierig: Am Samstag (18 Uhr) geht es zum Tabellenführer HSV Bergtheim, der in dieser Saison erst zwei Punkte liegen gelassen hat. „Das wird schwer“, meinte Geier, gegen den starken Gegner sieht er aber die Chance, „dass wir uns weiterentwickeln“.

 

HG Ingolstadt: Hesse – Pöschmann (10/3), Jens (6), Geier (4), Fischer, Häußler, Maillard (je 3), Günther (2), Regensburger, Edelsbrunner, Ulisch, Wunsch (je 1), von Frankenberg, Sandgruber.


Gut, aber nicht gut genug

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga-Handballerinnen der HG agieren in Nürnberg lange auf Augenhöhe, verlieren jedoch mit 28:33

 

Auch im dritten Spiel des Jahres gab es für die Handballerinnen der HG Ingolstadt in der Bayernliga keine Punkte: Beim Tabellenzehnten 1. FC Nürnberg kämpften sich die Schanzerinnen zwar immer wieder ran, verloren am Ende aber mit 28:33 (14:17).

 

Vor Beginn des Spiels ergab sich aus Ingolstädter Sicht ein Novum: Zum ersten Mal in der Rückrunde und erst zum dritten Mal in der laufenden Saison hatte die HG mit zwölf Spielerinnen einen größeren Kader zur Verfügung als der Gegner. So war nach einer Woche Pause Birgit Schotterer wieder dabei und half in der Abwehr aus.

 

Die Partie begann für die HG durchaus vielversprechend: Nach vier Minuten brachte Sarah Geier die Ingolstädterinnen erstmals in Führung (3:2). Nürnberg agierte in der Folge jedoch druckvoller und setzte sich nach knapp zwölf Minuten mit drei Toren ab (4:7). HG-Trainer Peter Geier stellte von einer 3-2-1-Formation auf eine 6-0-Deckung um, die Abläufe klappten nun besser. Die HG-Damen blieben so stets dran und drehten nach 18 Minuten durch Lisa Günthers Treffer abermals die Partie (9:8). "Entscheidend war vor allem, dass wir in dieser Phase in der Abwehr konsequenter agiert haben", so Geier. Den Vorsprung konnten die Ingolstädterinnen aber nur drei Minuten lang halten. Nürnberg zog noch mal an und ging schließlich mit einem 17:14 in die Pause.

 

Der Beginn der weiten Hälfte die Antwort der HG: Nach 33 Minuten konnte Bianca Edelsbrunner zum 17:17 ausgleichen. In der Folge zeichnete sich jedoch ein Muster ab, das schon in Hälfte eins zu beobachten war: Nürnberg legt immer wieder vor, Ingolstadt lief hinterher. Eine Führung gelang den Schanzerinnen nicht mehr. Dennoch schnupperten sie bis fünf Minuten vor Schluss an einem Punktgewinn, nachdem Melanie Pöschmann per Siebenmeter erneut den Ausgleich (27:27) hergestellt hatte.

 

"Wir kommen einem Punktgewinn oder sogar einem Sieg immer näher", meinte Trainer Geier. Dass es diesmal nicht reichte, lag auch an einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung. Beim Stand von 28:27 für Nürnberg verwandelte Pöschmann zunächst einen Siebenmeter. Der Treffer wurde jedoch nicht anerkannt, weil der Unparteiische beim Fallwurf Pöschmanns einen regelwidrigen Absprung erkannt hatte. "Sie wirft seit zehn Jahren gleich, da fehlte dem Schiedsrichter das Gespür", schimpfte Geier, und ergänzte: "Danach war unser Wille gebrochen." Nürnberg nutzte diese Phase und eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Lison Remy, um davonzuziehen und den 33:28-Endstand herzustellen.

 

"Wir sind auf dem Niveau der Bayernliga angekommen und absolut auf Augenhöhe", zog Geier dennoch ein zufriedenes Fazit. Der nächste Erfolg sollte aus seiner Sicht nicht mehr lange auf sich warten lassen. "Es kommt auf Kleinigkeiten an. Da fehlen nur Nuancen."

 

Überragende HG-Werferin war Pöschmann mit 16 Toren, davon acht durch Siebenmeter. "Sie muss etwas entlastet werden", meint Geier, und hofft ab Februar auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft. Nächster Gegner ist am kommenden Samstag (20 Uhr) der Neunte TSV Ottobeuren.

 

 

HG Ingolstadt: Hesse (Tor) - Pöschmann (16), Häußler (3), Ulisch, Geier (je 2), Regensburger, Fischer, Edelsbrunner, Remy, Günther (je 1), Schotterer, Jozak


30 Minuten auf Sensationskurs

(Quelle Donaukurier)

 

HG-Handballerinnen verlieren trotz guter erster Hälfte gegen Top-Team HSG Würm-Mitte 29:33

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben in der Bayernliga eine Überraschung knapp verpasst. Im Duell gegen den Tabellenzweiten HSG Würm-Mitte hielten die Schanzerinnen lange gut mit und lagen zur Halbzeit sogar mit vier Toren vorne, am Ende setzte es jedoch ein 29:33 (17:13).

 

"Das war bisher unser bestes Saisonspiel", sagte Ingolstadts Trainer Peter Geier trotz der Niederlage am Samstag. Besonders in der ersten Halbzeit lieferte die HG den Gästen eine Partie auf Augenhöhe. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten sich die Gäste in der elften Minute erstmals mit drei Toren (4:7) etwas absetzen. Doch die Gastgeberinnen kamen zurück und glichen in Unterzahl - Melanie Pöschmann kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe - zum 9:9 aus.

 

Die Schanzerinnen verteidigten nun konsequenter und setzten sich in der Folge selbst etwas ab (14:10). Vor allem die Einwechslung von Maria Häußler, die zuletzt sechs Wochen berufsbedingt gefehlt hatte, machte sich bezahlt. Auch Lucie Maillard stand wieder zur Verfügung, nachdem sie zuletzt nur noch für die zweite Mannschaft aufgelaufen war. Mit einem Vier-Tore-Vorsprung (17:13) ging es die Kabine. "Die erste Halbzeit haben wir absolut dominiert", meinte Geier und ergänzte: "Der Gegner hatte keinen Plan, wie er gegen uns spielen sollte."

 

Nach Wiederbeginn setzte seine Mannschaft diesen Eindruck fort, führte immer noch mit drei Toren (19:16) - bis die HSG doch noch einen Plan fand, indem sie von einer offensiven auf eine defensive Abwehr umstellte. "Damit sind wir nicht zurechtgekommen", stellte Geier fest.

Die Folge: Innerhalb weniger Minuten drehte der Tabellenzweite die Partie und zog bis drei Minuten vor Schluss auf fünf Tore (25:30) davon. Die Ingolstädterinnen kämpften sich zwar noch einmal etwas heran, am Ende stand mit dem 29:33 aber erneut eine Niederlage der Kategorie "vermeidbar". "Es hat dann auch die Power gefehlt", stellte Geier fest. Dennoch bescheinigte er seiner Mannschaft eine gute Leistung: "Uns fehlen nur fünf Prozent, um gegen solche Spitzenteams zu gewinnen." Beste Ingolstädter Werferin war Sarah Geier mit sieben Toren. Melanie Pöschmann, mit 107 Treffern die beste Schützin der Liga, war sechsmal erfolgreich.

 

Die nächste Chance auf den ersehnten zweiten Saisonsieg bietet sich den Ingolstädterinnen am kommenden Samstag (18 Uhr), wenn die HG beim Tabellenelften 1. FC Nürnberg gastiert.

 

HG Ingolstadt: Hesse (Tor) - Geier (7 Tore), Pöschmann (6), Maillard (5), Fischer, Häußler (je 3), Edelsbrunner (2), Remy, Ulisch, Günther (je 1) Regensburger


Frust pur: Für Melanie Pöschmann & Co. wurde es am Ende nichts mit dem ersehnten zweiten Saisonsieg.
Frust pur: Für Melanie Pöschmann & Co. wurde es am Ende nichts mit dem ersehnten zweiten Saisonsieg.

Es fehlt die Frische im Kopf

(Quelle Donaukurier)

 

Bayernliga: HG-Handballerinnen verlieren nach guter erster Hälfte noch mit 27:35 gegen Mintraching/Neutraubling

 

Ingolstadt (DK) Die Handballerinnen der HG Ingolstadt sind in der Bayernliga mit einer Niederlage in das neue Jahr gestartet. Am vergangenen Samstag unterlag das Team von Trainer Peter Geier der SG Mintraching/Neutraubling trotz einer insbesondere vielversprechenden ersten Halbzeit noch mit 27:35 (13:12).

 

"Wir haben es 45 Minuten lang ordentlich gemacht und waren bis dahin auch die bessere Mannschaft. Aber in der Schlussphase haben uns die nötige Kraft und Konzentration gefehlt", berichtete Geier. Den Hauptgrund für den Einbruch sieht der HG-Trainer in der personellen Situation seiner Mannschaft. Zehn Spielerinnen konnte der Ingolstädter Coach aufbieten - der Gegner 14. "Von der Besetzung und der Qualität in der Breite sind wir aktuell nicht in der Lage, 60 Minuten das zu spielen, was wir spielen wollen", urteilte Geier.

 

Dabei hatte die Partie für die Schanzerinnen eigentlich nach Wunsch begonnen. Die HG führte im ersten Spiel des neuen Handball-Jahres nach Treffern von Lison Remy und Melanie Pöschmann früh mit 2:0. Fünfeinhalb Minuten brauchten die Gäste, um schließlich ihren ersten Treffer zu erzielen. In der Folge kam die SG zwar zum zwischenzeitlichen 6:6 (19. Minute) und 8:8 (24.), die Gastgeberinnen konnten aber immer wieder vorlegen. So erarbeiteten sich die HG-Damen wieder eine Zwei-Tore-Führung (10:8, 26.), obwohl Pöschmann von der gegnerischen Defensive alsbald in Einzeldeckung genommen wurde. Doch die HG brachte im Angriff eine siebte Feldspielerin für Torhüterin Luise Hesse. Zur Halbzeit lagen die Schanzerinnen dann 13:12 in Front - und schienen auf einem guten Weg, gegen den Tabellenfünften den ersehnten zweiten Saisonerfolg einzufahren.

 

Doch im zweiten Spielabschnitt folgte der Einbruch. War die Partie beim Stand von 21:21 (47.) noch völlig offen, starteten die Gäste anschließend einen Lauf: Durch fünf Tore in Folge zog die SG auf 21:26 davon - und die Moral der Schanzerinnen war gebrochen. "Mit dem Schwinden der Kräfte haben uns dann auch die Frische im Kopf und die Konzentration gefehlt. Dann hängst du dich an Kleinigkeiten auf und bist mit den Gedanken nicht mehr auf dem Feld", haderte Pöschmann. In der Schlussphase lag die HG dann zwischenzeitlich sogar mit neun Toren zurück (25:34, 58.). Satte 23 Treffer erzielten die Gäste am Ende in Halbzeit zwei - zu viel für die Gastgeberinnen, die ihrerseits in den zweiten 30 Minuten nur 14-mal ins Schwarze trafen. Somit stand am Ende eine aus Sicht der Ingolstädterinnen äußerst deprimierende 27:35-Heimpleite zu Buche.

 

Unentschieden endete in der Paul-Wegmann-Halle immerhin ein echtes Privatduell auf der Platte: Melanie gegen Melanie, Nummer zehn gegen Nummer zehn. Sowohl Pöschmann aufseiten der HG als auch Melanie Stöhr in Reihen der SG kamen am Ende auf acht Tore - das bedeutete Bestwert in einer Partie, die den Ingolstädter Handballerinnen zumindest die Erkenntnis lieferte, dass die Mannschaft spielerisch mit den Teams aus dem oberen Tabellendrittel mithalten kann - wenn auch nicht über die volle Distanz. "Wenn wir eine bessere Aufstellung haben, sind wir in der Lage zu punkten. Der Klassenerhalt ist noch möglich, ich traue das der Mannschaft zu", sagte Geier. "Es klingt vielleicht merkwürdig, aber ich bin gar nicht so unzufrieden mit dem Spiel. Es war das Maximum, was an diesem Tag möglich war." Insbesondere die Arbeit der offensiven 3:2:1-Abwehr habe über weite Strecken des Spiels gut funktioniert.

Und Hoffnung besteht tatsächlich: Ende Februar werden Vanessa von Frankenberg und Pia Dietz wieder zur Mannschaft stoßen. Und auch Simone Jens, die studienbedingt aktuell meist in der Reserve spielt, hat Geier noch nicht abgeschrieben. Zudem wurde Ex-Spielerin Birgit Schotterer reaktiviert, sie wird das Team bis Saisonende verstärken. Am kommenden Samstag (18 Uhr) gastiert der Tabellenzweite HSG Würm-Mitte in Ingolstadt.

 

HG Ingolstadt: Hesse (Tor) - Pöschmann (8), Edelsbrunner, Geier, Remy (je 4), Ulisch (3), Regensburger (2), Fischer, Schotterer (je 1), Günther


Anfangsphase verschlafen. Die Schanzerinnen um Sarah Geier (Mitte) kassierten am Ende eine deutliche Niederlage und überwintern auf dem vorletzten Platz der Bayernliga-Tabelle.
Anfangsphase verschlafen. Die Schanzerinnen um Sarah Geier (Mitte) kassierten am Ende eine deutliche Niederlage und überwintern auf dem vorletzten Platz der Bayernliga-Tabelle.

HG fehlt der Glaube

(Quelle Donaukurier)

 

Ingolstädter Handballerinnen kassieren deutliche 20:34-Niederlage in Bayreuth - Partie früh entschieden

 

Bayreuth (DK) Die Bayernliga-Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im letzten Spiel des Jahres eine deutliche 20:34 (8:19)-Auswärtspleite beim HaSpo Bayreuth kassiert. Dabei entschieden die Gastgeberinnen die Partie früh - den Ingolstädterinnen fehlte von Beginn an der Glaube an einen Sieg.

 

Natürlich ist eine Kaderbreite von neun Spielerinnen für ein Bayernliga-Auswärtsspiel alles andere als optimal. Kaum Wechselmöglichkeiten, hoher Kräfteverschleiß und die Tatsache, dass manche Spielerinnen auf ungewohnten Positionen auflaufen müssen, beflügelt eine Mannschaft vor dem Anpfiff nicht wirklich. Gegen den HaSpo Bayreuth, eine nicht unschlagbare Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld, mangelte es den Schanzerinnen aber vor allem an der Einstellung und dem Glauben, dieses Spiel gewinnen zu können. "Das war kein guter Jahresabschluss", bilanzierte HG-Trainer Peter Geier. "Wir haben in keinem Bereich das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten."

 

Vor allem zu Beginn waren die Ingolstädterinnen immer einen Schritt zu spät - Bayreuth startete mit einem Sechs-Tore-Lauf in die Partie, ehe die Gäste nach knapp neun Minuten das erste Tor erzielten. Nach 20 gespielten Minuten führten die Gastgeberinnen 15:4, da war die Partie eigentlich schon entschieden. In der Abwehr agierten die Ingolstädterinnen zu passiv und kamen nie in die Zweikämpfe, auch ein Wechsel von einer defensiven 6:0- auf eine offensivere 3:2:1-Formation brachte wenig Besserung. "Es war egal, welches System wir gespielt haben", sagte Geier. "Wir hatten nie die Bereitschaft für das richtige Timing in den Zweikämpfen." Zur Pause führte Bayreuth bereits 19:8.

 

Auch im zweiten Durchgang konnte die HG den Schalter nicht umlegen. Bayreuth konzentrierte sich darauf, Rückraumspielerin Melanie Pöschmann aus dem Spiel zu nehmen. Dem Ingolstädter Angriff gelang es nicht, über Auslösehandlungen den nötigen Druck zu erzeugen. So war HG-Trainer Geier "ein bisschen enttäuscht", mit einem schlechten Gefühl in die Weihnachtspause zu gehen. 20 geworfene Tore verdeutlichen, dass die Ingolstädterinnen zu selten Lösungen fanden, dem Gastgeber gefährlich werden zu können. So spielte Bayreuth in der zweiten Halbzeit den Heimsieg locker über die Ziellinie.

 

Zwar ist die Vorrunde noch nicht vorbei, die Pause über die Feiertage werden die Schanzerinnen aber trotzdem nutzen, um sich intern zu sortieren. Den zehn Niederlagen steht nur ein Sieg gegenüber, die Lage ist dennoch nicht aussichtslos, da einige Mannschaften im Tabellenkeller wie Nürnberg, Schwabach/Roth oder Rimpar eine ähnliche Punkteausbeute aufweisen. Problematischer ist die eklatante Kadersituation. Obwohl die HG von Verletzungspech verschont wurde, reisen gerade zu Auswärtsspielen teilweise nur neun Spielerinnen an. "Jede einzelne Spielerin hat Bayernliga-Niveau", sagt Geier. "Als Mannschaft kommen wir mit diesem Kader aber an unsere Grenzen." Die zweite Mannschaft in der Bezirksoberliga dagegen hat einen breiten Kader mit einigen Spielerinnen, die dem Team von Peter Geier mehr Optionen bringen würden. Gelingt es der HG im neuen Jahr nicht, eine wettbewerbsfähige Mannschaft an den Start zu bringen, dürfte es mit dem Klassenerhalt eng werden.

 

Sorgen bereitet aber auch die Form der vergangenen Spiele. Trotz turbulenter Vorbereitung mit Trainerwechsel kurz vor Saisonbeginn verloren die Ingolstädterinnen anfangs einige Spiele gegen gute Gegner nur knapp. Mit dem Heimsieg gegen Schwabach/Roth schien Ingolstadt in der Liga angekommen zu sein. Seitdem kassierten die Schanzerinnen aber empfindliche, weil deutliche Niederlagen und schienen mental nicht immer auf der Höhe zu sein. "Wir verwenden zwar jedes Spiel auch dafür, um zu lernen", erklärt Geier. "Aber darin liegt natürlich auch ein hohes Frustrationspotenzial." Spielerische Fortschritte wie bei der 3:2:1-Deckung oder den Auslösehandlungen im Angriff konnten in den vergangenen Spielen zu selten beobachtet werden, der Trainer war vor allem im psychologischen Bereich gefragt.

Es wirkt wie eine Spirale, in der sich negative Faktoren gegenseitig verstärken. Was lässt auf eine Wende im neuen Jahr hoffen? Dass diese Spirale auch in die positive Richtung funktionieren kann. "Die HG hat eigentlich große Ressourcen", sagt Geier. "Ich hoffe, dass wir in der Rückrunde mehr Spielerinnen zur Verfügung haben." Das Potenzial ist da, das haben die Ingolstädterinnen immer wieder gezeigt. Und wenn die HG-Handballerinnen in der Vergangenheit eines auszeichnete, dann war es der Wille, in schwierigen Situationen an die Grenze zu gehen. Die Zeit wäre reif, diese Kämpfermentalität wieder zu erwecken.

 

HG Ingolstadt: Diesner - Regensburger, Edelsbrunner, Ulisch (2), Pöschmann (8), Geier (3), Remy (5), Schotterer (1), Günther (1)


Akribischer Trainer und Handball-Fachmann: Siegfried Nefzger ist im Alter von 76 Jahren verstorben. ‹ŒArch - foto: Rimmelspacher
Akribischer Trainer und Handball-Fachmann: Siegfried Nefzger ist im Alter von 76 Jahren verstorben. ‹ŒArch - foto: Rimmelspacher

"Handball war sein Leben"

(Quelle Donaukurier von Anton Kostudis)

 

Sportler der Region trauern um ehemaligen HG-Trainer Siegfried Nefzger

 

Er hat die Handball-Landschaft zwischen Ingolstadt und Freising jahrzehntelang geprägt. Jetzt trauern Sportler und Vereine der Region um Siegfried Nefzger, ehemaligen Trainer der HG Ingolstadt, der am vergangenen Donnerstag im Alter von 76 Jahren überraschend verstorben ist.

 

"Er war kein Trainer wie jeder andere. Er war ein ganz besonderer Mensch, der mir unglaublich ans Herz gewachsen ist. Mit seinem Tod ist auch ein Teil meines Handball-Herzens zerbrochen", sagt Melanie Pöschmann. Die Rückraumspielerin der HG Ingolstadt trauert wie viele andere Handballer in Oberbayern um ihren ehemaligen Trainer Siegfried Nefzger, der am vergangenen Donnerstag überraschend in seinem Heimatort Freising verstarb.

 

Nefzger galt als bayerische Trainerlegende. Vor Beginn seiner Karriere als Coach war er als Aktiver für den TSV Allach in der Regionalliga am Ball. Damals wurde Handball teilweise noch unter freiem Himmel und auf Rasen gespielt. Es folgte eine jahrzehntelange Trainerlaufbahn. Zwei Wochen vor Beginn der Landesliga-Saison 2013/14 übernahm Nefzger schließlich die Damenmannschaft der HG Ingolstadt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Freisinger bereits fast 40 Jahre als Übungsleiter bei verschiedenen Vereinen in Oberbayern gearbeitet. "Eigentlich wollte er nur aushelfen, bis wir einen neuen Coach gefunden hatten. Doch dann wollten wir und er weitermachen. Am Ende wurden es zwei Jahre", sagt Lisa Günther. Die 27-Jährige läuft auch heute noch für den Verein und an der Seite von Pöschmann in der Bayernliga auf.

 

Die HG war Nefzgers erste Station als Trainer einer Damenmannschaft. In seiner Premierensaison führte er die Schanzerinnen dennoch auf Rang vier, im Jahr darauf dann auf den zweiten Tabellenrang, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigte. In dieser scheiterte die HG jedoch an der SG DJK Rimpar. Nefzger beendete daraufhin sein Engagement in der Donaustadt, das regelmäßige Pendeln von seinem Heimatort Freising nach Ingolstadt war auf Dauer einfach zu anstrengend. "Der Abschied ist damals, nach den zwei tollen Jahren, unglaublich schwergefallen", sagt Günther.

 

Nefzger, der bis zum Jahr 2007 in Markt Indersdorf im Landkreis Dachau an einer Mittelschule als Lehrer arbeitete, hat dennoch zweifelsohne seine Spuren hinterlassen - bei seinem Heimatverein SC Freising natürlich, den er von der A-Klasse bis in die Bayernliga führte, aber vor allem auch in Ingolstadt. Seine ehemaligen Schützlinge bei der HG beschreiben Nefzger als akribischen Trainer, besonnenen Pädagogen und leidenschaftlichen Handball-Fachmann. "Er hat nie ein Training verpasst, auch nicht an seinem Geburtstag. Und auch, wenn wir nur zu dritt waren, hat er uns alles abverlangt und wollte uns besser machen. Handball war sein Leben", sagt Pöschmann. "Fehler konnten ihn zur Verzweiflung bringen, und das ließ er die Mannschaft auch spüren. Aber umso mehr konnten Wille, Leidenschaft und gute Aktionen seines Teams ihn begeistern."

 

Für Pöschmanns HG-Mannschaftskameradin Sarah Geier war Nefzger "der beste Trainer, den ich je hatte". Die 24-Jährige erinnert sich: "Ich werde nie seine funkelnden Augen vergessen, wenn im Spiel etwas geklappt hat, das er uns im Training beigebracht hat." Aber auch außerhalb der Halle habe Nefzger "immer einen Rat parat gehabt", sagt Geier. "Er war ein toller Lehrer und ein noch besserer Freund. Ich habe von ihm gelernt, dass man alles sein und alles schaffen kann, wenn man an sich glaubt. Er hat uns damals auch als Mannschaft gelehrt, an uns selbst zu glauben."

 

Der Kontakt nach Ingolstadt riss auch bis zuletzt nicht ab. "Als wir im Vorfeld der aktuellen Saison einige Zeit ohne Trainer waren und ich die Einheiten leiten musste, stand er mir mit Rat und Tat zur Seite", berichtet Pöschmann. Die 29-Jährige erklärt weiter: "Trotz seines fortgeschrittenen Alters war er immer noch mit unglaublicher Leidenschaft dabei. Wenn ich später einmal auch nur halb so viel Energie besitze wie er, bin ich schon zufrieden." Als die HG-Damen in dieser Spielzeit als Aufsteiger ihre erste Partie in der Bayernliga absolvierten, saß Nefzger im Publikum. "Das wollte er unbedingt sehen", sagt Pöschmann.

 

Auch in Pfaffenhofen herrscht Bestürzung über den plötzlichen Tod Nefzgers. Ab der Saison 2004/05 betreute er mehrere Jahre lang die Herrenmannschaft des MTV Pfaffenhofen. "Sigi war ein Vollbluthandballer, er hat den Sport gelebt", erinnert sich Abteilungsleiter Georg Hagl. "Er hatte ein tolles Gespür dafür, wie er eine Mannschaft führen konnte. Er hat immer die richtigen Worte gefunden."

Erst vor wenigen Wochen hat Melanie Pöschmann noch mit Nefzger telefoniert. "Da hat er mir gesagt, dass er mit seinem aktuellen Verein, dem SV Anzing, aufsteigen will", sagt die 29-Jährige. Nun herrscht die traurige Gewissheit, dass es das letzte Gespräch mit dem ehemaligen Mentor war. Was Pöschmann ihrem Ex-Trainer gerne noch gesagt hätte? "Ich hätte ihn einfach gern noch mal in den Arm genommen und ihm für alles gedankt."

 


Vorne hui, hinten pfui: Julia Ulisch und die HG Ingolstadt agierten in der Defensive gegen Erlangen nicht bayernligareif. - Foto: Rimmelspacher
Vorne hui, hinten pfui: Julia Ulisch und die HG Ingolstadt agierten in der Defensive gegen Erlangen nicht bayernligareif. - Foto: Rimmelspacher

Nur im Angriff auf Augenhöhe

(Quelle DK von Christian Missy)

 

HG-Damen verlieren Heimspiel gegen HC Erlangen mit 29:38 Abwehrleistung als Manko

 

Die Bayernliga-Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im zehnten Saisonspiel gegen den HC Erlangen eine deutliche 29:38 (17:19)-Heimpleite kassiert. In der ersten Halbzeit hielten die Ingolstädterinnen noch gut mit, am Ende wurde es aber nichts mit dem zweiten Saisonsieg.

 

Mit 13 Spielerinnen im Kader und der laut HG-Trainer Peter Geier "bestmöglichen Aufstellung", die die HG Ingolstadt spielen kann, bekam es die HG im Heimspiel am Samstag mit einer Top-Mannschaft der Bayernliga zu tun. Und auch wenn es letztlich keine Punkte gab - vor allem im Angriff war eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. Verloren wurde das Spiel folglich in der Abwehr, hier wurden die Qualitätsunterschiede zwischen dem Aufsteiger aus Ingolstadt und dem Aufstiegsaspiranten aus Erlangen deutlich.

 

Die Schanzerinnen begannen die Partie mit einer defensiven 6:0-Deckung und blieben von Beginn an gut im Spiel. In einem von den Angriffsreihen geprägten und somit ansehnlichen Spiel konnte sich zunächst keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Die Schanzerinnen agierten offensiv druckvoll, wussten immer wieder Kreisläuferin Simone Jens in Szene zu setzen und lagen zum Ende der ersten Halbzeit nur mit zwei Toren im Hintertreffen (17:19). Dabei kompensierte die Angriffsleistung aber durchaus die Probleme in der Defensive. Zwar wechselten die Ingolstädterinnen phasenweise auf eine offensivere 3:2:1-Deckung, so richtig in den Griff bekam Ingolstadt die Erlanger Angreiferinnen aber nicht. "Sie haben oft die Positionen gewechselt und uns so vor schwierige Aufgaben gestellt", sagte Geier. "Durch ihr schnelles Stoßen auf die Nahtstellen in unserer Deckung hat bei uns die Zuordnung gefehlt." Bis zur Pause hielt Ingolstadt aber mit viel Leidenschaft und Kampfeswille dagegen.

 

Im zweiten Durchgang setzte sich der Qualitätsvorsprung der Gäste langsam aber sicher immer mehr durch. Als in der 40. Spielminute Erlangen beim Stand von 20:24 einen Vier-Tore-Lauf startete, war die Partie nahezu entschieden. "Unsere Abwehrformation hat heute keine entscheidende Rolle gespielt, weil uns immer die Zuordnung gefehlt hat", erklärte Geier. "Erlangen hat immer wieder eine Überzahl erspielt, unsere Abwehrleistung war heute das Manko." So konnten die Erlangerinnen in der Schlussphase zwar den Vorsprung etwas ausbauen - was aber nichts daran änderte, dass die Schanzerinnen im Angriff eine mehr als ordentliche Leistung zeigten. Ingolstadt spielte mit offenem Visier, konnte auf den Rückraumpositionen durchwechseln und agierte sehr variabel. So war das Offensivspiel weniger ausrechenbar als zuletzt. "Wir haben immer wieder Lücken in der Erlanger Abwehr gerissen und waren sehr effektiv", sagte Geier. Zudem war seine Mannschaft von jeder Position gefährlich. Gegen eine Spitzenmannschaft der Liga 40 Minuten lang gut mitgehalten - damit war der Trainer durchaus zufrieden. Schließlich gehe es auch darum, Erfahrung zu sammeln und die eigene Qualität stückweise zu erhöhen. Der Frust über die Niederlage hielt sich dementsprechend in Grenzen, die gezeigte Leistung spendet Hoffnung für kommende Aufgaben.

 

Vor dem nächsten Spiel Mitte Dezember in Bayreuth haben die Ingolstädterinnen zwei Wochen spielfrei. Die Zeit soll genutzt werden, um Abläufe einzuschleifen und die Qualität in der Abwehr zu erhöhen. "Gegen Bayreuth ist eine Überraschung möglich", sagte Geier. Da aber parallel die Reservemannschaft der HG ein Spiel bestreitet, werde man wohl schlechter aufgestellt nach Franken reisen. Trotzdem sei es das Ziel, vor allem weniger Gegentreffer zu kassieren. Die gute Offensivleistung täuschte nämlich ein wenig darüber hinweg, dass die HG mit 38 Gegentoren die zweitmeisten Gegentreffer in den zehn ihrer bisher gespielten Bayernliga-Partien kassierte.

 

HG Ingolstadt: Hesse - Regensburger, Jens (9/1), Maillard (3), Edelsbrunner (2), Ulisch, Pöschmann (6/2), Geier (2), Remy, Häußler (2), Günther (3), Jozak, Wavrouschek (2)


Warten weiter auf den zweiten Saisonsieg: Lisa Günther und die HG Ingolstadt mussten sich mit einem Rumpfkader bei der HG Zirndorf geschlagen geben. ‹ŒArch - foto: Rimmelspacher
Warten weiter auf den zweiten Saisonsieg: Lisa Günther und die HG Ingolstadt mussten sich mit einem Rumpfkader bei der HG Zirndorf geschlagen geben. ‹ŒArch - foto: Rimmelspacher

HG geht die Luft aus

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Ingolstädter Handballerinnen treten mit nur zwei Reservespielerinnen in Zirndorf an und verlieren 24:33

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im neunten Saisonspiel der Bayernliga bei der HG Zirndorf eine 24:33 (13:15)-Auswärtsniederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Peter Geier zeigte sich zwar verbessert, der zu dünn besetzte Kader verhinderte aber letztlich einen Sieg.

 

Im Angriff hat die HG das Potenzial, gegen jeden Gegner der Liga Chancen zu kreieren. In der Abwehr kann Ingolstadt verschiedene Systeme spielen und den Angriffsreihen der anderen Teams Probleme bereiten. Der entscheidende Faktor ist und bleibt: die Kadersituation. Auch gegen Zirndorf spielten die Ingolstädterinnen eine gute erste Halbzeit, verringerten im zweiten Durchgang phasenweise den Rückstand - aber mit neun Spielerinnen auf dem Spielberichtsbogen wird die Luft in der Bayernliga schnell dünn.

 

In der Anfangsphase waren die Schanzerinnen gut im Spiel, hielten die Partie lange ausgeglichen und hätten durchaus die Führung erobern können. Und das, obwohl die defensive 6:0-Abwehr nicht sicher agierte. "Die Zuordnung der gegnerischen Kreisläuferin hat nicht gestimmt", monierte HG-Trainer Peter Geier. Mangelhaftes Verschieben und fehlende Absprache bei wechselnden Zuständigkeiten im Abwehrverbund ermöglichten immer wieder Freiräume für die gegnerische Kreisspielerin, ab der 20. Minute stellte Ingolstadt deswegen auf eine offensivere 3:2:1-Abwehr um. Fortan kamen die Schanzerinnen besser in die Zweikämpfe, die Zuordnung stimmte, und Torhüterin Luise Hesse vereitelte einige freie Würfe der Zirndorferinnen. So blieb Ingolstadt im Spiel, zur Pause lag die HG nur 13:15 gegen eine Mannschaft zurück, die in der vergangenen Saison noch in der 3. Liga gespielt hatte.

 

Grund dafür war auch die im Vergleich zur Niederlage zuletzt gegen Rimpar verbesserte Offensivleistung. "Der Angriff war flüssig, und wir waren nicht mehr so nah an der Abwehr dran", erklärte Geier. So konnte mehr Druck auf die Nahtstellen in der gegnerischen Deckung ausgeübt werden - und zahlreiche Torchancen wurden kreiert.

 

Auch im zweiten Durchgang spielte Ingolstadt lange in der bewährten 3:2:1-Abwehrformation, doch mit fortlaufender Spielzeit wurde immer deutlicher, dass den Schanzerinnen mit zwei Auswechselspielerinnen vor allem im Rückraum Alternativen fehlten. Zirndorf zog langsam, aber sicher von 16:13 über 19:15 auf 23:16 davon. Die Gäste ließen nie komplett abreißen, kämpften sich auch immer wieder etwas heran, richtig gefährlich werden konnten sie Zirndorf aber nicht. "Wir haben Moral bewiesen und durch Positionswechsel den Gegner vor neue Aufgaben gestellt", sagte Geier. "In der Schlussphase ist uns aber die Kraft ausgegangen." In der Abwehr wurde wieder auf eine defensivere Variante umgestellt, doch die Gastgeberinnen konnten den Vorsprung ausbauen. Am Ende stand eine 24:33-Niederlage zu Buche, die gemessen am Spielverlauf vielleicht etwas zu deutlich ausfiel. Die Ingolstädterinnen nahmen dennoch Positives aus Mittelfranken mit nach Hause. "Die Rahmenbedingungen können wir aktuell nicht ändern, deshalb geht es darum, Fortschritte zu machen und die Mannschaft weiterzuentwickeln", resümierte Geier. Diese seien hinsichtlich des Zusammenspiels in Abwehr und Angriff zu erkennen gewesen.

 

Am kommenden Samstag (18.15 Uhr) empfängt die HG den HC Erlangen in eigener Halle. Bei Heimspielen haben es die Schanzerinnen leichter, einen schlagfertigen Kader zusammenzustellen. "Wir müssen die individuellen Fehler abstellen und in der Abwehr eine bessere Zuordnung finden", sagte Geier. Dann bestehe die Chance, dass der Fortschritt sich auch in Punkten niederschlägt.

 

HG Ingolstadt: Hesse - Regensburger, Fischer, Edelsbrunner (1), Ulisch (3), Pöschmann (4/1), Geier (8/1), Remy (6), Günther (2).


Das war zu wenig: Offensiv klappte bei der HG und Bianca Edelsbrunner nicht viel. - Foto: ur
Das war zu wenig: Offensiv klappte bei der HG und Bianca Edelsbrunner nicht viel. - Foto: ur

Zu harmlos

(Quelle DK von Christian Missy)

 

HG Ingolstadt verliert bei Schlusslicht SG DJK Rimpar mit 18:24 Angriffsleistung verhindert Punktgewinn

 

Die Bayernliga-Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im achten Saisonspiel bei der SG DJK Rimpar eine 18:24 (8:13)-Auswärtsniederlage kassiert. Dabei konnte die Mannschaft von HG-Trainer Peter Geier vor allem im Angriff nie ihr volles Potenzial abrufen.

 

Tabellenschlusslicht Rimpar sicherte sich dagegen die ersten Saisonpunkte.

Die HG hatte ein wenig gebraucht, um sich in der Bayernliga zu akklimatisieren. Es wurden in jedem Spiel kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht. Vergangene Woche konnte der erste Sieg eingefahren werden. Gegen Tabellenschlusslicht Rimpar war die Leistung der Ingolstädterinnen aber ein Rückschritt. Vor allem im Angriff fanden die Schanzerinnen nie zu ihrer Form und ließen sich von den der Atmosphäre auf den Rängen sowie der Tatsache, dass mit Harz gespielt wurde, aus dem Konzept bringen.

 

Die Gäste hatten von Beginn an Probleme, in die Partie zu finden und liefen kontinuierlich einem Rückstand hinterher. Die eigene 6:0-Abwehrformation funktionierte nicht richtig, sodass Rimpar in der 19. Spielminute bereits mit 10:3 in Führung lag. Zuvor hatte HG-Coach Geier eine Auszeit genommen, die Deckung wurde auf eine offensivere 3:2:1-Variante umgestellt, von da an lief es defensiv deutlich besser. "Das hat super funktioniert, wir haben einige Ballgewinne ermöglicht", sagte Geier. Das Problem lag aber bei der eigenen Angriffsleistung. Die defensive 6:0-Abwehr der Gastgeberinnen konnte nur selten überwunden werden. Der Grund: Die Rückraumspielerinnen der HG befanden sich zu nah an der Abwehrreihe der Unterfränkinnen. So konnten kaum Schwung und Druck entwickelt werden. Bis zur Pause zog Rimpar auf 13:8 davon.

Auch in der zweiten Halbzeit agierte Ingolstadt in der offensiven Abwehrvariante, an den Problemen bei eigenem Ballbesitz änderte sich wenig. "Wir hatten zu viele individuelle Fehler", haderte Geier. "Das Harz hat uns Probleme bei Pässen im Spielaufbau oder im Tempogegenstoß bereitet." Die Abwehrleistung war gut, 24 Gegentore sind beileibe kein Drama. Doch die HG blieb im Angriff zu harmlos. Geier versuchte zwar, über Positionswechsel im Rückraum Impulse zu setzen, doch im Zweikampfverhalten ließen die Schanzerinnen die letzte Konsequenz vermissen. Und wenn sich doch klare Torchancen auftaten, dann wurden diese häufig nicht verwandelt. So geriet der Vorsprung der Gastgeberinnen nie ernsthaft in Gefahr, und Rimpar konnte sich über 17:8, 19:10 und 20:11 absetzen. In der Schlussphase schwanden bei den Ingolstädterinnen auch die Kräfte. Die offensive Abwehr kostete viel Energie. Zudem fehlten vor allem im Rückraum Wechselmöglichkeiten. "Wir haben unser Potenzial nicht gezeigt und hatten so keine Chance zu gewinnen", bilanzierte Geier. "Es waren einfach zu viele individuelle Fehler dabei." Außerdem habe seine Mannschaft zu wenig Selbstvertrauen gehabt.

 

Am kommenden Samstag treten die Ingolstädterinnen bei der HG Zirndorf an, die vergangene Saison aus der 3. Liga abstieg. "Zirndorf hat mehr Qualität als Rimpar, aber gegen stärkere Gegner spielen wir meistens besser", sagte Geier.

 

 

HG Ingolstadt: Hesse (Tor), Regensburger, Fischer (1), Edelsbrunner (1), Ulisch, Pöschmann (8/3), Geier (3), Wunsch (1), Remy (4), Günther.


Der Bann ist gebrochen

(Quelle DK von Christian Missy)

 

HG-Handballerinnen feiern beim 35:32 gegen Schwabach/Roth ersten Saisonsieg

 

 Die Bayernliga-Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im siebten Saisonspiel den lang ersehnten ersten Sieg eingefahren. Beim 35:32 (15:17) gegen die SG Schwabach/Roth präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Peter Geier am Samstag in Angriff wie Abwehr stark verbessert.

 

Es war vergangene Saison gut gelebte Tradition der Damen der HG Ingolstadt, nach siegreichen Spielen noch in der Halle ein Gruppenbild oder "Siegerselfie" zu machen. Als Landesliga-Meister gab es dazu naturgemäß zahlreiche Anlässe. In dieser Saison gab es bislang noch keines dieser Bilder voller strahlender Gesichter. Bislang. Bis zum vergangenen Samstag: Denn im siebten Anlauf hat es nun geklappt mit dem ersten Sieg in der Bayernliga - und das obligatorische Jubelbild tat besonders gut.

 

Dabei startete die Mannschaft von HG-Trainer Peter Geier zunächst verhalten in die Partie. Vor allem die defensive 6:0-Abwehrreihe hatte ihre Probleme mit den wendigen Rückraumspielerinnen aus Mittelfranken. "Wir haben bei nahezu jedem gegnerischen Angriff ein Tor kassiert", erklärte Geier. Die SG führte so zwischenzeitlich mit vier Toren (10:6), nach gut 14 Spielminuten sah sich Geier beim Stand von 8:12 genötigt, eine Auszeit zu nehmen. "Wir waren in der Abwehr zu passiv und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen." Deshalb stellte der Trainer auf eine offensivere 3:2:1-Deckung um, ohnehin seine präferierte Verteidigungsvariante.

 

Von da an lief es besser. Bis zur Halbzeit verkürzten die Schanzerinnen auf 15:17, auch weil der Angriff flüssiger spielte als zuletzt. Der Rückraum agierte beweglich, das Zusammenspiel funktionierte gut. Entscheidender Vorteil war aber auch die Rückkehr von Kreisläuferin Simone Jens in den Kader. "Simone ist ein ganz wichtiger Faktor", sagte Geier. "Mit ihr gewinnt man die knappen Spiele." Neuzugang Maria Regensburger stand zwar im Kader, wird aber erst langsam an die Mannschaft herangeführt und soll in den kommenden Wochen den Rückraum unterstützen.

Für den zweiten Durchgang war die Ansage klar: Die HG wollte weiter am Drücker bleiben. Die Schanzerinnen agierten folglich weiter mit einer 3:2:1-Abwehr und variablem Spiel im Angriff. In der 38. Minute gelang erstmals der Ausgleich, über 21:20, 23:21 und 25:21 spielte sich die HG schließlich sogar einen 29:24-Vorsprung heraus.

Dabei agierten die Ingolstädterinnen in der Abwehr äußerst flexibel. Sobald der Gegner eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe kassierte, wurden einzelne Spielerinnen der SG in die Manndeckung genommen, ansonsten war die HG durch die 3:2:1-Abwehr sehr präsent in den Zweikämpfen, wodurch einige Ballgewinne erzwungen werden konnten. Auch die Gäste aus Mittelfranken versuchten immer wieder, Rückraumspielerin Melanie Pöschmann durch eine Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen, doch Geier wechselte im Angriff eine siebte Feldspielerin für die Torhüterin ein. So agierten die Gastgeberinnen in der Offensive in Überzahl, hatten aber das Risiko, dass der Gegner bei Ballgewinn auf das leere Tor werfen könnte. "Die Abläufe haben aber sehr gut funktioniert, wir haben nie ein Gegentor ins leere Tor hinnehmen müssen", sagte Geier.

 

In der Schlussphase kamen die Gäste allerdings wieder etwas heran, es drohte der Ausgleich. Doch da Ingolstadt mehr Wechselmöglichkeiten hatte, blieben für die letzten Minuten mehr Körner übrig - und die HG brachte einen Drei-Tore-Vorsprung über die Ziellinie. So brachte der Sieg dreierlei Gutes. Zwei Punkte in der Tabelle, die Erkenntnis, in der Bayernliga Spiele gewinnen zu können, und 60 Minuten, in denen verschiedene Abläufe unter Wettkampfbedingungen gefestigt werden konnten. Am kommenden Samstag treten die Ingolstädterinnen beim Tabellenschlusslicht DJK Rimpar an. Dann bietet sich eine gute Gelegenheit, diese drei Dinge zu wiederholen.

 

 

Hesse - Regensburger, Jens (6), Edelsbrunner, Ulisch (6), Pöschmann (15/4), Geier (5), Wunsch, Remy (1), Häußler, Günther (2), Jozak


56 gute Minuten reichen nicht

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Bayernliga: HG-Handballerinnen führen lange gegen die HSG Fichtelgebirge, verlieren aber noch mit 27:29

 

Die Bayernliga-Handballerinnen der HG Ingolstadt haben am vergangenen Sonntag eine bittere Heimniederlage kassiert. Bis vier Minuten vor Schluss führten die Schanzerinnen, verloren dann aber noch 27:29 (14:13) gegen die HSG Fichtelgebirge. Damit bleibt die HG punktlos.

 

Als Aufsteiger gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld eine starke Leistung abrufen, bis kurz vor Schluss führen und trotz anhaltender Personalprobleme zeigen, dass das Team leistungstechnisch in diese Liga gehört. Klingt schön, aber wenn es dafür keine Punkte gibt, kann man sich auch nichts davon kaufen. Und so überwog nach dem Spiel der Frust bei der HG Ingolstadt. "Natürlich sind wir enttäuscht. Nicht, weil wir an verpasste Punkte für den Klassenerhalt denken, sondern weil wir dieses Spiel gewinnen hätten müssen", sagte HG-Trainer Peter Geier nach dem Spiel.

 

Die Schanzerinnen waren von Beginn an gut drin in der Partie. Sie stellten eine deutlich verbesserte 6:0-Abwehr als zuletzt, verschoben gut und waren präsent in den Zweikämpfen. So wechselte die Führung im ersten Durchgang hin und her, das einzige Manko bei den Ingolstädterinnen war, dass sie noch immer zu viele einfache Gegentore kassierten, weil die Gäste beispielsweise ihre Außenspielerinnen in gute Wurfpositionen bringen konnten. "Auch im Angriff haben wir besser gespielt", erklärte Geier. "Wir hatten mehr Druck auf die Nahtstellen und haben weniger Ballverluste produziert." So gingen die Gastgeberinnen mit einer 14:13-Führung in die Pause - die ersten Saisonpunkte schienen zu diesem Zeitpunkt greifbar.

 

Im zweiten Durchgang hielt die HG lange die Führung, lag in der 42. Spielminute sogar mit 20:16 in Front. Das Angriffsspiel war flüssig, gegen die 6:0-Abwehr der Gäste fanden die Schanzerinnen immer wieder die Lücke. Doch vor allem die Rückraumspielerinnen mussten fast die komplette Partie durchspielen, in der Schlussphase machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. In der 55. Minute führte die HG noch mit 27:24. Bei Überzahl und eigenem Ballbesitz hieß die Marschroute für die letzten Minuten: keine Hektik.

 

Doch statt für die Vorentscheidung zu sorgen, konnte der Ball nicht im gegnerischen Tor untergebracht werden. Tempogegenstoß der HSG, Anschlusstreffer. Nächster Angriff, wieder Ballverlust - und im Rückzug kassierte HG-Rückraumspielerin Lisa Günther eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Nun spielten die Gäste in Überzahl und nahmen bei Ingolstädter Ballbesitz deren Rückraumspielerinnen in Manndeckung. In vier Minuten brachte sich die HG um den Lohn von 56 Minuten harter Arbeit. Die Gäste drehten das Spiel. "In den letzten Minuten waren wir geistig und körperlich nicht in der Lage, effektiv zu spielen", erklärte Geier. "In puncto Cleverness sind wir in der Liga noch nicht angekommen."

 

Somit vergaben die Ingolstädterinnen letztlich die Chance auf zwei wichtige Punkte. Dennoch zeigte die Mannschaft auch: Der Trend geht in die richtige Richtung. "Wir waren 56 Minuten die bessere Mannschaft", sagte Geier. "Wir haben mit einem Team aus dem Tabellenmittelfeld auf Augenhöhe gespielt." In zwei Wochen geht es gegen die SG Schwabach/Roth, eine Mannschaft, die ebenfalls im Tabellenkeller steht.

 

HG Ingolstadt: Hesse, - Jozak, Fischer (1), Edelsbrunner (1), Ulisch (1), Pöschmann (9/2), Geier (2), Wunsch (4), Remy (2), Häußler (3), Günther (3), Schotterer (1)


Dachau eine Nummer zu groß

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Bayernliga: HG-Damen verlieren deutlich mit 16:36 gegen den Spitzenreiter Coach Geier: Aktuell nicht auf Augenhöhe

 

Die Bayernliga-Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im fünften Saisonspiel eine deutliche 16:36 (6:20)-Auswärtsniederlage kassiert. Vor allem im ersten Durchgang war die Mannschaft von HG-Trainer Peter Geier ihren Kontrahentinnen in allen Belangen unterlegen.

 

Der Ingolstädter Kader ist ohnehin schon dünn, diese Situation wird sich im Laufe der Saison zwar verbessern, aber wohl nicht mehr fundamental lösen lassen. Doch zum Spiel gegen Tabellenführer Dachau reisten die Ingolstädterinnen am vergangenen Samstag mit drei Rückraumspielerinnen, zudem konnten Sarah Geier und Lisa Günther in der Woche vor dem Auswärtsspiel nur eingeschränkt trainieren. "Wir sind am Anfang überhaupt nicht in Tritt gekommen", sagte Geier. "Die erste Halbzeit haben wir nicht so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe."

 

Gewiss, die Ausgangssituation war alles andere als einfach, doch in der Deckungsarbeit ließen die Schanzerinnen konsequentes Zweikampfverhalten vermissen. Der ASV kam immer wieder in die Nahwurfzone - und so auch regelmäßig zum Torerfolg. So zogen die verlustpunktfreien Gastgeberinnen über 3:0, 7:3 und 13:3 schnell auf einen komfortablen Vorsprung davon. Im Verlauf des ersten Durchgangs stellte die HG dann auf eine offensivere Abwehrvariante um, doch Dachau erhöhte den Vorsprung dennoch Tor um Tor und führte zur Pause mit 20:6. Die sechs auf Ingolstädter Seite erzielten Treffer verdeutlichten, dass auch im Angriffsspiel dem Gegner nicht Paroli geboten werden konnte.

 

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit zeigten die Schanzerinnen dann aber, dass die zumindest das Potenzial haben, um in der Liga zu bestehen. Mit einem Vier-Tore-Lauf wurde zwar der Gegner nicht in Bedrängnis gebracht, die Gäste spielten in dieser Phase aber richtig guten Handball. Die 6:0-Abwehr agierte deutlich beherzter als noch in der ersten Halbzeit, im Angriff gelang es, einen höheren Druck zu entwickeln. "Der Ball lief flüssiger, wir hatten keine Ballverluste und haben Druck auf die Nahtstellen ausgeübt", lobte Geier. "So konnten wir uns Freiräume erspielen."

 

Bis Mitte des zweiten Durchgangs gestaltete die HG das Spiel ausgeglichen, ehe der mit nur neun Spielerinnen bestückte Kader dem Tempo schließlich Tribut zollen musste. "Wir hatten dann ein Kraft-, Konzentrations- und Mentalitätsproblem", sagte Geier. "Daraus resultierten viele schnelle und einfache Ballverluste durch schlechte Pässe im Rückraum." Dachau nutzte die Ballgewinne, um über Tempogegenstöße den Vorsprung nach oben zu schrauben und am Ende einen ungefährdeten 36:16-Heimsieg einzufahren.

Für Ingolstadt handelte es sich dennoch um eine verschmerzbare, weil eingeplante Niederlage. Die verlustpunktfreien Dachauer sind wohl auch für eine in Vollbesetzung antretende HG-Mannschaft kaum zu schlagen, vielmehr gelte es in solchen Spielen, Erfolgserlebnisse zu sammeln, um in den entscheidenden Spielen um den Klassenerhalt zu punkten. "Aktuell sind wir nicht auf Augenhöhe mit Dachau", sagte auch Geier. "Aber es gibt genügend Teams in der Liga, gegen die man punkten kann."

 

Ziel sei es nun, alle Kräfte zu bündeln, um den ersehnten ersten Saisonerfolg einzufahren. Idealerweise schon gegen die HSG Fichtelgebirge, die am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) in die Paul-Wegmann-Halle kommt. Die Oberfranken befinden sich im Tabellenmittelfeld und haben von fünf Partien drei gewonnen. "Wir werden versuchen, das Spiel spannend zu gestalten", sagte Geier. Dafür allerdings braucht die Mannschaft zweifelsohne einen breiteren Kader und eine Leistung wie in den 15 Minuten nach dem Seitenwechsel gegen Dachau.

 

 

HG Ingolstadt: Hesse - Jozak, Fischer (1), Ulisch, Pöschmann (8/3), Geier (2), Wunsch (1), Remy (1), Günther (3)


Befreiungsschlag verpasst

(Quelle DK von Anton Kostudis)

 

Damen der HG Ingolstadt warten nach Heimniederlagen weiter auf ersten Saisonerfolg

 

Die Handballteams der HG Ingolstadt bleiben in der neuen Spielzeit weiter glücklos. Am gemeinsamen Heimspieltag setzte es am vergangenen Sonntag für die Damen in der Bayernliga eine klare 27:41 (14:17)-Klatsche gegen den HSV Bergtheim.

 

Dabei hatte die Partie der Schanzerinnen gegen den Tabellenführer und haushohen Favoriten aus Bergtheim vielversprechend begonnen. Das erste Tor der Partie gelang Sarah Geier, in der Folge hielten die Gastgeberinnen lange gut mit. Angetrieben von Melanie Pöschmann, mit zehn Treffern einmal mehr beste HG-Werferin, ging Ingolstadt sogar zwischenzeitlich mit einem Tor in Front (8:7, 20. Minute). Dann allerdings starteten die Gäste einen kleinen Lauf und setzten sich bis zur Halbzeit auf drei Tore ab (14:17).

 

Nach Wiederbeginn lagen die Schanzerinnen noch einige Minuten in Schlagweite, dann allerdings machten die Bergtheimerinnen ernst, die HG-Damen blieben in der Folge mehr als sechs Minuten lang ohne eigenen Treffer - und der HSV zog über 17:25 (41.) schließlich bis auf 19:31 (49.) unaufhaltsam davon. Die vierte Niederlage im vierten Saisonspiel für die HG war damit besiegelt. Und als wäre die deftige Heimklatsche nicht schon bitter genug, wartet am kommenden Samstag (16.30 Uhr) das Auswärtsspiel beim ASV Dachau auf den Aufsteiger aus Ingolstadt. Die Dachauerinnen haben wie Bergtheim ihre bisherigen vier Saisonpartien gewonnen - dass die HG ausgerechnet am kommenden Spieltag die Wende schafft, scheint vor diesem Hintergrund mehr als fraglich.


Weiter sieglos

(Quelle DK von Anton Kostudis)

 

HG-Handballerinnen verlieren in der Bayernliga beim TSV Ottobeuren mit 24:29

 

Die Handballmannschaften der HG Ingolstadt warten in der neuen Spielzeit weiter auf ein Erfolgserlebnis. Während die Damen in der Bayernliga beim 24:29 (12:16) gegen den TSV Ottobeuren die dritte Niederlage im dritten Saisonspiel kassierten

 

Auf dem Papier als klarer Außenseiter waren die HG-Damen in der Bayernliga am vergangenen Samstag zum TSV Ottobeuren gereist, der seine beiden bisherigen Saisonspiele siegreich gestaltet hatte. Und die Partie nahm zunächst auch den erwarteten Verlauf: Nachdem Katharina Fischer für die HG zum 2:2 (4. Spielminute) getroffen hatte, zogen die Gastgeberinnen in der Folge immer weiter davon. Nach 20 Minuten lagen die Gäste schließlich mit 6:13 hinten. "Das Spiel haben wir in dieser Phase verloren, da waren wir einfach noch nicht wach", bilanzierte HG-Vorstand Lutz Diederichs, der die Schanzerinnen in Abwesenheit des neuen Trainers Peter Geier in Ottobeuren coachte. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte Melanie Pöschmann, am Ende mit zehn Treffern beste Ingolstädter Werferin, die HG noch auf 12:16 heran.

 

Tatsächlich zeigten die Gäste nach der Pause eine Leistungssteigerung. "Wir waren viel aggressiver und haben den Gegner zwischenzeitlich aus dem Konzept gebracht", beschrieb Diederichs. Nach 41 Minuten traf Pöschmann zum 18:20 aus HG-Sicht - das Spiel schien wieder offen. Doch der TSV startete nun seinerseits einen Lauf und zog bis vier Minuten vor dem Ende abermals auf 27:21 davon - die Entscheidung. "Es ist hart, wenn du permanent einem Rückstand hinterherrennst. In der zweiten Halbzeit haben es die Mädels eigentlich gut gemacht", sagte Diederichs. An diesem Sonntag (15 Uhr) wollen die HG-Damen im Heimspiel gegen den HSV Bergtheim die ersten Saisonpunkte einfahren. Das dürfte für den Aufsteiger aber ein schweres Unterfangen werden - der kommende Gegner hat alle seiner bisherigen drei Spiele für sich entschieden.


Maria Häußler (rechts) und die HG-Damen agierten gegen den 1. FC Nürnberg über weite Strecken zu fehlerhaft
Maria Häußler (rechts) und die HG-Damen agierten gegen den 1. FC Nürnberg über weite Strecken zu fehlerhaft

Verschenkt

(Quelle DK von Anton Kostudis)

 

Bayernliga: HG-Handballerinnen bringen sich beim 22:25 gegen Nürnberg mit individuellen Fehlern um den Erfolg

 

Die Statistik lügt ja bekanntlich nie, heißt es so schön. Nun, im Falle der Handballerinnen der HG Ingolstadt, tut sie es doch, zumindest ein wenig. Denn der nüchterne Blick auf die Tabelle ist das eine.

 

Da stehen nach zwei Spielen zwei Niederlagen für die Schanzerinnen zu Buche. Konsequenterweise bedeutet das: null Punkte und ein Platz tief unten im Tabellenkeller der Bayernliga.

Die andere Seite ist das, was die Tabelle nicht sagt. Nämlich, dass die jüngste 22:25 (9:14)-Niederlage der HG gegen den 1. FC Nürnberg mehr als unnötig war. Zwar waren die Gäste im Vorfeld der Favorit, letzten Endes brachten sich die Ingolstädterinnen, bei denen Herren-Coach Daniel Diaconu den neuen Trainer Peter Geier an der Seitenlinie vertrat, letztlich durch unzählige individuelle Fehler selbst um den Erfolg. Auch HG-Rückraum-Ass Melanie Pöschmann erwischte keinen Sahnetag. Zwar kam die Shooterin auf am Ende auf starke zehn Treffer, doch auch ihr versagten in den entscheidenden Szenen die Nerven. "Wir müssen das viel ruhiger spielen, waren in vielen Szenen zu überhastet", haderte Diaconu nach Spielende. Zudem agierten die Gastgeberinnen auch im Abschluss zu fahrig, hinzu kam noch Pech: Fünfmal landeten die Ingolstädter Versuche am Aluminium.

 

Die Zuschauer in der Paul-Wegmann-Halle sahen eine recht ausgeglichene Anfangsphase mit leichten Vorteilen für die Gäste, die sich alsbald einen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiteten (5:7, 10. Minute). Doch die Schanzerinnen blieben dran und kamen immer wieder durch Pöschmann und die groß gewachsene Maria Häußler zu wichtigen Toren. Gegen Ende des Durchgangs häuften sich dann auf HG-Seite die Fehler, sodass die keineswegs übermächtigen Club-Damen schließlich auf 14:9 zur Halbzeit davonzogen.

 

Nach der Pause kam die HG nach einigen Paraden von Torhüterin Luise Hesse nochmals auf ein Tor heran (16:17, 45. Minute), doch dann kassierte Lisa Günther eine höchst umstrittene Rote Karte. In der Folge hatten die Gäste gegen nun auch ein wenig demoralisierte Schanzerinnen leichtes Spiel, den Erfolg nach Hause zu bringen.

 

Am kommenden Samstag (17.45 Uhr) treten die nach wie vor ersatzgeschwächten Ingolstädterinnen beim Tabellenführer TSV Ottobeuren an.


Klar unterlegen

(Quelle DK von Christian Missy)

 

HG Ingolstadt verliert erste Saisonpartie in der Bayernliga gegen Würm-Mitte mit 18:34 Offensive macht Sorgen

 

Die Bayernliga-Handballerinnen der HG Ingolstadt haben am vergangenen Sonntag zum Saisonauftakt gegen die HSG Würm-Mitte eine 18:34 (7:18)-Auswärtsniederlage kassiert. Der mit dünnem Kader angereiste Aufsteiger aus Ingolstadt war dabei über 60 Minuten klar unterlegen, weiß die Niederlage aber seriös einzuordnen.

 

Jetzt fühlt sich dieser Traum also real an. Lange war es das Ziel der HG-Spielerinnen und des Vereins, in die Bayernliga aufzusteigen, jetzt wurde er greifbar. Und dass dort ziemlich guter Handball gespielt wird, durfte die Mannschaft um Melanie Pöschmann auch sofort erfahren. Das gesamte Spiel über waren die Gastgeberinnen von der HSG Würm-Mitte die klar bessere Mannschaft. Die Voraussetzungen, mit denen die Schanzerinnen in das Abenteuer Bayernliga starteten, waren allerdings alles andere als optimal.

 

So fehlt der neue Coach Peter Geier noch die ersten beiden Saisonspiele auf der Bank, die turbulente Vorbereitung mit Trainerwechsel war der Ingolstädter Mannschaft zudem anzumerken. "Es hat bei uns noch an Spielstärke und Durchschlagskraft gefehlt", sagte HG-Vorstand Lutz Diederichs. "Man hat an den Laufwegen gemerkt, dass die Vorbereitung nicht optimal war."

 

In den ersten Spielminuten hielt Ingolstadt zwar noch gut mit, ab dem 3:3 kam Würm-Mitte aber immer besser ins Spiel. Die starke 6:0-Abwehr der Heimmannschaft trat konsequent auf die ballführenden Angreiferinnen heraus, immer wieder wurden die Außenspielerinnen aus dem Spiel genommen. Die Konsequenz: Der Ingolstädter Spielfluss kam nicht ins Rollen, der Rückraum war auf sich allein gestellt. "Sie haben dann oft Pässe abgefangen und Tempogegenstöße gestartet", erklärte Diederichs. So konnte Würm-Mitte sukzessive davonziehen, beim Pausenstand von 18:7 war das Spiel eigentlich schon entschieden.

 

Zwar probierte Ingolstadt auch im zweiten Durchgang bei eigenem Angriff einiges aus, es blieb aber dabei, dass die Abwehr der Gastgeberinnen nicht zu knacken war. Ein weiteres Problem war das Harz. Die HG darf in den heimischen Hallen damit weder trainieren noch spielen, dementsprechend schlecht kam man mit der Klebmasse zurecht. Pässe und Würfe büßten an Präzision ein. In der Abwehr spielte Ingolstadt ebenfalls eine 6:0-Abwehr, die zwar anfangs Probleme mit dem gegnerischen Kreisläufer hatte, häufig aber stabil stand. "Das Problem lag eher im Angriff. Wir haben zu viele Tempogegenstöße kassiert", resümierte Diederichs. Irgendwann war die Luft dann weg, sodass Würm-Mitte schließlich einen nie gefährdeten 34:18-Sieg einfuhr.

 

In Ingolstadt können sie diese Niederlage dennoch gut einordnen. Die Vorbereitung lief schwierig, an die neue Liga darf sich ein Aufsteiger durchaus auch erst einmal gewöhnen. Zudem geht es im Kampf um den Klassenerhalt darum, gegen die schwächeren Teams zu punkten. Würm-Mitte ist da als Tabellenvierter der Vorsaison wohl eine Nummer zu groß. "Wir können nur lernen", sagte Diederichs. "Wir hatten hier nichts zu verlieren."

 

Am kommenden Samstag (18.15 Uhr) geht es für die HG in heimischer Halle gegen die Handballerinnen des 1. FC Nürnberg, die ihr Auftaktspiel souverän 23:15 gegen die SG DJK Rimpar gewannen.


Zusammenhalt als Erfolgsrezept

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Peter Geier übernimmt HG-Handballerinnen Mission Klassenerhalt in der Bayernliga startet am Sonntag

 

Trotz einer turbulenten Saisonvorbereitung gehen die Handballerinnen der HG Ingolstadt mutig in das Abenteuer Bayernliga. Die langwierige Trainersuche fand kurz vor Saisonstart ein Ende, mit Peter Geier übernimmt ein alter Bekannter. Der dünne Kader bleibt aber das größte Manko.

 

Mit dem Aufstieg in die Bayernliga haben sich die Handballerinnen der HG Ingolstadt einen jahrelangen Traum erfüllt. Die Zeit zwischen der Meisterschaft in der Landesliga und dem Saisonstart in der Bayernliga sorgte dann aber für Ernüchterung. Der neu verpflichtete Trainer David Holzer brach seine Zelte unverhoffterweise wieder ab, die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich kompliziert. "Das war ein schwieriges Unterfangen", sagt die Mannschaftsverantwortliche Lisa Günther. "Wir hatten zwei verschiedene Trainer jeweils zum Probetraining in der Halle, aber es hat bei beiden nicht gepasst."

 

Rund eine Woche vor dem Saisonstart hatte die Suche dann ein Ende: Peter Geier (Foto) wird die Mannschaft in die Bayernliga führen, ein absolutes HG-Urgestein. "Peter hat uns schon in der Zeit zwischen der Bezirksliga und der Landesliga trainiert und bereits auch die Herrenmannschaft der HG betreut", erklärt Günther. Vorerst ist Geier interimsmäßig als Trainer eingeplant, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass er die Mannschaft die gesamte Saison über betreuen wird.

 

Nach dem überraschenden Rücktritt von Holzer stand die Mannschaft lange ohne Trainer da, zog aber dennoch motiviert die Saisonvorbereitung durch. Rückraumspielerin Melanie Pöschmann leitete die Einheiten, Günther kümmerte sich um das Organisatorische. In sechs Testspielen sammelte die Mannschaft Siege gegen den ESV Regensburg II, die SG Süd/Blumenau, den TSV Unterhaching, den TSV Ismaning II und die Jugend-Bundesliga-Mannschaft des HCD Gröbenzell. Lediglich gegen den Kissinger SC kassierten die Schanzerinnen eine Niederlage. "Wir konnten einige Varianten ausprobieren und haben uns gut verkauft", resümierte Günther.

Ein großes Problem bleibt aber die Personaldecke. Den Abgängen von Nicky Bittl, Kathleen Halfter (TSV Schleißheim), Lucie Maillard, Simone Jens (beide zweite Mannschaft) und Lisa Antl (HCD Gröbenzell) stehen nur die Neuzugänge Luise Hesse und Valentina Jozak (beide aus der zweiten Mannschaft) gegenüber. Zudem fehlen Pia Dietz und Vanessa von Frankenberg bis Mitte Februar aufgrund von Auslandsaufenthalten.

 

Zum Saisonstart stehen somit nur elf Spielerinnen zur Verfügung. Um das Ziel Klassenerhalt dennoch zu erreichen, setzen die Ingolstädterinnen auf Zusammenhalt. "Wir wissen, dass es schwierig wird", sagt Günther. "Aber wir werden unser Bestes geben und uns auf unsere Stärken konzentrieren." Das war in der Vergangenheit auch immer die Heimstärke. In der heimischen Paul-Wegmann-Halle herrscht Harzverbot, das könnte einige Mannschaften aus dem Tritt bringen.

 

Spielerisch soll das Konzept der Aufstiegssaison beibehalten werden: Eine variable und kompakte Abwehr soll Ballgewinne ermöglichen, im Angriff funktionierte das Spiel mit den Kreisläuferinnen gut. "Wir wollen auch das schnelle Spiel verbessern", sagt Günther.

Trotz der turbulenten Vorbereitung ist die Stimmung in der Mannschaft nicht schlecht, im Gegenteil. "Wir haben uns gesagt: jetzt erst recht", erklärt Günther. Auf den neuen Trainer Peter Geier wird dennoch ein hartes Stück Arbeit zukommen. Denn gegen Handball-Schwergewichte wie den HC Erlangen, HSV Bergtheim oder die HSG Würm-Mitte wird es von Anfang an gegen den Abstieg gehen, Negativerlebnisse sind vorprogrammiert. Wenn der Zusammenhalt die Saison über aber aufrechterhalten wird, kann der HG die Überraschung dennoch gelingen. Zum Auftakt geht es am Sonntag (16 Uhr) im Auswärtsspiel gegen Würm-Mitte, den Vierten der Vorsaison.

 


DAMEN LANDESLIGA - SAISON 2016 / 2017


 

"Das ist der Wahnsinn"

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben sich am letzten Spieltag der Landesliga Süd zum Meister gekrönt. Durch einen hart erkämpften 29:25 (9:9)-Auswärtssieg bei der SG Biessenhofen-Marktoberdorf wurde die Tabellenführung aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegenüber dem punktgleichen Kontrahenten TG Landshut verteidigt. Nun geht es in die Bayernliga.

Als zwei Minuten vor dem Abpfiff klar war, dass dieses Spiel nicht mehr zu verlieren ist, brachen alle Dämme. Auf der Bank lagen sich die Ingolstädter Spielerinnen in den Armen, HG-Trainer Alex Polz ließ seinen ungläubigen Blick durch die Halle schweifen - und mit dem Schlusspfiff entlud sich dann alles. Die Anstrengung eines jahrelangen Strebens nach dem Aufstieg in die Bayernliga, die Anspannung einer langen Spielzeit mit einem irren Saisonfinale und der Nervenkitzel, der dieses letzte Saisonspiel prägte.


Vor dem Spiel war klar: Bei einem Sieg ist die HG sicher Meister und steigt in die viertklassige Bayernliga auf. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage wäre das Abrutschen auf Platz zwei oder drei jedoch wahrscheinlich gewesen, da Landshut und Günzburg vergleichsweise leichte Aufgaben zu bewältigen hatten. Zudem musste Ingolstadt auf Kreisläuferin Simone Jens verzichten, in der Anfangsphase waren die Schanzerinnen aufgrund dieser Gemengelage schlicht und ergreifend mit den Nerven zu Fuß. In der Abwehr spielte Biessenhofen in einer kompakten 6:0-Deckung und war präsent in den Zweikämpfen. Ingolstadt zog zwar die Auslösehandlungen durch, übte aber viel zu wenig Druck auf die Lücken aus und leistete sich zusätzlich einige Fang- und Passfehler. So lagen die Gastgeberinnen konstant in Führung. "Wir waren offensiv einfach mit dem Kopf nicht dabei", sagte Lisa Günther.


Auch Ingolstadt spielte eine defensive 6:0-Abwehr und warf sich leidenschaftlich in die Zweikämpfe, doch bei Distanzwürfen traten die HG-Spielerinnen zu zögerlich aus dem Abwehrblock heraus, sodass den Ostallgäuerinnen immer wieder Torerfolge gelangen. In der Schlussphase des torarmen ersten Durchgangs schaltete die HG aber noch einmal einen Gang hoch und kam zum 9:9-Ausgleich. "Egal welche Spielerin, egal welche taktischen Anweisungen - im Angriff waren wir zu nervös", sagte Polz. "In der Abwehr haben wir es aber gut umgesetzt."


Der Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel verlieh den Ingolstädterinnen aber keine Sicherheit - im Gegenteil: Zu Beginn der zweiten Halbzeit zogen die Gastgeberinnen wieder weg und führten in der 42. Spielminute sogar mit 17:13. In dieser Phase agierte Ingolstadt im Angriff äußerst ideenlos, das Mannschaftsspiel war zu unbeweglich, und auch die Körpersprache verriet nichts Gutes. "Wir drohten an unserer eigenen Nervosität zu scheitern", erklärte Polz. "Aber es gab keinen Grund aufzugeben. Wir haben schon so viele Spiele gedreht." Die Aufholjagd initiierte vor allem Rückraumspielerin Günther, die mit einigen Durchbrüchen glänzte und ihre Mannschaft mitriss. "In der ersten Halbzeit habe ich noch den Kopf verloren, aber dann habe ich noch einmal alle Kräfte gebündelt", sagte sie. "Lisa hat ein sensationelles Spiel gemacht", lobte Polz.


Bis zur 52. Minute holten die Gäste Tor um Tor auf. In der Abwehr wurde um jeden Ball gekämpft - der Wille trieb die Mannschaft an. "Ich hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit gedacht, wir schaffen das nicht", gab Melanie Pöschmann zu. "Aber dann hat es ,Klick' gemacht, und wir waren nicht mehr zu stoppen." Ab der 53. Minute lag die HG in Führung, spielte deutlich dynamischer und nutzte auch die Torchancen konsequenter. Auch eine Einzelmanndeckung gegen Pöschmann, die am Ende auf zehn Treffer kam, konnte das Blatt für die Gastgeberinnen nicht mehr wenden.


"Wir haben so viele Jahren darauf hingearbeitet, in die Bayernliga aufzusteigen", sagte Pöschmann. "Das ist der Wahnsinn. Ich kann es gar nicht wirklich glauben." In einem Titelrennen mit zeitweise fünf Mannschaften behauptete sich Ingolstadt schlussendlich aufgrund taktischer Flexibilität und dem Willen, auch die engen Partien für sich zu entscheiden. Die letzte Liga-Partie diente so als Blaupause für den gesamten Saisonverlauf. Das Ziel Aufstieg wurde erreicht - dennoch deutet sich ein Umbruch an. Trainer Polz wird die Mannschaft verlassen, auch für einige Leistungsträger endet die Zeit bei der HG. Pia Dietz und Vanessa von Frankenberg fehlen aufgrund ihres Auslandsstudiums in der kommenden Hinrunde, Torhüterin Nicky Bittl zieht beruflich nach Ungarn. Lucie Maillard und Simone Jens werden ebenfalls kürzertreten beziehungsweise mit dem Handball aufhören. Lisa Antl wechselt nach Gröbenzell, um dort in der A-Jugend-Bundesliga und der Zweiten Liga im Damenbereich zu spielen.


Doch an Zukunftsüberlegungen oder Personalplanspiele war an diesem Wochenende selbstredend nicht zu denken. Vielmehr lautete die Devise: genießen. Auf die unmittelbaren Feierlichkeiten in der Halle folgte eine launige Busfahrt zurück nach Ingolstadt, wo im Kreise der Mannschaft dem Vernehmen nach ein Großteil der Nacht dazu genutzt wurde, eine intensive Saison Revue passieren zu lassen.

HG Ingolstadt: Bittl (1), Halfter - Dietz (3), Fischer, Maillard, Edelsbrunner (1), Ulisch, Pöschmann (10/4), Geier (1), Wunsch, Häußler (1), Günther (4), von Frankenberg, Antl (8).


 

Nur noch ein Schritt bis zum Ziel

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die HG-Handballerinnen stehen vor dem ganz großen Wurf. Im vorletzten Saisonspiel der Landesliga Süd behielten die Ingolstädterinnen am vergangenen Sonntag die Nerven und durch einen 32:22 (15:12)-Heimsieg gegen den TV Gundelfingen auch die Tabellenführung. Bei einem Sieg am letzten Spieltag sind die Meisterschaft und der Aufstieg in die Bayernliga sicher.

"Von Spiel zu Spiel schauen." Das ist die Devise der HG Ingolstadt seit dem ersten Saisonspiel. Und auch wenn die Mannschaft von Trainer Alex Polz sich von dieser Marschroute unabhängig von Sieg oder Niederlage in stoischer Ruhe nie hat abbringen lassen - jetzt, da das ganz große Ziel in unmittelbare Sichtweite rückt, sind die Ingolstädter Handballerinnen vor Nervosität doch nicht gefeit.
Gegen Gundelfingen ließen die HG-Damen deswegen in der Anfangsphase zahlreiche Chancen ungenutzt, produzierten Fang- und Passfehler und standen auch in der Abwehr zu unsortiert. "Wir haben mit einer defensiv ausgerichteten 5:1-Abwehr angefangen", erklärte Polz. "Das hat taktisch nicht so richtig funktioniert, weswegen wir auf eine 6:0 umgestellt haben." Die Gäste fanden zuvor zu oft die Lücken im Ingolstädter Abwehrverbund und konnten so bis zur 22. Spielminute konstant die Führung halten. Bei Torhüterin Nicky Bittl durften sich die Gastgeberinnen bedanken, dass der Rückstand nicht deutlicher ausfiel. "Man hat die hohe Anspannung gemerkt", sagte Polz. "Wir wurden dann einfach zu verkrampft."


Dass Ingolstadt die Partie noch vor dem Seitenwechsel drehte, lag an der Schlussphase der ersten Halbzeit: Zunächst kassierte Gundelfingen eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe, in der die Gastgeberinnen drei Tore erzielten und keines kassierten. Als die HG ihrerseits eine Zeitstrafe hinnehmen musste, wurde diese Phase mit 2:1 Toren ebenfalls gewonnen. Zur Pause führte Ingolstadt letztlich mit 15:12 - und hatte zu diesem Zeitpunkt den Willen des Gegners, der mit nur neun Spielerinnen das Spiel bestritt, schon gebrochen.
Wie schon im ersten Durchgang funktionierte auch in der zweiten Halbzeit das Angriffsspiel der HG gut. Mit dem feinen Unterschied, dass die zahlreichen Chancen nun besser genutzt wurden. So zog die HG kontinuierlich davon. Beim Stand von 21:13 in der 40. Minute war die Partie entschieden und Polz wechselte vermehrt durch. Knackpunkt jedoch war abermals die Abwehrarbeit. "Gundelfingen war über Distanzwürfe kaum gefährlich", sagte Polz. "Sobald wir verstanden hatten, dass wir nur über eine zurückgezogene 6:0-Formation defensive Stabilität haben, war der Gegner hilflos." Das Hinspiel hatte Ingolstadt noch verloren, im Rückspiel gelang es, dass Schlüsselspielerin Hannah Ruchti nur ein Tor erzielte. "Wir haben den Gegner immer wieder ins Zeitspiel getrieben", bilanzierte Polz. Zusätzlich rissen weder der offensive Spielfluss noch die defensive Kompaktheit mit den personellen Wechseln. Als sich die Verkrampfung löste, erspielte sich Ingolstadt einen deutlichen Sieg mit zehn Toren Vorsprung.


Vor dem letzten Saisonspiel beim Tabellenvierten SG Biessenhofen-Marktoberdorf ist von Platz eins bis drei noch alles möglich. Gewinnt Ingolstadt, ist die Meisterschaft aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen den punktgleichen Tabellenzweiten Landshut sicher. Bei einem Unentschieden wären zumindest der zweite Platz und die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation den Ingolstädterinnen nicht mehr zu nehmen. Sowohl bei einer Punkteteilung als auch bei einer Niederlage geht der Blick aber in die anderen Hallen - der Ausgang der Spiele von Landshut und Günzburg bestimmt dann, wohin die Reise geht. "Das Spiel gegen Biessenhofen wird richtig schwer, sie haben uns schon im Hinspiel das Leben schwergemacht", erklärt Polz. Damals gewann Ingolstadt in eigener Halle knapp mit 27:26. Die Ostallgäuerinnen sind sowohl über Durchbrüche als auch über Rückraumwürfe gefährlich. Es wird deshalb darauf ankommen, das richtige Timing in den defensiven Zweikämpfen zu finden. Gelingt es der HG, das eigene Potenzial auszuschöpfen, stehen die Zeichen auf Meisterschaft und Aufstieg in die Bayernliga.

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Dietz (1), Jens (3/1), Fischer, Maillard, Ulisch, Pöschmann (6/2), Geier (6), Wunsch (1), Häußler (6), Günther, von Frankenberg (2), Antl (7/3)


 

Tabellenführer in letzter Sekunde

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben in der Landesliga Süd die Tabellenführung zurückerobert. Im direkten Duell gegen Titelkonkurrent VfL Günzburg gewann die Mannschaft von HG-Trainer Alex Polz am vergangenen Sonntag auswärts 32:31 (14:11) und kann die Meisterschaft nun aus eigener Kraft gewinnen.

Spielstand 31:31, 30 Sekunden hat Ingolstadt für den letzten Angriff noch, spielt die Zeit herunter und bekommt einen Freiwurf zugesprochen. Acht Sekunden noch auf der Uhr. Melanie Pöschmann bekommt den Ball und legt auf Sarah Geier ab. Die Linksaußenspielerin wird gefoult, es gibt den Siebenmeter. Pöschmann wirft, Pöschmann trifft. "Ich habe diese Mannschaft nach einer Partie noch nie so auf dem Spielfeld feiern gesehen", sagte Alex Polz nach dem Spiel. "Das war die pure Freude." Die Freude über einen verdienten Sieg in einem engen Spiel gegen den direkten Konkurrenten um die Meisterschaft.

Die HG-Damen kamen gut in das Spiel und begannen mit einer 5:1-Abwehrformation, stellten aber schnell auf eine defensivere 6:0-Abwehr um, da Günzburg mehr über Durchbrüche als über Distanzwürfe zum Erfolg kommen wollte. Im Angriff agierten die Ingolstädterinnen konzentriert im Spielaufbau, spielten die Auslösehandlungen konsequent und erarbeiteten sich so immer wieder gute Chancen. Einzig bei der Verwertung dieser ließen die Schanzerinnen die letzte Konzentration vermissen. "Wir haben einige Tormöglichkeiten liegen gelassen und sind deshalb nicht wirklich weggezogen", sagte Polz. Zwar führte die HG auch dank einiger Treffer über außen teilweise mit vier Toren (11:7), doch Günzburg blieb ein unangenehmer Gegner, ließ ebenfalls den Ball gut laufen und konnte immer wieder verkürzen.

Trotz des Pausenstands von 14:11 wurde es im zweiten Durchgang noch einmal richtig spannend. Der Grund: Ingolstadt spielte häufig in Unterzahl. "Wir sind von einer Zeitstrafe in die nächste gekommen", sagte Polz. "Zusätzlich kam die Erschöpfung dazu, deshalb haben wir mehr Gegentore kassiert als in der ersten Halbzeit." Günzburg nutzte eine schwächere Phase der HG, um das Spiel zu drehen. Führte Ingolstadt in der 44. Spielminute noch mit 23:19, lag sechs Minuten später der Gastgeber mit 27:26 in Front. "Defensiv haben uns auch wegen der ständigen Unterzahl die letzten Zentimeter gefehlt, offensiv hatten wir ein Kraft- und Konzentrationsproblem", resümierte Polz. "Aber ich bin stolz, wie wir ab der 48. Minute dagegengehalten haben."

Denn die HG konnte wieder eine Schippe drauflegen. Waren die Schanzerinnen zuvor oft an der glänzend aufgelegten Günzburger Torhüterin gescheitert, wurde die eigene Überzahl nun wieder gut genutzt und die Führung zurückerobert. In der Abwehr blieben die HG-Damen konzentriert und ließen kaum große Torchancen zu, im Angriff stellte auch eine Einzelmanndeckung gegen Pöschmann oder Maria Häußler kein Problem dar. "Wir haben solche Aufgaben durch mannschaftliche Geschlossenheit gelöst und die Räume gut genutzt", erklärte Polz. "Auch die Bank ist immer voll mitgegangen, obwohl wir relativ wenig gewechselt haben."

Beide Mannschaften hatten Druck - ein Sieg für Günzburg hätte die praktisch sichere Meisterschaft für die Schwäbinnen bedeutet. Doch in den Schlussminuten schienen die Gäste diesem Druck mit mehr Willen zu begegnen. Die Schlussphase war wie das gesamte Spiel hochgradig intensiv. In der 59. Spielminute nahm Polz beim Stand von 31:31 und eigenem Ballbesitz eine Auszeit. Im folgenden Angriff konnte Ingolstadt nicht treffen, doch auch Günzburg gelang kein Tor. So hatte Ingolstadt noch einmal 30 Sekunden. Der Rest ist bekannt.

Zwei Spiele stehen noch aus, am kommenden Sonntag empfängt die HG den TV Gundelfingen, die sich im Tabellenmittelfeld befinden. "Der Druck wird nicht kleiner", sagte Polz. "Sie sind ein unberechenbarer und unangenehmer Gegner." Und: Das Hinspiel hatten die Schanzerinnen seinerzeit überraschend deutlich 22:29 verloren.

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Dietz (4), Jens (3), Fischer, Maillard, Ulisch, Pöschmann (12/6), Geier (5), Remy, Häußler (3), Günther (2), von Frankenberg, Antl (3)


 

Den Tabellenführer überrascht

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben in der Landesliga Süd ein dickes Ausrufezeichen im Aufstiegskampf gesetzt und den Tabellenführer TG Landshut mit einer 29:19 (16:9)-Packung nach Hause geschickt. Drei Spieltage vor Schluss stehen die HG-Damen nun auf Rang zwei.

"Überraschung" war das Stichwort im Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer Landshut und der drittplatzierten HG Ingolstadt in der Paul-Wegmann-Halle am vergangenen Samstag. Mittlerweile scheint es sich herumgesprochen zu haben, dass die Ingolstädter Achse mit Melanie Pöschmann, Lisa Günther und Simone Jens für Tore gut ist - der ein oder andere Gegner hat sich darauf eingestellt. "Im Hinspiel kannte Landshut unsere Positionen", erklärt Günther. "Wir wollten sie diesmal mit anderen Varianten irritieren."
Und das gelang. Unterlag die Mannschaft von HG-Trainer Alex Polz in der Hinrunde noch mit 19:24, war im Rückspiel der Heimerfolg zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Dabei überraschte Polz zum einen mit einer Startaufstellung, in der weder Jens noch Pöschmann einen Platz fanden, zum anderen stand erstmals Neuzugang Maria Häußler im Kader - und gleich in der Startaufstellung. Seit drei Jahren hat Häußler nicht mehr Handball gespielt, davor aber überaus erfolgreich beim HC Salzland (Sachsen-Anhalt) in der Dritten Liga.


Und auch in ungewohnter Startaufstellung zeigten die Schanzerinnen eine starke Abwehrleistung. In einer 5:1-Formation kam die HG gut in die Zweikämpfe und verhinderte Durchbrüche in zentraler Position - einzig über die Außenspielerinnen kam Landshut zum Abschluss. Da aber auch die Gäste eine sehr engagierte Abwehr spielten, abwechselnd in offensiven 4:2- oder 3:3-Deckungsvarianten, konnte sich Ingolstadt erst ab der 15. Spielminute absetzen. Bis zur Halbzeit gelang es, einen Sieben-Tore-Vorsprung herauszuspielen, vor allem, weil die taktischen Überlegungen griffen. "Wir haben uns zwei Wochen lang auf die offensive Deckungsweise der Landshuterinnen vorbereitet", sagt Polz. "Das ist mental schwierig, weil man permanent Entscheidungen treffen muss, es hat aber gut funktioniert."
Da die offensiven Verteidigerinnen der Gäste teils extrem weit herausrückten, nutzten die Kreisläuferinnen und Außenspielerinnen die Räume zwischen der vorderen und der hinteren Verteidigungsreihe, um Druck auszuüben. Grundstein für die deutliche 16:9-Pausenführung war aber die konsequente Abwehrarbeit der HG in Zusammenarbeit mit einer blendend aufgelegten Torhüterin Nicky Bittl.


Im zweiten Durchgang gelang es den Ingolstädterinnen, die Leistung der ersten Halbzeit zu bestätigen. In der Abwehr ließen die Schanzerinnen Landshut nur über außen oder aus dem Rückraum werfen - im Zentrum wurden die Zweikämpfe allesamt gewonnen. Dadurch ergaben sich Tempogegenstöße, die immer wieder für einfache Tore sorgten, aber auch nötig waren, weil sich die Landshuterinnen trotz des deutlichen Rückstands nie aufgaben und ihrerseits in der Abwehr giftig verteidigten. "Wir haben auch immer wieder Bälle verloren und wieder einige Chancen liegengelassen", sagt Polz. "Dann haben wir uns aber wieder hinten den Ball geholt."
Über 17:11, 22:13 und 25:14 erspielte sich Ingolstadt am Ende einen hochverdienten 29:19-Erfolg gegen den Tabellenführer. Körperlich und taktisch waren die Gastgeberinnen in allen Belangen überlegen - die Überraschungsmomente haben sich bezahlt gemacht. Zwar bekam Häußler im zweiten Durchgang mehr Verschnaufpausen, ansonsten wechselte Polz aber nicht viel durch. "Maria bringt durch ihre Größe und Übersicht eine Qualität in die Mannschaft, die wir so noch nicht hatten", lobt der Coach.


Durch die Niederlage rutschte Landshut auf den dritten Platz ab und ist punktgleich mit Ingolstadt, das aber nun den direkten Vergleich für sich entschieden hat. Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) treten die Schanzerinnen beim neuen Tabellenführer VfL Günzburg an. Mit einem Sieg hätten die HG-Damen die Entscheidung in der Meisterschaft in der eigenen Hand. "Wir müssen gegen Günzburg erneut so wie gegen Landshut in der Abwehr arbeiten", erklärt Polz. "Es braucht wieder eine konzentrierte Leistung, außerdem müssen wir unsere Chancenverwertung verbessern."

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Lanz, Dietz, Jens (6/1), Fischer (1), Maillard, Ulisch, Pöschmann (4/1), Geier (3), Häußler (3), Günther (2), von Frankenberg, Antl (10)


 

Tabellenführung verspielt

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben die Tabellenführung in der Landesliga Süd aufgrund einer 29:37 (18:22)-Auswärtsniederlage beim TSV Simbach wieder abgegeben. Vor allem die Abwehrleistung verhinderte einen Erfolg. Ingolstadt rutschte auf den dritten Tabellenplatz ab.

"Zusammengefasst hat es an vier Dingen gelegen: Training, Mentalität, Abwehrarbeit und Schiedsrichterleistung", bilanzierte HG-Trainer Alex Polz nach der deutlichen Niederlage mit acht Toren Unterschied. Unter der Woche hatte sich die Mannschaft im Training auf das Angriffsspiel der Simbacherinnen vorbereitet - im Spiel machte sich aber eine mangelhafte Einstellung bemerkbar. "Simbach hat uns nicht überrascht", erklärte Polz. "Im Training wurde aber zu wenig gearbeitet." Die Simulation des Angriffsspiels sei nicht optimal gelaufen, so konnte die starke TSV-Achse, bestehend aus den Rückraumspielerinnen Stephanie Kube und Sabrina Brand sowie Kreisläuferin Dora Siklosi die 5:1-Abwehr der Ingolstädterinnen immer wieder überwinden.

Simbach erspielte sich schnell eine Vier-Tore-Führung, wodurch die Gäste im Angriff ständig unter Zugzwang standen. "Wir waren in der Abwehr zu ineffektiv und im Angriff dann verkrampft", erklärte Polz. Trotzdem sei die Angriffsleistung gut gewesen, Knackpunkt blieb über 60 Minuten die Deckungsarbeit. Auch eine Einzelmanndeckung gegen Brand half nichts, weil auch das Torhüterduo der Schanzerinnen nicht den besten Tag erwischte. Zur Pause lag Ingolstadt mit vier Toren zurück, den permanenten Willen, das Spiel zu gewinnen, konnte man der HG trotzdem nicht absprechen.

Die zweite Halbzeit bestätigte das Bild des ersten Durchgangs. Ingolstadt waren die Abläufe des Simbacher Angriffsspiels eigentlich bekannt, aber auch mit einer Einzelmanndeckung gegen Kube trat keine Besserung ein. "Wir haben in der Deckung nicht aktiv dagegengearbeitet", sagte Polz. "Stattdessen haben wir immer reagiert und waren dann häufig zu spät dran." Trotz der Ausfälle wichtiger Spielerinnen wie Sarah Geier, Julia Ulisch und Ina Wunsch kämpften sich die Ingolstädterinnen zwischenzeitlich wieder auf 20:22 heran, hatten dann jedoch Pech mit einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen. "Das ist dann einfach zermürbend", haderte Polz. "Man bekommt das Gefühl, dass egal was man macht, du kommst einfach nicht ran." Die Mannschaft kam nie in die Lage, den Ausgleich zu erzielen, auf Dauer sei das mental sehr schwierig gewesen.

So zog Simbach davon. Über 24:20, 27:20 und 30:23 wurde ein konstant deutlicher Vorsprung herausgespielt, die Gäste wechselten in der Schlussphase bei eigenem Ballbesitz die Torhüterin für eine weitere Feldspielerin aus - dennoch konnte der Rückstand nicht verkürzt werden. Zudem agierte die Mannschaft auch in eigener Überzahl glücklos. Dennoch: 29 geworfene Tore sind ein guter Wert, dass die Schanzerinnen das Simbacher Dreigespann Kube (12 Tore), Brand (6) und Siklosi (8) nie in den Griff bekam, kostete schlussendlich den Sieg. "Unsere Abwehrleistung ist das große Manko", sagte Polz. "Aber, wenn man im Training nicht bereit ist, über die Grenze hinaus zu gehen, dann fehlt das auch im Spiel." Bezeichnenderweise hat Ingolstadt zwar den besten Angriff der Liga, bei 599 Gegentreffern in 22 Spielen sind aber auch nur vier andere Mannschaften der Landesliga defensiv schlechter.

Durch die Niederlage rutscht Ingolstadt wieder auf den dritten Tabellenplatz ab, in zwei Wochen kommt Tabellenführer TG Landshut in die eigene Halle. Im Hinspiel verloren die Schanzerinnen 19:24. "Wir werden versuchen den Turbo wieder hochzuschalten", kündigte Polz an.

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter -

Dietz (3), Jens (8), Fischer (1), Edelsbrunner, Jozak, Pöschmann (5/1), Remy (2), Günther (3), von Frankenberg (2), Antl (5)


 

In zehn Minuten an die Tabellenspitze

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt sind wieder Spitzenreiter der Landesliga Süd - auch weil die Konkurrenz patzte. Beim 35:28 (15:14)-Heimsieg am vergangenen Samstag gegen den Tabellenvorletzten TV Waltenhofen überzeugte die HG aber erst in der zweiten Halbzeit.

In der Woche vor der Heimpartie gegen die Waltenhofenerinnen war bekannt geworden, dass Trainer Alex Polz und die HG Ingolstadt sich darauf geeinigt haben, am Saisonende getrennte Wege zu gehen (Wir berichteten). Die Frage, ob sich diese neue Situation negativ auf die restliche Saison auswirken könnte, muss fürs Erste verneint werden. Weil Ingolstadt den TV besiegte, während gleichzeitig Landshut gegen Biessenhofen nur 30:30-unentschieden spielte und Günzburg gegen Gundelfingen sogar verlor, grüßen die Schanzerinnen auf einmal wieder von der Tabellenspitze.

Die eigene Aufgabe gegen den Tabellenvorletzten Waltenhofen mutete vor der Partie wie eine leichte Pflichterfüllung an, doch im ersten Durchgang hatten die Ingolstädterinnen mehr Mühe als ihnen lieb war. "Wir haben Waltenhofen immer wieder ins Spiel kommen lassen", haderte Polz. "Wir haben zu viele Chancen ausgelassen." Zu Beginn funktionierte die offensive 3:2:1-Abwehr der HG noch gut, mit den Angriffen der Gäste hatten die Gastgeberinnen wenig Probleme. Beim Stand von 15:10 verlor die HG dann aber ihre Linie und lud Waltenhofen förmlich zum Torewerfen ein. Die Folge: Durch einen 4:0-Lauf konnten die Allgäuerinnen wieder verkürzen, zur Pause beim Stand von 15:14 für die HG schien die Partie komplett offen.

"Wir haben uns in der Pause gesagt, dass es so nicht weitergehen kann", sagte Polz. "Wir haben dann in der zweiten Halbzeit umgestellt." Fortan agierte Ingolstadt mit einer defensiveren 5:1- beziehungsweise 4:2-Deckung - und das wirkte. "Nach der Pause ist der Express dann ins Laufen gekommen", erklärte Polz. Beim Stand von 16:15 gelangen den Gastgeberinnen zehn Tore am Stück, die Partie war somit in der 43. Spielminute entschieden. Ein im zweiten Durchgang völlig überfordertes Waltenhofen rettete nur das Ingolstädter Unvermögen beim eigenen Torabschluss vor einer noch deutlicheren Niederlage. Im Angriff spielten die Schanzerinnen zwar immer wieder ihre Auslösehandlungen, schlossen dann aber zu hektisch ab. "Wir haben zu oft Halbchancen genommen und dann den Ball verloren", erklärte Polz.

Am sicheren Sieg änderte das aber nichts, vielmehr eröffnete das Spiel dem Trainer die Möglichkeit, kräftig durchzuwechseln. "Die, die zuletzt nicht so viel gespielt haben, haben heute viel Einsatzzeit bekommen", sagte Polz. So feierte Valentina Jozak, die bislang nur in der Reserve zum Einsatz kam, ihr Debüt in der Landesliga-Mannschaft und machte vor allem in der Abwehr ihre Sache gut.

In den letzten 15 Minuten konnte der Vorsprung dann nicht mehr nennenswert ausgebaut werden, aufgrund der ungewohnten Aufstellungen entstanden in der Abwehr immer wieder Abstimmungsschwierigkeiten. So kassierten die Ingolstädterinnen noch einige Zwei-Minuten-Zeitstrafen und Waltenhofen konnte die Schlussphase einigermaßen ausgeglichen gestalten. Dennoch zeigte sich die Überlegenheit der HG auch daran, dass Ingolstadt selbst in Unterzahl immer wieder zum Torerfolg kam. "Zehn Minuten haben in der zweiten Halbzeit gereicht", bilanzierte Polz. "In der ersten Halbzeit hatten wir aber keinen Zugriff und haben zu viele Bälle verworfen."

Die Tabellenführung ist nun zurückerobert, es warten aber demnächst schwierige Aufgaben auf die HG - am kommenden Samstag (14.30 Uhr) geht es nach Simbach. "Jetzt geht die Saison so richtig los", sagte Polz. "Simbach ist ein äußerst unangenehmer und heimstarker Gegner." Im Hinspiel erzielte Ingolstadt einen 31:23-Sieg, wenn die Schanzerinnen Meister werden wollen, braucht es nun auch auswärts einen Erfolg.

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Dietz (1), Jens (7), Fischer (1), Jozak, Edelsbrunner, Ulisch (1), Pöschmann (10/1), Geier (6), Remy, Günther, von Frankenberg (2), Antl (7)

 


 

"Müssen auch dreckige Spiele gewinnen"

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben am vergangenen Samstag einen 34:30 (17:14)-Auswärtssieg in der Landesliga Süd gegen den TSV Grafing eingefahren. Die mangelhafte Chancenverwertung verhinderte einen deutlicheren Erfolg der Mannschaft von Alex Polz.

Langsam, aber sicher biegt die Saison auf die Zielgerade ein, der Vierkampf an der Tabellenspitze zwischen Landshut, Günzburg, Schleißheim und Ingolstadt geht in die entscheidende Phase. Gegen den TSV Grafing, eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel, galt die HG vor dem Aufeinandertreffen am vergangenen Samstag als klarer Favorit, musste aber auf einige Stützen wie Simone Jens, Sarah Geier, Pia Dietz oder Ina Wunsch verzichten.

Im Vorfeld der Partie hatten sich die Ingolstädterinnen auf eine offensive Abwehr Grafings vorbereitet, die Gastgeberinnen begannen aber mit einer defensiven 6:0-Abwehrformation. "Damit sind wir eigentlich ganz gut zurechtgekommen", sagte Polz. "Wir haben aber zu viele klare Chancen nicht genutzt." Aufgrund spielerischer Überlegenheit konnten die Gäste schnell die Führung erobern, diese aber dann allerdings nicht entscheidend ausbauen. Nach 13 Minuten glich Grafing zum 7:7 aus und ging vier Minuten später sogar mit 10:8 in Führung. "Wenn Grafing im Ballbesitz war, haben wir sie immer ins Zeitspiel gedrängt", erklärte Polz. "Doch am Ende ist der Ball häufig doch noch irgendwie reingegangen."

Ingolstadt schaffte es oft, die Gastgeberinnen vom eigenen Tor wegzuhalten, doch über Kreisanspiele, Distanzwürfe oder Durchbrüche gelang den Grafingerinnen trotzdem der erfolgreiche Abschluss. So eroberte Ingolstadt zwar erneut die Führung, da die letzte Konsequenz in der Abwehr und bei der Chancenverwertung fehlte, hielt sich Grafing aber im Spiel.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Schanzerinnen gut aus der Kabine. Aus dem 17:14 wurde ein 21:16. "Da haben wir dann gedacht, das läuft jetzt. Doch dann bekommen wir einen 4:0-Lauf Grafings gegen uns", sagte Polz. Wegen technischer Fehler im Angriffsaufbau fuhren die Gastgeberinnen einige Tempogegenstöße. Ingolstadt wurde zunehmend hektisch und unsicher, nach 43 Minuten war der TSV wieder auf ein Tor dran. In dieser Phase hätte das Spiel kippen können. Ingolstadt kassierte in 30 Sekunden zwei Zwei-Minuten-Zeitstrafen, doch Grafing gelang nicht der Ausgleich, sondern die HG zog auf 26:22 davon. Gefährliche Phase überstanden, komfortabler Vorsprung - wieder gingen die Ingolstädterinnen davon aus, die Partie im Griff zu haben, doch erneut konnte Grafing auf ein Tor verkürzen.

Schuld an diesem Auf und Ab waren die unkonzentrierte Chancenverwertung im Angriff und die fehlende Konsequenz in der Defensive. Die meiste Zeit agierte Ingolstadt mit einer 5:1-Abwehr, zwischenzeitlich wurde Richardis Schurer aus dem Spiel genommen - die Partie blieb dennoch bis zum Schluss spannend. "Das Problem war, dass wir zu viele einfache Fehler produziert haben", sagte Polz. "Wenn man dann Tempogegenstöße gegen sich bekommt, wird man als Mannschaft unruhig." Dem Manko, den Sack nie wirklich zugemacht zu haben, stand die Cleverness entgegen, Grafing in den entscheidenden Phasen den Ausgleich verwehrt zu haben. In den letzten fünf Minuten der Partie setzte sich Ingolstadt durch einige schöne Einzelaktionen von Melanie Pöschmann und Lisa Antl ab, Ergebnis schlägt am Ende doch Erlebnis. "Man muss auch mal die dreckigen Spiele gewinnen", bilanzierte Polz. "Wir wollten die zwei Punkte, das haben wir geschafft."

Am kommenden Samstag (20 Uhr) empfangen die Schanzerinnen den Tabellenvorletzten TV Waltenhofen und haben sich vorgenommen, vor allem die Chancenverwertung zu optimieren.



HG Ingolstadt: Bittl, Halfter -

Fischer (1), Maillard, Edelsbrunner, Ulisch (2), Pöschmann 12/1), Remy (3), Günther (6), von Frankenberg, Antl (10)


 

Den Schalter umgelegt
(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im 19. Saisonspiel der Landesliga Süd einen klaren 34:23 (11:11)-Heimsieg gegen den TSV Herrsching eingefahren. In der ersten Halbzeit lag Ingolstadt allerdings lange zurück, erst in Durchgang zwei wendeten die Schanzerinnen das Blatt.


 Nach der jüngsten überraschenden Niederlage in Kissing war am vergangenen Samstagabend Wiedergutmachung angesagt, gegen die Gäste vom Ammersee startete die Mannschaft von HG-Trainer Alex Polz allerdings verunsichert. In der eigenen, offensiven 3:3-Abwehrformation hatten die Schanzerinnen keinen Zugriff, immer wieder gelang es Herrsching, die Kreisläuferin freizuspielen. Im eigenen Angriffsaufbau schlichen sich bei der HG einige technische Fehler ein, die zu Ballverlusten führten - nach gut fünf Minuten lagen die Gäste mit 5:0 vorne.

"Wir haben uns anfangs sehr schwergetan", sagte Polz. "In den ersten 15 Minuten mussten wir andauernd korrigieren." Herrsching investierte vor allem läuferisch sehr viel, übte dauernd Druck auf die gegnerische Abwehr aus und erspielte sich so viele klare Chancen. Die Gastgeberinnen dagegen fingen sich erst spät im ersten Durchgang und hatten lange Probleme gegen die robuste Abwehr der Herrschingerinnen. "Wir haben in der ersten Halbzeit unseren Rhythmus nicht gefunden", erklärte Polz. Da Rückraumspielerin Melanie Pöschmann phasenweise von den Gästen in Manndeckung genommen wurde, gelang es den Schanzerinnen zu selten, druckvoll aus dem Spielaufbau heraus zu agieren. Trotz einer offensiv wie defensiv bescheidenen Leistung verkürzte die HG den Rückstand aber noch und kam kurz vor dem Seitenwechsel zum 11:11-Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit kamen die Ingolstädterinnen dann aber verbessert aus der Kabine und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Schnell wurde die Führung erobert und sukzessive ausgebaut. Herrsching warf zwar alles in die Partie, um dagegenzuhalten, die Gastgeberinnen agierten aber nach einer Umstellung auf eine defensivere 5:1-Abwehr viel besser in der Deckung. "Der Wechsel auf 5:1 war auch ein Schlüssel zum Erfolg", sagte Lisa Antl. "Wir waren aber in der zweiten Halbzeit einfach insgesamt konzentrierter."

Antl zeigte auf der vorgezogenen Position in der Abwehr eine starke Leistung und störte immer wieder effektiv die Rückraumspielerinnen. Ihre Teamkolleginnen dahinter kamen ebenfalls besser in die Zweikämpfe und hatten nun auch die Herrschinger Kreisläuferin im Griff. Die meisten Würfe aus der Distanz entschärfte zudem Torhüterin Kathleen Halfter.

"Wir haben nach der ersten Halbzeit die Ruhe bewahrt", sagte Polz. "Es war klar, dass die Tore auch fallen, sobald wir unseren Rhythmus finden." Angetrieben von einer guten Abwehrleistung bespielte Ingolstadt dann auch die gesamte Klaviatur des Angriffsspiels: Tempogegenstöße nach Ballgewinn, zahlreiche Kreisanspiele auf Simone Jens, Durchbrüche nach Auslösehandlungen und Distanzwürfe von Pöschmann, die in der zweiten Halbzeit mehr Akzente setzen konnte. In der 36. Spielminute starteten die Schanzerinnen einen Sechs-Tore-Lauf, der die Partie entschied.

Die Schlussphase der zweiten Hälfte wurde souverän über die Zeit gespielt, auch weil Herrsching erst von den Kräften und schließlich vom Kampfgeist verlassen wurde. Der deutliche Heimsieg mit elf Toren Differenz spiegelte letztlich die couragierte Leistung der Herrschingerinnen aber nicht wider. "Das war eine tolle Teamleistung heute. Wir haben uns nach der Anfangsphase gut hineingekämpft", lobte Polz.

Mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Landshut tritt die HG kommenden Samstag in Grafing an. Auch in diesem Spiel gilt die HG als Favorit, mit einem Sieg bleibt der ganz große Wurf in dieser Saison im Bereich des Möglichen.

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Dietz (4), Jens (5), Fischer, Maillard (1), Edelsbrunner, Ulisch (1/1), Pöschmann (10/5), Geier (4), Wunsch (1), Günther, von Frankenberg, Antl (8)


Chance vertan
(Quelle DK von Christian Missy)


Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben am vergangenen Sonntag im 18. Saisonspiel der Landesliga Süd eine schmerzhafte 31:34 (14:17)-Auswärtsniederlage gegen den Kissinger SC kassiert. Vor allem in der Abwehr konnten die Ingolstädterinnen nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen.

Es hätte das Wochenende der HG Ingolstadt werden können. Die vier Konkurrenten in der Spitzengruppe spielten im direkten Vergleich gegeneinander, dass in den Partien Simbach gegen Günzburg und Schleißheim gegen Landshut jede Mannschaft zwei Punkte einfährt, war also ausgeschlossen. Gegen den Kissinger SC aus dem unteren Tabellenmittelfeld hätte deshalb ein Sprung in der Tabelle gelingen können, doch es kam anders. Die Mannschaft von HG-Trainer Alex Polz musste auf Simone Jens und Julia Ulisch verzichten, Sarah Geier und Bianca Edelsbrunner waren zudem angeschlagen und konnten zuvor nur eingeschränkt trainieren.

 

Die Ansage vor dem Spiel: Die Angriffe lange ausspielen, geduldig die am besten positionierte Spielerin zum Wurf bringen - doch diese Vorgabe wurde nur teilweise umgesetzt. Stattdessen: Hektik. "Wir haben zwar immer versucht, Lösungen zu finden", erklärte Polz. "Insgesamt haben wir aber zu viele Chancen liegen gelassen." Von Beginn an liefen die Schanzerinnen so einem Rückstand hinterher, kämpften sich aber auch immer wieder heran. Nach einem 1:4-Rückstand glich Lucie Maillard nach acht Minuten zum 5:5 aus. "Die Mannschaft hat sich immer gepusht und wollte immer gewinnen", sagte Polz.


Trotz einiger vergebener Möglichkeiten im Angriff - das Hauptproblem war die Abwehr. Zu Beginn spielte Ingolstadt in einer 5:1-Deckungsvariante, wobei vor allem die Kissinger Rückraumspielerin Irmgard Kefer aus dem Spiel genommen werden sollte. Doch die HG-Abwehr verschob nicht gut genug, auch das Zweikampfverhalten war nicht optimal. Folglich mussten die Gäste immer wieder Gegentreffer hinnehmen. "31 geworfene Tore sind eigentlich in Ordnung", sagte Polz. "Aber bei solch einer Abwehrleistung ist das zu wenig."


Nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit erwischten die Ingolstädterinnen eine schwache Phase. Aus dem 14:17-Halbzeitrückstand wurde ein 22:16 für die Gastgeberinnen. "Wir vergeben in dieser Phase beste Gelegenheiten und nutzen nicht aus, dass wir in Überzahl spielen", haderte Polz. Dennoch kämpfte sich seine Mannschaft wieder auf 28:31 heran, um dann drei Tempogegenstoßmöglichkeiten zu vergeben. Zusätzlich bekam Ingolstadt im zweiten Durchgang die beiden Kissingerinnen Stefanie Schmidt und Anne Juliane Huber nicht in den Griff, die durch Einzelaktionen immer wieder zum Torerfolg kamen und so eine erfolgreiche Aufholjagd der Gäste verhinderten. Über das ganze Spiel kassierte Ingolstadt vier Zwei-Minuten-Zeitstrafen, Kissing dagegen elf - die häufigen Überzahlsituationen blieben aber zu oft ungenutzt. In doppelter Überzahl kurz vor der Pause musste die HG zwei Treffer hinnehmen und erzielte selbst nur einen. Obwohl Ingolstadt verschiedene Abwehrvarianten ausprobierte und in 5:1-, 6:0-, 4:2- oder 3:3-Deckungsvarianten agierte, fehlte es letztendlich am Einsatz und der Bereitschaft, durch Verschieben Lücken im Abwehrverbund zu schließen. "Vor allem wegen der Schlussphase hat Kissing verdient gewonnen", sagte Polz. "Wenn du in dieser Liga deine Leistung nicht abrufst, kann jeder gegen jeden gewinnen."


Am kommenden Samstag (20 Uhr) empfangen die Ingolstädterinnen den Tabellenelften TSV Herrsching. "Auch das wird eine schwierige Aufgabe", sagt Polz.

HG Ingolstadt:

Bittl, Halfter - Dietz, Fischer, Maillard (4), Edelsbrunner, Pöschmann (9/2), Geier, Wunsch, Remy, Günther (5), von Frankenberg, Antl (13)


 

 

Leichtes Spiel
(Quelle DK von Christian Missy)


Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im 17. Saisonspiel der Landesliga Süd einen ungefährdeten 34:19 (20:8)-Heimsieg gegen den TSV Wertingen gefeiert. Bereits nach zehn Minuten war die Partie nahezu entschieden; Ingolstadt steht nun auf dem dritten Tabellenplatz.

Es waren keine sechs Minuten gespielt, da führte die HG Ingolstadt bereits mit 6:0. In den ersten Minuten der Partie überrollte die Mannschaft von Trainer Alex Polz förmlich die Gäste aus Schwaben. Der TSV Wertingen trat nur mit acht Spielerinnen an, als Tabellenvorletzter waren die Gäste ohnehin nicht die Favoriten auf den Sieg. Doch die Schanzerinnen gingen mit der Konzentration und Entschlossenheit in die Partie, die es braucht, um eine Überraschung einer Mannschaft aus dem Tabellenkeller frühzeitig im Keim zu ersticken.

Die Ingolstädterinnen wussten um die Stärke von Rückraumspielerin Lisa Beutmiller und verteidigten deshalb in einer 5:1-Formation, wobei die offensive Verteidigerin Beutmillers Kreise einengen sollte. "Das hat sehr gut geklappt", sagte Polz. "Beutmiller hat dann immer wieder die Position gewechselt und sogar auf Außen gespielt. Wir haben aber immer auf ihrer Seite offensiv agiert."

Mit dieser Verteidigungsformation kam Wertingen überhaupt nicht zurecht. Immer wieder eroberte Ingolstadt den Ball, die ersten zehn Tore der Gastgeberinnen fielen allesamt über Tempogegenstöße. Nach zehn Minuten war die Partie beim Stand von 10:2 bereits entschieden. Nicht nur wegen der acht Tore Differenz - so etwas kann durchaus aufgeholt werden -, sondern wegen der Art und Weise, wie Ingolstadt diese Partie anging. In der Folge wechselte Polz kräftig durch, schonte Stammspielerinnen wie Melanie Pöschmann und Lisa Günther und brachte Akteurinnen, die in den vergangenen Partien seltener zum Zug gekommen waren. "Diese Spielerinnen hatten Vorgaben bekommen, Dinge auszuprobieren", erklärte Polz und lobte: "Die Vorgaben wurden gut erfüllt." Zwar gab der TSV nie auf, doch Ingolstadt erhöhte den Vorsprung sukzessive auf 20:8 - spätestens da hatte die Partie einen Trainingsspielcharakter.

Im zweiten Durchgang experimentierten die Schanzerinnen dann noch mehr. "Der Fokus lag darauf, viel auszuprobieren, in der Abwehr das Stellungsspiel zu finden und im Angriff Leute nebeneinander spielen zu lassen, die das sonst nicht tun", sagte Polz. "Wir haben dadurch wertvolle Erkenntnisse gewonnen." Aufgrund der ungewohnten Konstellationen schlichen sich vermehrt Nachlässigkeiten ein, die Gäste erzielten über Tempogegenstöße und aus dem gebundenen Angriffsspiel mehr Tore als im ersten Durchgang. "Solche Fehler passieren", sagte Polz. "Das ist absolut in Ordnung. In der Abwehr haben wir nicht mehr mit der letzten körperlichen Konsequenz verteidigt, weil es darum ging, sich nicht zu verletzten."

Die HG erspielte am Ende dennoch einen nie gefährdeten 34:19-Sieg, wobei Polz die Haltung der Gäste respektierte: "Sie sind mit acht Leuten gekommen, haben alles gegeben und sich nicht über die Situation beschwert. Wir haben eine konzentrierte Leistung gebraucht - und die haben wir gezeigt."

In zwei Wochen geht es für die Schanzerinnen gegen den Kissinger SC, der sich im unteren Tabellenmittelfeld befindet. Im Hinspiel hatte die HG mit 32:29 knapp gewonnen. "Das wird eine harte Nuss", meinte Polz. "Kissingen ist heimstark und ein unangenehmer Gegner."

HG Ingolstadt: Bittl, Hesse -
Dietz (6), Jens (9/3), Fischer (3), Maillard (3), Edelsbrunner (1), Ulisch (1),

Pöschmann (3/2), Geier (2), Wunsch (2), Remy (4), Günther


 

 

Der Defensive sei Dank

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben am Sonntag in der Landesliga Süd mit 26:22 (13:15) gegen den SV München-Laim durchgesetzt. Ausschlaggebend war vor allem eine Leistungssteigerung der Abwehrarbeit im zweiten Durchgang.

Ein zähes Spiel, ein unangenehmer Gegner und eine phasenweise unkonzentrierte eigene Leistung - und doch standen am Ende zwei Punkte auf dem Konto der HG. "Wir haben es uns mal wieder selbst schwer gemacht", sagte Trainer Alex Polz und ergänzte: "Im Angriff fehlte die letzte Konsequenz."

In der ersten Halbzeit lagen die Gastgeberinnen nicht ein einziges Mal in Führung, weil sie sowohl offensiv als auch defensiv nicht überzeugen konnten. Im Angriff wurden die Auslösehandlungen zwar gespielt, es fehlte aber an Spritzigkeit und Schnelligkeit, um die Abwehr der Gäste konstant unter Druck setzen zu können. In der eigenen 3:2:1-Abwehr dagegen waren die Lücken zu groß, sodass München-Laim immer wieder zum Torerfolg kam.

Die Gäste zogen zwischenzeitlich auf 15:12 davon. Ingolstadt drohte das Spiel zu entgleiten, Polz nahm eine Auszeit, und seine Mannschaft fing sich vor dem Halbzeitpfiff wieder. "Wir waren zu lethargisch", erklärte Polz. "In der ersten Halbzeit haben wir uns durchgehangelt."

Für den zweiten Durchgang war die Aufgabe klar: konsequenter in der Deckung und effektiver im Angriff. In der Abwehr stellte die HG auf eine defensivere 5:1-Abwehr um - eine Änderung mit Folgen. "Die Lücken wurden dadurch kleiner", so Polz. "Das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüterin war deutlich besser." In einer zerfahrenen Partie drehten die Gastgeberinnen das Spiel und gingen mit 19:16 in Führung. Zwar kamen die Münchnerinnen wieder bis auf ein Tor heran, doch dank der deutlich verbesserten Defensivleistung gab Ingolstadt die Führung nicht mehr ab. "Größtenteils haben wir das ordentlich gemacht", bilanzierte Polz. "Wir haben dennoch einfach zu viele Chancen vergeben, da müssen wir mehr draus machen und konzentrierter agieren. Wir haben heute aber als Mannschaft gewonnen."

Durch den Sieg hat Ingolstadt den Anschluss an die Tabellenspitze gehalten. Mit acht Minuspunkten befindet sich die HG nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Schleißheim. Am kommenden Samstag (20 Uhr, Paul-Wegmann-Halle) empfangen die Schanzerinnen den Tabellenvorletzten SV Wertingen.

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter (beide Tor), Remy (1), Dietz (4), Jens (6/3), Fischer (1), Maillard, Ulisch, Pöschmann (3), Geier, Wunsch (1), Günther (2), von Frankenberg, Antl (8)


Ein Sieg des Willens
(Quelle DK von Christian Missy)

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben am Samstag ein wichtiges 27:25 (11:13) beim SV/DJK Taufkirchen errungen. In einem bis in die letzten Spielminuten spannenden Spiel der Landesliga Süd behielt die Mannschaft von Trainer Alex Polz vor allem in der Schlussphase die im Duell der beiden Tabellennachbarn, die beide in den vergangenen Spielen etwas schwächelten, ging es um nicht weniger als den Anschluss an die Tabellenspitze.

 

Während die Ingolstädterinnen wieder auf Pia Dietz und Vanessa von Frankenberg zurückgreifen konnten, fehlten den Taufkirchenerinnen alle etatmäßigen Rückraumspielerinnen und dennoch gingen die Gastgeberinnen zunächst in Führung.

Ingolstadt produzierte anfangs zu viele technische Fehler und vergab gute Torgelegenheiten, wodurch Taufkirchen immer wieder zu Tempogegenstößen kam. "Wir haben 40 Minute gebraucht, um uns daran zu gewöhnen, dass mit Harz gespielt wird", erklärte Polz. "Wir haben uns die Chancen schon rausgespielt, aber davon zu viele vergeben." In der Abwehr agierten die Schanzerinnen dagegen konzentriert. Die offensive 3:2:1-Abwehr funktionierte gut, vor allem Lisa Antl auf der offensivsten Verteidigerposition zeigte eine starke Leistung. "Sie hat die Mannschaft mitgerissen", lobte Polz. Hinten mit viel Leidenschaft, vorne dafür zu fahrig - zur Halbzeit lag Ingolstadt mit 11:13 zurück.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich daran wenig. Taufkirchen stellte die Abwehr häufig um und agierte mal defensiv mit einer 6:0-Formation, mal offensiv mit Manndeckung gegen Melanie Pöschmann - doch die HG fand immer wieder Lösungen. "Wir haben wenige Auslösehandlungen gespielt, das Zusammenspiel war nicht gut, wir haben aber trotzdem immer Chancen kreiert", sagte Polz. So hielt sich seine Mannschaft im Spiel und wandelte einen Vier-Tore-Rückstand in eine Ein-Tore-Führung um.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit Taufkirchen besser im Griff gehabt", sagte Polz. Trotzdem gelang es dem SV/DJK, wenige Minuten vor Schluss die Führung zurückzuerobern. Was dann folgte, waren drei Minuten leidenschaftlicher Kampf der Schanzerinnen. Trotz Unterzahl wegen eines Wechselfehlers drehte Ingolstadt die Partie, weil die Abwehr und die bis dahin phasenweise glücklose Torfrau Nicky Bittl äußerst stark verteidigten.

"Wir haben nicht aufgehört und uns nicht aufgegeben", bilanzierte Polz. "Wir haben da brutal gut gearbeitet. Die Mädels waren komplett im Tunnel und haben sich gepusht." Am Ende gewannen die Ingolstädterinnen mit 27:25 nicht unbedingt deshalb, weil sie spielerisch wesentlich besser waren, sondern weil sie es mehr wollten.

Durch den Sieg kletterten die Schanzerinnen auf den vierten Tabellenplatz. Am kommenden Sonntag (14.30 Uhr, Paul-Wegmann-Halle) empfängt die HG den SV München-Laim, der sich nach der Hinrunde mit einigen ehemaligen Spielerinnen verstärkt hat. "Es wird ein schwieriges Spiel und ein harter Brocken", so Polz. "Mit der Einstellung vom Taufkirchen-Spiel können wir aber gewinnen."

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter (beide Tor), Dietz, Jens, Fischer, Maillard, Ulisch, Pöschmann, Geier, Remy, Günther, von Frankenberg, Wunsch, Antl

 


 

Fünfter statt Erster
(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben gestern eine 25:30 (14:14)-Heimniederlage gegen den TSV Schleißheim kassiert. Aufgrund einer schwachen Phase in der zweiten Halbzeit musste die Mannschaft von Trainer Alexander Polz die zuvor punktgleichen Schleißheimerinnen in der Tabelle der Landesliga Süd vorbeiziehen lassen.

Verloren, im Duell gegen den direkten Tabellennachbarn, vor heimischem Publikum: Die Stimmung hätte besser sein können im Kreise der Ingolstädter Handballerinnen. Die HG verpasste nämlich nicht nur die Chance, alleiniger Tabellenführer zu werden, vielmehr rutschten die Schanzerinnen durch die zwei gesammelten Minuspunkte auf den fünften Tabellenplatz ab.


In der ersten Halbzeit blieb die Partie über 30 Minuten lang komplett offen. Schleißheim ging zwar schnell mit 5:1 in Führung, doch Ingolstadt biss sich in die Partie, konnte zum 6:6 ausgleichen und sogar die Führung erobern. Trotz alledem: Die Abwehrleistung der offensiven 3:2:1-Deckung war schon im ersten Durchgang mangelhaft. "Wir haben viel zu viele Gegentore über außen kassiert", haderte Polz. "Wir haben einfach nicht gut genug verschoben."


Die Gäste agierten im Angriff druckvoll, zogen von den Rückraumpositionen immer wieder energisch in die Lücken und legten dann auf die Außenspielerinnen ab. Auf der Gegenseite agierten die Gastgeberinnen nicht konsequent genug. Die Auslösehandlungen wurden zwar gespielt, es fehlte aber der entscheidende Druck auf die gegnerische Deckung, um Schleißheim nachhaltig in Gefahr bringen zu können.


Für den zweiten Durchgang sollten genau diese Fehlerquellen behoben werden. "Wir hatten angesprochen, im Angriff druckvoller zu spielen und die Außenangreiferinnen von Schleißheim früher anzugehen", erklärte Polz, der nach rund zehn Minuten nach Wiederbeginn allerdings eine ganz schwache Phase seiner Mannschaft zu sehen bekam. "Wir sind sieben Minuten lang komplett eingebrochen", stellte der Ingolstädter Trainer fest und ergänzte: "Wir haben viele Tempogegenstöße kassiert. Wir sind geistig einfach nicht da gewesen."


Schleißheim zog auf 27:21 davon, auch eine Umstellung auf eine defensivere 5:1-Abwehr brachte keinen nennenswerten Erfolg bei den Gastgeberinnen. "Wir haben einfach nicht miteinander gespielt", erklärte Polz. "Wenn man nicht umsetzt, was man sich vornimmt, dann gewinnt man auch nicht. Wir haben immer wieder die gleichen Fehler gemacht."

 

In der Schlussphase versuchten die Ingolstädterinnen noch einmal alles, die Würfe waren aber teils zu unvorbereitet, näher als auf vier Tore Rückstand kam die HG nicht mehr heran. Nächster Gegner der Ingolstädterinnen ist am kommenden Samstag (18 Uhr) der sechstplatzierte SV-DJK Taufkirchen.


HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Murgg, Jens (5 Tore), Fischer, Maillard, Ulisch, Pöschmann (12/1), Geier (2), Wunsch, Günther (1), Remy (3), Antl (2)


 

 

Mit Willenskraft an die Tabellenspitze

(Quelle DK von Christian Missy) 

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im 13. Saisonspiel der Landesliga-Süd einen 27:26 (13:17)-Heimsieg erkämpft. Lange Zeit lief die Mannschaft von Trainer Alex Polz gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf einem Rückstand hinterher, bewies in der Schlussphase aber Nervenstärke.

 

Durch den Sieg eroberten die Schanzerinnen die Tabellenspitze zurück.

 

Zum Hinrundenabschluss wurde die HG Ingolstadt noch einmal vor eine unangenehme Aufgabe gestellt. Torhüterin Nicky Bittl und beide Rückraum-Mitte-Spielerinnen, Lisa Günther und Julia Ulisch, fielen aus. HG-Trainer Alex Polz musste umstellen. Torhüterin Luise Hesse rückte in den Kader, Melanie Pöschmann startete auf der Spielmacherposition - doch die Abläufe funktionierten nicht wie gewohnt. "Wir haben uns schwergetan", bilanzierte Polz. "In der Anfangsphase hatten wir zu viele technische Fehler und Ballverluste." Gegen die defensive 6:0-Abwehr der SG wurden die Auslösehandlungen zwar gespielt, dennoch gelang es kaum, einfache Treffer zu erzielen. "Wir mussten für unsere Tore immer hart arbeiten", sagte Polz. In einer lange Zeit ausgeglichenen ersten Halbzeit liefen die Ingolstädterinnen so immer einem Rückstand hinterher - in der Folge stellten die Gastgeberinnen auf zwei Kreisläuferinnen um, der Rückstand wuchs dennoch an. 

 

Das Hauptproblem war die Offensive der Schanzerinnen. "Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Fehlpässe gespielt und zu wenig klare Chancen kreiert", haderte Polz. "Offensiv waren wir nicht gut." Das Fehlen der beiden Spielmacherinnen Günther und Ulisch machte sich bemerkbar - es fehlte an Struktur im Angriff. Vor dem Pausenpfiff rettete Torhüterin Kathleen Halfter ihre Mannschaft vor einem deutlicheren Rückstand, mit einer 17:13-Führung für die Gäste wurden die Seiten gewechselt. 

 

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Offensiv tat sich Ingolstadt schwer, fing sich zudem immer wieder Tempogegenstöße ein. Hinten stand die 3:2:1-Abwehr aber weitestgehend sicher. "Wir haben in der Abwehr gut gekämpft", lobte Polz. "Wir haben keinen Ball verloren gegeben." In der 37. Spielminute lag die HG bereits mit 14:20 zurück, doch die Schanzerinnen zeigten Moral. "Wir haben immer gekämpft. Wir wollten zu jederzeit dieses Spiel gewinnen", erklärte Polz. In der Defensive wurden fortan mehr Bälle erobert, dank auch einer stark haltenden Luise Hesse im Tor und über Tempogegenstöße in Tore umgemünzt. Knackpunkt des Spiels war die 48. Spielminute. Bei einer 22:19-Führung der SG kassierten die Gäste innerhalb von 50 Sekunden zwei Zwei-Minuten-Zeitstrafen, Ingolstadt nutzte die Überzahl und erzielte den Ausgleich - und sogar die 23:22-Führung. Nun entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem beide Teams um den Sieg kämpften. "Zum Schluss ging es nur um die Nervenstärke", sagte Polz. Ingolstadt zog auf 25:23 weg, um wenig später den 25:25-Ausgleich hinnehmen zu müssen. Doch die HG hatte die besseren Nerven. 30 Sekunden vor Schluss glichen die Gäste nochmals aus, doch Lucie Maillard fasste sich zwölf Sekunden vor Ende der Partie ein Herz und sicherte den knappen Sieg. 

 

"Ohne Rückraum-Mitte ist es einfach schwierig", resümierte Polz. "Aufgrund dieser Umstände bin ich zufrieden. Wille und Einstellung waren immer da." Die HG liegt nun punktgleich mit dem TSV Schleißheim an der Tabellenspitze. In zwei Wochen treffen die beiden Mannschaften in Ingolstadt aufeinander. "Wir freuen uns über die Tabellenführung", sagt Polz. "Das motiviert uns. Gegen Schleißheim hoffen wir wieder auf einen vollen Kader." 

 

HG Ingolstadt: Diesner, Hesse, Halfter - Lanz, Dietz (1), Jens (5), Fischer, Maillard (3), Pöschmann (7/3), Geier (1), Wunsch, Remy (3), von Frankenberg, Antl (7)

 


 

 

Fast vergessene Geister

(Quelle DK von Christian Missy)

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im zwölften Saisonspiel der Landesliga Süd eine empfindliche Auswärtspleite kassiert. Nach einer schwachen Leistung verlor das Team von Trainer Alex Polz beim TV Gundelfingen mit 22:29 (12:14). Die HG rutscht damit auf Tabellenrang vier ab.

Da sind sie plötzlich wieder, die zwei Gesichter der HG Ingolstadt. Wie schon in der vergangenen Saison, als die Schanzerinnen in schöner Regelmäßigkeit starke Leistungen - vorzugsweise in Heimspielen - zeigten, um sich anschließend auswärts um den Lohn harter Arbeit zu bringen. Dieses Gespenst schien mit der neuen Saison verflogen zu sein, ist nun aber wieder präsent.


Im ersten Spiel nach der Winterpause hatte die Mannschaft von Alex Polz noch eine starke Leistung gegen Tabellenführer Taufkirchen gezeigt. Eine Woche später, Auswärtsspiel bei der vermeintlich leichteren Aufgabe Gundelfingen: zu wenig Einsatz, zu schlechte Körpersprache. "So kannst du kein Spiel gewinnen", bilanzierte Polz. Zwar waren die Rahmenbedingungen alles andere als optimal - mit Sarah Geier, Bianca Edelsbrunner, Lisa Antl, Ina Wunsch, Kathleen Halfter und Vanessa von Frankenberg fehlten gleich sechs Spielerinnen - dennoch galt Ingolstadt als klarer Favorit. Die Anfangsphase lief noch nach Plan, mit 6:4 führte die HG nach zehn Minuten. "Dann haben wir die gegnerische Torhüterin zur Heldin geworfen", sagte Polz. "Wir haben selbst freieste Würfe einfach nicht genutzt."


Die Gastgeberinnen glichen folglich aus, aufseiten der Ingolstädterinnen mehrten sich nun auch einfache Fehler. "Ich habe eine Auszeit genommen, und neun Sekunden später bekommen wir ein Gegentor", haderte Polz. Offensiv fanden die Gäste nie zu ihrer gewohnten Durchschlagskraft. Es wurde weder konsequent auf die Lücken gestoßen, noch wurden die Außen ins Spiel gebracht. Die defensive 6:0-Verteidigung der Gundelfingerinnen konnte zu selten ausgespielt werden. Die Schwäbinnen eroberten die Führung, beim Pausenstand von 14:12 war die Partie aber noch völlig offen.


"Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, den ersten Durchgang zu vergessen", sagte Polz. "Es ging dann aber genauso weiter wie zuvor." Offensiv wie defensiv haperte es an den Grundlagen. Im Abgriff leistete sich Ingolstadt zu viele Fang- und Passfehler, die Chancenverwertung blieb unterdurchschnittlich und defensiv gelang es der offensiven 3:2:1-Abwehr nicht, Durchbrüche der Gundelfinger Rückraumspielerinnen zu verhindern. "Wir hatten kaum Einfluss von außen", erklärte Polz. "Wenn die eine Spielerin keinen Fehler gemacht hat, hat ihn die andere gemacht." Knackpunkt der Partie war die 36. Spielminute. Beim Stand von 16:15 kassierten die Ingolstädterinnen eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe, Gundelfingen zog auf 19:15 davon, beim Stand von 21:15 nach 45 Minuten führten die Gastgeberinnen erstmals komfortabel.
"Uns hat heute einfach alles gefehlt. Wir waren im Angriff zu weit weg, hatten keine Körperspannung, keine Körpersprache und keinen Einsatz", kritisierte Polz. Ab der 50. Minute versuchten die Ingolstädterinnen, mit einer siebten Feldspielerin anstelle der Torhüterin das Ruder noch einmal herumzureißen, doch es wurde zu überhastet abgeschlossen - Gundelfingen fuhr das Ergebnis sicher nach Hause und konnte sich am Ende über einen deutlichen 29:22-Heimsieg freuen. In jeder Phase des Spiels war den Schanzerinnen anzumerken, dass einige Schlüsselspielerinnen fehlten. "Wir können aktuell entscheidende Leute nicht ersetzen", resümierte auch Polz. "Jetzt haben wir natürlich Gesprächsbedarf. Es geht darum, die Grundlagen wieder draufzuhaben."


Da außer Ingolstadt aber auch Taufkirchen gegen Günzburg verlor, herrscht an der Tabellenspitze die spannende Konstellation mit fünf Mannschaften, die nahezu gleichauf sind. Taufkirchen weist mit 19:5 Punkten die beste Bilanz auf, daneben befinden sich der neue Tabellenführer Schleißheim (20:6), Ingolstadt, Landshut und Simbach (alle 18:6) auf Tuchfühlung.


Die HG richtet den Fokus jetzt aber auf die eigene Leistung. "Wir schauen nicht auf die Tabelle", sagt Polz. "Wir schauen jetzt nur auf uns. Damit sind wir genug beschäftigt." Der Gegner am kommenden Samstag (20 Uhr) in eigener Halle ist die SG Biessenhofen-Marktoberdorf. In guter alter Tradition zeigt die HG Ingolstadt ja zu Hause gern einmal ihr besseres Gesicht.

HG Ingolstadt: Bittl - Lanz, Dietz (3), Jens (8), Fischer (1), Maillard (2), Ulisch, Pöschmann (6/1), Remy (1), Diesner, Günther (1)


 

HG setzt Ausrufezeichen

(Quelle DK von Christian Missy)

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im elften Saisonspiel der Landesliga Süd einen wichtigen Sieg gefeiert. Gegen den Tabellenführer SV-DJK Taufkirchen gewann die Mannschaft von Trainer Alex Polz am Samstagabend mit 27:15 (14:6) und verringerte den Rückstand in der Tabelle auf einen Punkt.

Besser hätte das Jahr 2017 für die Ingolstädterinnen nicht beginnen können. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Landshut und Günzburg vor der Weihnachtspause ging es gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Taufkirchen. Die Vorbereitung auf das Spitzenspiel verlief schwierig, da einige Spielerinnen im Training fehlten. Für die Partie musste Polz mit Bianca Edelsbrunner, Sarah Geier und Lilly Remy auf wichtige Spielerinnen verzichten, dafür kehrte Ina Wunsch nach ihrer Babypause in den Kader zurück.

In der Vorbereitung auf das Topspiel legte die Mannschaft den Fokus auf die Defensive. Von Beginn an spielten die Schanzerinnen eine 3:2:1-Abwehr, wobei sich die offensiven Spielerinnen immer wieder fallen ließen. Dieser Plan ging vollends auf. "Wir haben 15 Gegentore gegen den Tabellenführer kassiert", sagte Polz. "Die Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg." In der Anfangsphase der Partie agierte Ingolstadt offensiv zwar noch etwas nervös und verlor einige Bälle, über 2:2, 5:3 und 7:4 wurde aber eine komfortable Führung erspielt.

Die Partie blieb die gesamte erste Halbzeit dennoch interessant, auch weil die HG ab der 13. Spielminute einen Durchhänger hatte und sieben Minuten auf ein eigenes Tor warten musste. "In dieser Phase haben wir nicht konzentriert abgeschlossen", erklärte Polz. Insgesamt stimmte die Leistung in der Offensive dennoch. Die Auslösehandlungen wurden gespielt, gegen die flexibel verteidigenden Taufkirchenerinnen konnte Ingolstadt so immer wieder Torchancen kreieren. Der Pausenstand von 14:6 war schon fast die Vorentscheidung.

Die Marschrichtung für die zweite Halbzeit lautete dennoch: nicht nachlassen. "Wir wollten Taufkirchen nicht in Schwung kommen lassen", sagte Polz. "Sonst können auch acht Tore Vorsprung verspielt werden." So weit kam es aber nicht, weil Ingolstadt, anders als in den Spielen zuletzt, über 60 Minuten eine konsequente Abwehr stellte. Das Zweikampfverhalten stimmte, es wurde gut verschoben und sich gegenseitig ausgeholfen. Die Taufkirchenerinnen fanden in der Deckung kaum Lücken, das Zusammenspiel zwischen der Deckung der Schanzerinnen mit den beiden Torhüterinnen Nicky Bittl und Kathleen Halfter funktionierte gut. "So sieht das perfekte Spiel aus", sagte Polz. "Die Mädels haben die Vorgaben sehr gut umgesetzt."

So gelang es nicht nur, die Gäste auf Distanz zu halten, sondern auch den Vorsprung sukzessive auszubauen. Über 17:8, 22:9 und 25:11 wurde schließlich ein mehr als deutlicher 27:15-Heimsieg eingefahren. "So gut haben wir in der Abwehr bislang noch nie gespielt", lobte Polz. Durch den Sieg hat die HG den Rückstand auf die Tabellenspitze auf einen Zähler reduziert, jetzt geht es mit Rückenwind in das nächste Spiel am kommenden Samstag (18 Uhr) gegen den TV Gundelfingen. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen", sagt Polz. "Aber Gundelfingen ist ein unangenehmer Gegner, für einen Sieg braucht es wieder hundert Prozent von uns." Klar ist: Um am Spitzenreiter aus Taufkirchen dranzubleiben, muss die HG Ingolstadt nun nachlegen.

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Diesner, Lanz (1), Dietz (4), Jens (3), Fischer (1), Maillard, Ulisch, Pöschmann (10/5), Wunsch, Günther (2), von Frankenberg (1), Antl (5)


 

HG stolpert in die Winterpause

(Quelle DK von Christian Missy)

 

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im zehnten Saisonspiel der Landesliga Süd die zweite Niederlage in Folge kassiert. Gegen den VfL Günzburg hieß es für die Mannschaft von HG-Trainer Alex Polz am Ende 28:34 (11:16). Hauptgrund für die Pleite war die mangelhafte Defensivarbeit.

 

Die Winterpause kommt keine Sekunde zu früh. Nach dem furiosen Saisonstart mit acht Siegen in Folge hat die HG Ingolstadt die jüngsten beiden Spiele des Jahres verloren. Angesichts der Tabellensituation waren die Schanzerinnen gegen den VfL, der im Mittelfeld des Landesligatableaus rangiert, eigentlich favorisiert gewesen - doch genau damit scheint die HG ein Problem zu haben.

 

"Die Favoritenrolle ist aktuell noch Neuland für meine Mannschaft", erklärte Polz. "Der Rucksack ist noch zu groß." Im letzten Spiel des Jahres kam die Mannschaft dementsprechend auch äußerst schwer in die Partie. Günzburg spielte eine offensive Abwehr, Ingolstadt brauchte mehr als acht Minuten für das erste Tor und rund elf Minuten für das zweite - schnell lagen die Gastgeberinnen mit 2:6 zurück. "Wir hatten Angriffsvarianten gegen eine offensive Abwehr trainiert, aber im Spiel dann einfach nicht umgesetzt", haderte Polz. Zwar versuchte der Ingolstädter Trainer, mit diversen Auswechslungen dem HG-Spiel neue Impulse zu setzen, der Rückstand konnte im ersten Durchgang dennoch nie entscheidend verringert werden. 

 

Großen Anteil daran hatte aber auch die Defensivleistung. Ingolstadt spielte eine mannbezogene 5:1-Abwehr, mit der die Günzburger Rückraumspielerin Martina Jahn aus dem Spiel genommen wurde. Den Gästen gelang es aber, den am Sechs-Meter-Kreis entstandenen Freiraum effektiv zu nutzen. Immer wieder konnten die Außenspielerinnen freigespielt werden - Alena Harder beispielsweise erzielte so elf Tore. "Unsere Abwehr war sehr statisch", kritisierte Polz. "Wir haben immer wieder Durchbrüche kassiert oder die Außen waren erfolgreich." Zur Halbzeit lagen die Schanzerinnen folgerichtig mit 11:16 zurück. Auch wenn der Ingolstädter Angriff nicht sein volles Potenzial abrief, mit Beginn der zweiten Halbzeit gelang es der HG zumindest, den Rückstand sukzessive aufzuholen. Über 12:18 und 16:19 war Ingolstadt 15 Minuten nach dem Wiederanpfiff beim Stand von 20:22 wieder voll im Spiel. Eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe zu diesem Zeitpunkt konnten die Ingolstädterinnen aber nicht nutzen, um den Ausgleich zu erzwingen. 

 

"Dann ist der Frust größer geworden", erklärte Polz. "Wir haben dann zehn Minuten vor Schluss unsere Torhüterin im Angriff für eine zusätzliche Feldspielerin ausgewechselt." Doch auch diese Variante funktionierte nicht optimal. Lisa Gremmelspacher, Torhüterin der Gäste, erzielte in dieser Phase zwei Tore, indem sie über das ganze Feld ins leere Ingolstädter Tor warf. "Es ist schade, dass wir verloren haben", sagte Polz nach dem Spiel. "Das Potenzial ist da, die Mädels können es. Aber wenn wir nicht 100 Prozent bereit sind im Kopf, können wir solche Spiele nicht gewinnen." Die Angriffsleistung sei mit 28 Toren über das Spiel hinweg nicht das Problem gewesen, vielmehr habe die Leistung in der Abwehr keinen Sieg zugelassen. "Wir haben nicht um jeden einzelnen Ball gekämpft", resümierte Polz. Der Sieg für Günzburg sei deswegen vollkommen verdient gewesen. Die Gäste fanden kontinuierlich Lösungen und machten mit ihrer offensiven Abwehr den Ingolstädterinnen das Leben schwer.

 

Nach der Winterpause empfängt die HG Ingolstadt am Samstag, 7. Januar, den Tabellenführer SV-DJK Taufkirchen. "Wir sind da klarer Außenseiter. Mit den zwei Niederlagen sind wir jetzt von der Tabellenspitze weg", sagt Polz. Für dieSchanzerinnen gehe es nun darum, wieder das umzusetzen, was in der Mannschaft steckt - und in den Spielen auch mental den Schalter umzulegen. 

 

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Lanz, Dietz, Jens (10/4), Fischer, Maillard (2), Edelsbrunner, Ulisch, Pöschmann (8), Geier (4), Remy (2), Günther (2), von Frankenberg.

 


Serie gerissen

(Quelle DK Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben im neunten Saisonspiel der Landesliga Süd die erste Niederlage kassiert. Gegen den Tabellennachbarn TG Landshut verlor die Mannschaft von Trainer Alex Polz am vergangenen Samstag mit 19:24 (9:11).

 

Es gibt Tage, da funktioniert wenig bis gar nichts. Einen solchen Tag erwischten die Handballerinnen der HG Ingolstadt im Auswärtsspiel bei der TG Landshut. Mental war die Mannschaft von Trainer Alex Polz überhaupt nicht auf der Höhe. Gleich zu Beginn des Spiels wurden ein Sieben-Meter-Strafwurf und gute Torchancen vergeben - von Beginn an lief Ingolstadt einem Rückstand hinterher. Die Gastgeberinnen spielten ihrerseits eine äußerst offensive Verteidigung, bei der sie die Schanzerinnen fast schon in Manndeckung nahmen. "Wir haben dagegen kein Mittel gefunden", bilanzierte Polz. "Wir haben versucht, mit zwei Kreisläuferinnen zu spielen, aber es hat einfach nichts funktioniert."

Insgesamt agierte der Angriff der Gäste zu ideenlos. Auslösehandlungen wurden nicht gespielt, das Einlaufen der Außenspielerinnen funktionierte ebenfalls nicht. "Wir waren mental einfach nicht bereit", erklärte Polz. "Dazu kam, dass wir anfingen, mit dem Schiedsrichter zu hadern." Trotz mangelnder Laufbereitschaft im Angriff blieben die Ingolstädterinnen im Spiel. Die 5:1-Deckungsformation agierte gut, Nicky Bittl entschärfte immer wieder Würfe der Gastgeberinnen. Die Folge: In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit kämpfte sich die HG wieder heran - und hätte sich beinahe mit dem Ausgleich belohnt. "Wegen eines wiederholten Fehlpasses mussten wir aber einen Zwei-Tore-Rückstand hinnehmen", sagte Polz. Allerdings: Trotz zahlreicher einfacher Fehler und einer schwachen Wurfquote war beim Pausenstand von 9:11 noch alles möglich.

Doch auch in Halbzeit zwei fanden die Ingolstädterinnen nicht zu ihrem Spiel. Im Gegenteil: Begünstigt durch technische Fehler der HG startete Landshut einen 6:1-Lauf und zog auf 17:10 davon. "Die ersten zehn Minuten nach der Halbzeit war bei uns niemand auf der Platte", haderte Polz. In dieser Phase agierte auch die Abwehr der Schanzerinnen zu unkonzentriert und ließ Landshut zu viel Freiraum, einzig Bittl hielt die Mannschaft einigermaßen im Spiel. Dennoch verwalteten die Gastgeberinnen die Führung. Über 18:11, 20:12 und 22:13 wurde konstant ein Vorsprung von mindestens sieben Toren gehalten. Erst in der Schlussphase des Spiels gelang es Ingolstadt, den Rückstand zu verringern - am Ende umsonst.

"Natürlich ist die Enttäuschung groß, weil wir dort hingefahren sind, um zu gewinnen", erklärte Polz. Besonders die Art und Weise der Niederlage sei schmerzhaft gewesen. Keine Spielerin habe ihr Potenzial abgerufen. "Niemand hat heute 60 Prozent seines Leistungsvermögens gezeigt", sagte Polz. "Wir werden jetzt aber das Spiel analysieren und an unseren Fehlern arbeiten."

Trotz der durchwachsenen Leistung steht Ingolstadt mit 16:2 Punkten auf Platz zwei der Tabelle - mit immer noch zwei Punkten Vorsprung auf Landshut. "Es war ein gebrauchter Tag", bilanzierte Polz nach dem Spiel. Die Niederlage sei deswegen noch lange kein Drama. In zwei Wochen hat Ingolstadt die Chance zur Wiedergutmachung, wenn der VfL Günzburg zu Gast ist. Die Schwaben befinden sich im Tabellenmittelfeld, Polz erwartet dennoch einen schwierigen Gegner. "Wir wissen immer noch, was wir können."

 

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Jens (5/1), Fischer, Maillard, Edelsbrunner, Ulisch, Pöschmann (6), Geier (1), Remy (2), Günther (1), von Frankenberg, Antl (4)


HG bleibt "unbremsbar"

(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben auch das achte Saisonspiel in der Landesliga Süd gewonnen. Gegen den Aufsteiger TSV Simbach wurde die Siegesserie mit einem 31:23 (17:10)-Heimerfolg weiter ausgebaut. Vor allem in der Abwehr überzeugte das Team von Trainer Alex Polz.

Das Wort "unbremsbar" kennt der Duden zwar nicht, trotzdem oder vielleicht gerade deswegen verwendet die Damenmannschaft der HG Ingolstadt diesen Begriff in dieser Saison, wenn nach einem Sieg ein Jubelfoto aus der Kabine in den sozialen Netzwerken an die Fangemeinde geschickt wird - und da es in dieser Saison bislang nichts anderes als Siege gab für die Schanzerinnen, ergibt die Botschaft durchaus Sinn.

Wie "unbremsbar" diese HG Ingolstadt aktuell ist, ließ die Mannschaft von Trainer Alex Polz am vergangenen Sonntag auch den TSV Simbach spüren. Die Niederbayerinnen sind zwar Aufsteiger, haben sich aber dennoch in der Spitzengruppe der Landesliga festgesetzt. Für Trainer Polz galt es daher, vor allem die Defensivleistung zu verbessern: "Das war bislang unsere Schwachstelle. Darauf haben wir im Training den Fokus gelegt." Mit Erfolg: Die Ingolstädterinnen spielten sehr agil in der Abwehr, verschoben gut und engten vor allem die Kreise der besten Simbacher Rückraumspielerin Stephanie Kube effektiv ein. "Wir haben eine sensationelle Abwehr gespielt", lobte Polz. "Man hat gesehen, dass wir so richtig Lust hatten auf Abwehrarbeit. Im Angriff tat sich Ingolstadt gegen die sehr offensive 3:2:1-Deckung der Gäste allerdings etwas schwer, nach einer personellen Umstellung erzielte Rückraumspielerin Sarah Geier aber vier Tore und brachte ihre Farben auf die Siegesstraße. "Wir haben zwar viele Bälle erobert, aber anfangs hatten wir eine schlechte Chancenverwertung", analysierte Polz. "Phasenweise haben wir die gegnerische Torhüterin fast schon abgeworfen." Stück für Stück erarbeiteten sich die Gastgeberinnen aber auch offensiv Selbstvertrauen - und zogen bis zur Pause über 10:6 und 13:8 auf 17:10 davon.

Auch nach dem Wiederanpfiff genehmigten sich die Schanzerinnen wieder eine fünfminütige Schwächeperiode, sodass die Gäste auf 14:19 verkürzen konnten. "Simbach hat auch eine gute Abwehr gespielt", sagte Polz. "Wir haben phasenweise nicht geduldig genug gespielt und wollten es über Halbchancen erzwingen. Aber wenn der Knoten platzt, dann läuft es." Ab der 40. Minute hatten die Ingolstädterinnen die Partie wieder im Griff. Neben der konstant guten Abwehrarbeit wurden zudem im Angriff konsequent die Auslösehandlungen gespielt. Auch nach einigen personellen Umstellungen verlor die HG den Faden nicht und konnte den Vorsprung halten. "Der Sieg war nie wirklich in Gefahr", bilanzierte Polz. "Die Abwehrleistung in der 5:1-Deckung war gigantisch." Über 22:14, 24:17 und 27:18 zogen die Gastgeberinnen davon und fuhren letztlich einen deutlichen 31:22-Heimsieg ein.

Nach dem Schlusspfiff war die Stimmung dementsprechend positiv. "Die Mannschaft weiß, was sie kann", sagte Polz. "Simbach hat teilweise einfach keine Lösungen gefunden." Aktuell befindet sich die HG Ingolstadt auf dem zweiten Platz, ist aber die einzige Mannschaft in der Liga ohne Verlustpunkt und mit einem Spiel weniger als Taufkirchen der faktische Spitzenreiter. Am kommenden Samstag tritt Ingolstadt dann beim Tabellendritten TG Landshut an - es wartet das nächste Spitzenspiel. "Wir haben mit dem Sieg gegen Simbach Eindruck geschunden und wollen weiter verlustpunktfrei bleiben", erklärte Polz. "Aber, wenn wir nicht genauso weiterarbeiten, werden wir nicht erfolgreich sein."

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Dietz (1), Jens (5/3), Maillard (3), Edelsbrunner, Ulisch, Pöschmann (8/2), Geier (4), Remy (4), Günther (2), von Frankenberg (1), Antl (3)


HG weiter makellos
(Quelle DK von Christian Missy)

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt bleiben auch im siebten Saisonspiel ohne Verlustpunkt. Im Auswärtsspiel beim TV Waltenhofen gewann die Mannschaft von Trainer Alex Polz am vergangenen Samstag mit 41:30 (18:14).

 

Rückraumspielerin Lisa Günther war zwar im Kader, aber verletzungsbedingt nicht einsetzbar. Sarah Geier musste kurzfristig absagen - die Auswärtsfahrt nach Waltenhofen gestaltete sich von Beginn an schwierig. Die Schanzerinnen eroberten zwar sofort die Führung, über nahezu die gesamte erste Halbzeit blieben aber die Gastgeberinnen, ihrerseits Vorletzte der Landesliga, in Schlagdistanz.


"Waltenhofen war gut auf uns eingestellt", sagte Polz nach dem Spiel. "Sie haben es immer wieder geschafft, Überzahlsituationen im Angriff zu kreieren." Ingolstadt begann mit einer offensiven 3:2:1-Deckung, um Bälle erobern zu können. Dieser Plan ging aber nur bedingt auf. Zum einen, weil Waltenhofen erfolgreich mit Spielzügen operierte, zum anderen, weil die Schiedsrichter mit einigen umstritten Entscheidungen dafür sorgten, dass die Allgäuerinnen immer wieder über Freiwürfe in Ballbesitz kamen. Deswegen stellten die Schanzerinnen auf eine defensivere 5:1-Abwehr um. "Lisa Antl hat auf der vorgezogenen Position ein sehr gutes Spiel gemacht", lobte Polz. Weil auch Nicky Bittl im Tor immer besser in die Partie kam, zogen die Gäste bis zur Pause über 8:6, 12:9 und 16:12 auf 18:14 davon. Mit der Abwehrleistung war Polz dennoch nicht zufrieden: "Wir haben immer wieder falsche Entscheidungen getroffen und die Vorgaben teilweise nicht umgesetzt."


Nach Wiederanpfiff dümpelte die Partie eine Zeit lang vor sich hin. Ingolstadt hielt den Vorsprung, im Angriff funktionierte der Spielaufbau. "Dann werden wir aber wieder hektisch", haderte Polz. "Da haben wir fünf Minuten, in denen wir zu viele Fehler machen." Die Konsequenz: Waltenhofen konnte den Abstand sukzessive verkürzen und kam bis auf 24:25 heran. Die Partie drohte vollends zu kippen, doch die Ingolstädterinnen behielten die Ruhe. "Die Abwehr hat dann wieder funktioniert, und unsere Torhüterin hat die Bälle gehalten", sagte Polz. "Dann sind wir nicht zu halten." Mit einem 8:1-Lauf zog Ingolstadt den Gastgeberinnen vollends den Zahn und erhöhte rund 15 Minuten vor Schluss auf 33:25. "Das war der Knackpunkt, wir haben da wieder konsequenter verteidigt", erklärte Polz. Über 35:27, 37:28 und 39:28 wurde am Ende ein deutlicher 41:30-Sieg errungen. Im Angriff überzeugten die Schanzerinnen über nahezu 60 Minuten. Kaum technische Fehler, eine gute Chancenverwertung und ein strukturierter Spielaufbau sorgten dafür, dass die HG zu jederzeit Tore erzielen konnte. In der Abwehr dagegen bereitete Waltenhofen der Mannschaft von Trainer Polz phasenweise Probleme, auch weil es den Gastgeberinnen gelang, im Angriff lange in Ballbesitz zu bleiben. Dennoch war Polz mit der Leistung seines Teams zufrieden. "Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. In Anbetracht der Umstände war es aber ein gutes Spiel."


Am kommenden Sonntag (15 Uhr) empfängt Ingolstadt mit dem TSV Simbach den Drittplatzierten der Landesliga. Die Niederbayerinnen sind vergangene Saison aus der Bezirksoberliga aufgestiegen, mischen aber auch in der Landesliga in der Spitzengruppe mit und konnten von den ersten neun Spielen sechs gewinnen. Ingolstadt ist gewarnt. "Simbach ist ein sehr junges Team", erklärt Polz. "Sie spielen mit sehr viel Tempo. Da muss unsere Abwehr stimmen." Der Heimvorteil spielt für Polz dabei eine untergeordnete Rolle. "Wir achten nicht auf die Umstände, wir schauen nur auf unser Spiel." Mit einem Sieg würde seine Mannschaft ein deutliches Ausrufezeichen setzen.

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Dietz (2), Jens (7), Fischer (1), Maillard (2), Edelsbrunner (2), Ulisch (4), Pöschmann (14/4), Remy (3), Günther, von Frankenberg, Antl (6)


Jeder Wurf ein Treffer 

(Quelle DK von Christian Missy) 

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben auch im sechsten Saisonspiel der Landesliga Süd den sechsten Sieg eingefahren. Beim Offensivspektakel in heimischer Halle wurde der TSV Grafing mit 56:38 (21:18) besiegt. Damit bleiben die Ingolstädterinnen weiter Tabellenführer. 

 

94 - in Worten vierundneunzig - Tore fielen in der Partie der HG Ingolstadt gegen den TSV Grafing. "Das war eine Konditionseinheit mit Technik und Ball", bilanzierte HG-Trainer Alex Polz nach dem Spiel. "Das war ein reines Scheibenschießen in der zweiten Halbzeit. Ganz Bayern redet über dieses Ergebnis." 

 

Die erste Halbzeit begann dabei noch verhalten. Ingolstadt musste auf Lucie Maillard und Lison Remy verzichten und startete mit einer offensiven 3:3-Deckung, um die Kreise der Grafinger Rückraumspielerinnen einzuengen. "Das hat auch ganz gut funktioniert", sagte Polz. "Wir waren bei den Tempogegenstößen aber etwas zu nachlässig." Trotzdem eroberten die Schanzerinnen die Führung, wenngleich es ihnen nicht gelang, entscheidend davonzuziehen. Vor allem kurz vor der Halbzeit arbeitete sich Grafing noch einmal heran, und das, obwohl Torhüterin Caroline Swiderski sich verletzte und fortan von einer Feldspielerin ersetzt wurde. 

 

Zur Halbzeit führte Ingolstadt mit 21:18. "In der Abwehr hat es nicht gestimmt, wir haben zu viele Gegentreffer kassiert", haderte Polz. "Wir haben auch auf eine 5:1-Deckung umgestellt, aber trotzdem keinen Zugriff bekommen." Das Problem: Der Plan war es, die Rückraumspielerinnen aus dem Spiel zu nehmen und die Außenspielerinnen aus eher schwierigen Positionen werfen zu lassen, zumeist hatte Grafing auf den Außenpositionen aber zu viel Platz und kam so häufig zum Torerfolg. 

 

Kurz nach dem Wiederanpfiff erhielt Pia Dietz eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe und Trainer Polz für seinen daraufhin geäußerten Unmut eine Verwarnung von den Schiedsrichtern. "Ab diesem Zeitpunkt haben wir dann richtig Handball gespielt", erklärte Polz. Ingolstadt zog auf 26:20 davon, und Grafing stellte die Abwehr zunächst erfolglos auf eine Einzelmanndeckung um, um die Ingolstädter Rückraumspielerin Melanie Pöschmann aus dem Spiel zu nehmen. Kurze Zeit später spielten die Gäste sogar eine komplette Manndeckung und gaben jegliche defensive Grundordnung auf. "Die letzten 15 Minuten waren totales Harakiri", berichtete Polz. "Wir sind vorgelaufen, haben ein Tor geworfen. Sofort kam der Angriff von Grafing und wir haben versucht den Ball zu holen, um wieder schnell anzugreifen." Teilweise dauerten die Angriffe Ingolstadts keine zehn Sekunden, doch auch Grafing kam häufig zum Torabschluss. Vor dem Hintergrund des deutlichen Vorsprungs fehlte den Schanzerinnen in der Abwehr die letzte Konsequenz. 

 

Am Ende kamen beide Mannschaften auf mehr als 80 Angriffe. "Das ist brutal", sagte Polz. "Wenn man das berücksichtigt, dann sind 38 Gegentore gar nicht so schlecht." In einem Auf und Ab mit zahlreichen freien Würfen war im zweiten Durchgang an ein gebundenes Aufbauspiel nicht zu denken, letztendlich war Ingolstadt den Gästen aber deutlich überlegen, die offensive Abwehr der Grafinger hatte keinerlei Effekt. In der Schlussphase hatten die Gastgeberinnen mit Kathleen Halfter auch die bessere Torhüterin. 

 

Ein vollkommen untypisches Handballspiel, welches den Ingolstädterinnen dennoch zwei handelsübliche Punkte für die Tabelle beschert. "Wir sind ungeschlagener Tabellenführer und wollen das auch bleiben", resümierte Polz. Der kommende Gegner TV Waltenhofen sollte eine machbare Aufgabe sein. "Danach geht es gegen Simbach und Landshut. Dann wird es richtig interessant", sagte Polz. "Zuvor müssen wir aber unsere Hausaufgaben erledigen." 

 

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter -

Lanz (1/1), Dietz (10), Jens (10), Fischer, Edelsbrunner (5), Ulisch (3), Pöschmann (11/4), Geier (7), Günther, von Frankenberg (2), Antl (7).

     


 

Mit Weißer Weste an die Spitze 

(Quelle DK - Christian Missy)

    

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben auch ihr fünftes Saisonspiel gewonnen. Im Auswärtsspiel beim TSV Herrsching sicherte sich das Team von Trainer Alex Polz einen deutlichen 35:27 (18:13)-Sieg. Verlustpunktfrei grüßen die Schanzerinnen von der Tabellenspitze in der Landesliga Süd. 

 

Die Ingolstädterinnen waren vor der Partie am vergangenen Sonntag eigentlich gewarnt. Es war ihnen bekannt, dass die Herrschinger Rückraumspielerin Sandra Haller gerne den Abschluss sucht, doch die Schanzerinnen kamen nur schwer in die Partie. Haller erzielte in der Anfangsphase drei Treffer - und es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. 

 

Die HG agierte in der Abwehr zunächst defensiv, ließ wenig später aber eine Spielerin etwas offensiver verteidigen, um Hallers Kreise einzuengen. "Bis dahin hatten wir in der Verteidigung Probleme", erklärte Polz. "Danach ist es besser geworden, und wir konnten einige Bälle erobern." Der überschaubaren Defensivleistung stand aber ein gutes Spiel im Angriff gegenüber. "Offensiv hat sehr viel funktioniert", lobte Polz. "18 Tore in einer Halbzeit sind absolut in Ordnung." Der Schlüssel zum Erfolg: Die HG fand auf sämtliche Verteidigungsvarianten der Herrschingerinnen schnelle und effektive Lösungen. 

 

Zu Beginn deckten die Gastgeberinnen mit einer offensiven 3:2:1-Abwehr, stellten dann auf eine defensive 6:0 um und versuchten auch, Melanie Pöschmann und Simone Jens per Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen. Das druckvolle Angriffsspiel der Gäste konnten sie dennoch nicht unterbinden. Nach einer Viertelstunde zog Ingolstadt das Tempo an und belohnte sich mit einem 18:13-Pausenstand. 

 

Der Ingolstädter Plan für den zweiten Durchgang war es dann, in der Abwehr besser zu verschieben und sich gegenseitig in den Zweikämpfen zu helfen. "Nach der Pause waren wir aber völlig von der Rolle und haben komplett den Faden verloren", haderte Polz. Kurz nach Wiederanpfiff kassierte Rückraumspielerin Melanie Pöschmann eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe, in der Folge agierten die Schanzerinnen in der Abwehr hektisch und überhastet. Herrsching holte Tor um Tor auf und erzielte nach 43 Minuten sogar den 22:22-Ausgleich - Grund genug für Polz, eine Auszeit zu nehmen. 

 

Die Ansprache verfehlte ihre Wirkung nicht, wie ausgewechselt agierte die HG in den letzten 15 Minuten der Partie. "Wir haben dann wieder ordentlich verteidigt und im Angriff strukturiert gespielt", sagte Polz. "Es zeichnet diese Mannschaft aus, dass sie jederzeit den Schalter umlegen kann, wenn es nicht gut läuft." Über 27:23 und 31:25 wurde ein am Ende doch souveräner 35:27-Erfolg eingefahren. Die Offensivleistung war insgesamt stark. Die Ingolstädterinnen waren beweglich, rotierten viel und nutzten ihre die Chancen. Immer wieder gelang es, obwohl Herrsching teilweise zwei Spieler per Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen versuchte, Lücken in der Deckung zu finden. Bei der eigenen Abwehrarbeit rief die Mannschaft ihr Potenzial aber phasenweise nicht ab. "Herrsching hat uns immer wieder neue Aufgaben gestellt", erklärte Polz. "Wir haben uns das Leben aber vor allem selbst schwer gemacht." 

 

Nach fünf Siegen in fünf Spielen steht die HG Ingolstadt nun an der Tabellenspitze, welche sie auch gern behaupten würde. "Wir freuen uns über die Tabellenführung, das gibt uns Schwung", sagte Polz. "Wir schauen aber weiterhin von Spiel zu Spiel, konzentrieren uns immer auf den nächsten Gegner." Am kommenden Samstag empfängt die HG den TSV Grafing - der Aufsteiger sammelte bislang zwei Siege aus sechs Spielen. "Das ist ein Gegner, den wir auf jeden Fall schlagen müssen. Da gibt es keine Diskussion", sagt Polz. 

 

Bittl, Halfter -

Dietz (3), Jens (10/1), Fischer, Maillard (1), Edelsbrunner (2), Ulisch, Pöschmann (9/1), Geier, Günther (5), von Frankenberg, Antl (5)


Keine Euphorie trotz Siegesserie 

(Quelle DK von Christian Missy ) 

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben in der Landesliga Süd auch ihr erstes Heimspiel gegen den Kissinger SC gewonnen. Der 32:29 (14:14)-Erfolg war der vierte im vierten Saisonspiel. Allerdings überzeugte die Mannschaft von Trainer Alex Polz erst in der zweiten Halbzeit. 

 

Die eigenen Ansprüche sind offenbar gestiegen. Sieg gegen einen starken Gegner, Platz drei in der Tabelle, vier Siege aus vier Spielen. Und dennoch herrschte bei der HG Ingolstadt nach und während des Spiels keine vollkommene Zufriedenheit.

 

"Wir haben das Potenzial auf jeden Fall", sagte Trainer Alex Polz nach dem Spiel. "Uns fehlt aber noch die mentale Frische, es auch umzusetzen." 

  

In der Anfangsphase war die angesprochene Frische noch da. Die Ingolstädterinnen kamen hellwach aus der Kabine, spielten eine offensive 3:2:1-Abwehr, bei der drei Verteidigerinnen versuchten, das Aufbauspiel der Gegner zu unterbinden, und eroberten viele Bälle. Diese wurden über Tempogegenstöße in Tore umgemünzt, auf der Gegenseite zog Torhüterin Nicky Bittl den Gästen aus Schwaben den Zahn mit mehreren starken Paraden. 

 

Doch nach der 4:1-Führung der Gastgeberinnen kam Kissing immer besser ins Spiel. In der HG-Abwehr taten sich nun vermehrt Lücken auf, im Gegenzug gelang es Ingolstadt nicht, gegen die defensive Abwehr der Gäste dauerhaft Lösungen zu finden. Die Folge: Kissing ließ sich nicht abschütteln und konnte den Vorsprung schrittweise verkürzen, kurz vor der Pause gelang den Gästen sogar der 14:14-Ausgleich. "Wir haben stark angefangen, die 3:2:1-Deckung hat anfangs gut funktioniert", bilanzierte Kreisläuferin Simone Jens. "Dann haben wir aber leider nachgelassen." 

 

In der Halbzeit gab es also Gesprächsbedarf, schon in Durchgang eins hatte Polz während einer Auszeit deutliche Worte gefunden - offensichtlich erhörten ihn seine Schützlinge schließlich. Denn wieder kamen die Schanzerinnen schwungvoll aus der Kabine, spielten jetzt deutlich strukturierter und druckvoller im Angriff - über Auslösehandlungen konnten immer wieder beste Torgelegenheiten erspielt werden. Wieder zog Ingolstadt davon, doch wieder kämpfte Kissing um jeden Ball und hielt den Anschluss. Die Ingolstädter Chancenverwertung verhinderte eine frühzeitigere Entscheidung der Partie.  

 

"Wir haben dann in der Abwehr auf eine defensivere Variante umgestellt, aber auch da waren die Lücken zu groß", haderte Polz. "Und bei der Chancenverwertung waren wir einfach zu unkonzentriert." Trotz alledem: Spielerisch zeigte die Mannschaft eine klare Leistungssteigerung. Immer häufiger gelang es, die Kreisläufer freizuspielen. Kissing gab sich zwar nie auf, Ingolstadt führte aber immer mindestens mit drei Toren Vorsprung. Über 26:20, 28:23 und 30:24 erspielten sich die Schanzerinnen am Ende einen 32:29-Sieg. In der Schlussphase kam Kissing noch zu einigen Treffern nach Tempogegenstößen. "Wir haben nach dem deutlichen Vorsprung noch einmal viel gewechselt", erklärte Polz. "Am Ende ist es dann noch einmal knapp geworden." Die gesundheitlich leicht angeschlagene Melanie Pöschmann, die in der ersten Halbzeit viele Tore aus dem Rückraum geworfen hatte, spielte im zweiten Durchgang kaum, Sarah Geier zeigte aber eine gute Leistung. Ein besonderes Lob verdiente sich Vanessa von Frankenberg, die auf ungewohnter Rechtsaußen-Position zum Einsatz kam. "Vanessa hat sehr gut umgesetzt, was wir vor der Partie besprochen hatten", lobte Polz.  

 

Aus vier Spielen hat die HG Ingolstadt nun die Maximalausbeute von acht Punkten gesammelt, nach dem Unentschieden zwischen dem VfL Günzburg und dem TSV Simbach sind die Schanzerinnen die einzige Mannschaft der Liga ohne Verlustpunkt - in Euphorie verfällt sie aber trotzdem nicht: "Die Ergebnisse passen, wir kennen aber unsere Problemstellen und werden sie abstellen", sagt Polz. Am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) geht es zum TSV Herrsching, der von fünf Spielen nur eine Partie gewinnen konnte. 

 

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter -

Dietz (3), Jens (11/3), Fischer, Maillard, Edelsbrunner, Ulisch, Pöschmann (10), Geier (2), Remy, Günther (2), von Frankenberg (4)


Drittes Auswärtsspiel, dritter Erfolg 

(Quelle DK von Christian Missy ) 

 

Die Handball-Damen der HG Ingolstadt haben in der Landesliga Süd ihre weiße Weste gewahrt und auch das dritte Saisonspiel gewonnen. Die Ingolstädterinnen, die bislang ausschließlich auswärts antreten mussten, siegten am vergangenen Samstag beim SV München-Laim mit 30:27 (13:14).

 

Es scheint so, als ob die Damenmannschaft der HG Ingolstadt all die Probleme und Schwierigkeiten der Vergangenheit hinter sich gelassen hat. In der vergangenen Saison sprachen die Schanzerinnen von einem ausgewachsenen Auswärtsfluch, die Mannschaft hatte mit Spielermangel zu kämpfen und Probleme, wenn der Gegner mit Harz spielte. Und in dieser Saison? Drei Spiele, alle auswärts - drei Siege.

 

 

 

Am vergangenen Sonntag mit 13 Spielerinnen gegen einen Gegner, der versuchte, die Schanzerinnen mit Harz aus dem Konzept zu bringen. "Wir dürfen in unserer Halle nicht mit Harz spielen", erklärte Trainer Alex Polz. "Aber das stört uns nicht, wir sind mittlerweile mental so gefestigt, solche Situationen zu lösen." 

 

Das Spiel gegen München-Laim stellte für Ingolstadt den ersten Gradmesser der noch jungen Saison dar. "Laim will oben mitspielen. Das Spiel war deshalb wahnsinnig wichtig für den weiteren Saisonverlauf", sagte Polz. Beide Mannschaften agierten in der ersten Halbzeit dann auch auf Augenhöhe. Im Angriff spielten die Ingolstädterinnen druckvoll, vor allem das Zusammenspiel mit Kreisläuferin Simone Jens funktionierte gut. Außerdem leistete sich Ingolstadt kaum technische Fehler, und auch die Chancenverwertung passte. "Wir haben uns immer wieder Torchancen erarbeitet, mit der Offensivleistung war ich sehr zufrieden", sagte Polz nach dem Spiel. 

 

In der Abwehr hingegen bot seine Mannschaft eine durchwachsene Leistung. "Wir haben uns zwar per Videoanalyse vorbereitet, uns hat aber die Leidenschaft in der Deckung gefehlt", kritisierte Polz. Vor allem im Zweikampfverhalten fehlte den Ingolstädterinnen der nötige Biss, dabei probierte Polz mehrere Verteidigungsformationen aus. "Wir haben eine offensive 3:2:1 ausprobiert, aber auch 5:1 und eine defensive 6:0 gespielt", sagte Polz. Erst mit der defensiven Konstellation gelang es, die Zweikämpfe konsequent zu gewinnen, folglich zog Ingolstadt ab der 45. Minute davon. Zur Halbzeit führte die HG mit 14:13, über 23:21 und 25:22 erspielte man sich einen Drei-Tore-Vorsprung, den die Mannschaft bis zum Schlusspfiff nicht mehr verspielte. Die Münchnerinnen blieben zwar gefährlich, konnten den 30:27-Auswärtssieg der HG-Damen aber nicht verhindern. 

 

Gegen die starke Offensive der Gäste versuchte München, Rückraumspielerin Melanie Pöschmann per Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen und in der Verteidigung das Kreisläuferspiel zu unterbinden. Schlussendlich gelang es der Mannschaft von Trainer Polz jedoch, Lösungen zu finden. Auch die Torhüterleistung war in den entscheidenden Phasen des Spiels ein Faktor. Knackpunkt des Spiels war, als in der 54. Minute Ingolstadt in zweifacher Unterzahl spielen musste, München-Laim aber nicht den Ausgleich erzielte.  

 

"In der Abwehr haben uns heute die Leidenschaft und die Bereitschaft zum gegenseitigen Helfen gefehlt", bilanzierte Polz. "Wir haben auch im Angriff noch immer Phasen, in denen wir minutenlang nicht treffen." Dennoch sei die Leistung zufriedenstellend, das Ergebnis sei es sowieso. Der Sieg hat dem Team weiteres Selbstvertrauen gegeben. "Die Mannschaft weiß jetzt, dass sie auch auswärts und mit Harz bestehen kann", lobte Polz. "Jetzt haben wir nach drei Auswärtsspielen endlich ein Heimspiel und wollen da an unsere Leistung anknüpfen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen."   

 

Am kommenden Samstag (20 Uhr) geht es in heimischer Halle (Paul-Wegmann-Halle) gegen den Kissinger SC, der aus vier Saisonspielen bislang zwei Siege und zwei Niederlagen sammelte. "Das ist ein unangenehmer Gegner", blickte Polz voraus. "Wenn man sie ins Rollen kommen lässt, sind sie stark. Genau das wollen wir aber natürlich verhindern und sie in ihrem Spiel einengen." Nach der erfolgreichen Standortbestimmung gegen München-Laim könnte sich die HG Ingolstadt mit einem Sieg im ersten Heimspiel der Saison in der Spitzengruppe der Landesliga Süd festsetzen   

 

Für die HG spielten: Bittl, Halfter (beide Tor), Dietz (2) , Jens (9/2), Fischer, Edelsbrunner (2), Ulisch, Pöschmann (9/3), Geier (2), Remy (3), Günther (1), v.Frankenberg, Antl (2)


Kantersieg nach Stotterstart 

(Quelle DK von Christian Missy )

 

Die Handballerinnen der HG Ingolstadt haben in der Landesliga Süd auch das zweite Saisonspiel gewonnen. Beim 34:21 (11:13)-Auswärtssieg gegen den TSV Schleißheim hatten die Schanzerinnen nur in der Anfangsphase Probleme. 

 

Deutlicher Sieg trotz einer Anfangsphase zum Vergessen für die HG Ingolstadt: Die Schützlinge von Trainer Alex Polz kamen am vergangenen Sonntag beim Gastspiel in Schleißheim nur sehr mühsam in die Partie und lagen nach acht Minuten sogar mit 0:4 zurück. "In den ersten Minuten ging vor allem offensiv überhaupt nichts zusammen", sagte Polz. "Wir haben keinen Druck ausgeübt, hatten kein Zusammenspiel, und dann kam auch noch Frust über die misslungenen Aktionen dazu." 

 

In der 13. Minute nahm Polz daher eine Auszeit, im Anschluss lief es dann deutlich besser für die Ingolstädterinnen. Im Angriff spielte die Mannschaft strukturierter, von den Rückraumspielerinnen ging deutlich mehr Druck aus - die Folge: Kreisläuferin Simone Jens wurde häufig freigespielt und kam mehrfach erfolgreich zum Abschluss.  

 

Und auch die Abwehrleistung war nun solide. Nach 20 Minuten erzielte Ingolstadt dann den Ausgleich. Das Zusammenspiel zwischen Torhüterin Nicky Bittl und der 3:2:1-Abwehr ermöglichte zudem diverse Tempogegenstöße. "Zur Halbzeit lagen wir mit 13:11 vorn. Vor dem Hintergrund der ersten Minuten war das absolut in Ordnung", analysierte Polz.Die Marschroute für die zweite Halbzeit sei dann gewesen, deutlich konzentrierter zu Werke zu gehen. Außerdem stellte Polz auf eine defensivere 5:1-Deckung um. "Das hat sehr gut funktioniert", lobte der Trainer nach der Partie. "Mit Lisa Antl hatten wir eine Spielerin, die das Angriffsspiel der Gegner durch ihre Antizipation sehr gut gestört hat." 

 

Insgesamt kamen die Ingolstädterinnen in der zweiten Halbzeit viel besser in Tritt. Im Angriff agierte die HG druckvoll und zielstrebig, in der Abwehr stimmte die Abstimmung zwischen Deckung und Torfrau. Bis zum 19:12 in der 41. Minute hatten die Schanzerinnen die Partie im Griff, erlaubten sich dann allerdings einen kleinen Durchhänger. "Da hat uns wieder die Konsequenz gefehlt, wir hätten den Sack viel früher zumachen können", sagte Polz. Nach einigen Spielerwechseln zog seine Mannschaft in der Schlussphase aber wieder an, baute den Vorsprung über 24:16, 28:17 und 32:19 aus und erspielte sich am Ende einen deutlichen 34:21-Auswärtserfolg.   

 

Nachdem beim 30:28-Erfolg zum Saisonauftakt beim TSV Wertingen einige Spielerinnen gefehlt hatten, konnte die Mannschaft dieses Mal mit voller Kaderstärke die Auswärtsreise antreten. "Das war der entscheidende Vorteil, dass wir von der Bank zusätzliche Qualität ins Spiel bringen konnten", resümierte Polz. Auch spielerisch sei bei seiner Mannschaft ein Fortschritt erkennbar gewesen. Besonders bemerkenswert sei aber gewesen, wie sich seine Schützlinge aus schwierigen Phasen befreit hätten. "Die Mannschaft arbeitet sehr konstruktiv, auch wenn es einmal nicht läuft", lobte Polz. Am kommenden Samstag treten die HG-Damen im dritten Auswärtsspiel in Folge beim SV München-Laim an und wollen die Siegesserie dann weiter ausbauen. 

 

HG Ingolstadt: Bittl, Halfter - Müller, Dietz (3), Jens (9/3), Fischer (1), Maillard (2), Edelsbrunner, Antl (6), Pöschmann (6), Geier (2), Remy, Von Frankenberg (1/1), Günther (4).

     


Den Sieg ins Ziel gerettet 

(Quelle DK Christian Missy) 

 

Die Handball-Damen der HG Ingolstadt haben zum Saisonauftakt in der Landesliga Süd am vergangenen Samstag einen 30:28-Auswärtssieg beim TSV Wertingen eingefahren. Lange führte die Mannschaft von Trainer Alex Polz deutlich, am Ende wurde es noch einmal eng.

 

Am Ende sei es ein typisches erstes Saisonspiel gewesen, bilanzierte Trainer Polz die Leistung seiner Mannschaft im Auswärtsspiel in Wertingen. Beim Zusammenspiel hakt es noch an der einen oder anderen Stelle, erste positive Ansätze vor allem in der Abwehr wurden aber schon gezeigt. Dennoch machte es sich die Mannschaft, die auf Torhüterin Nicky Bittl, Simone Jens, Sarah Geier, Lisa-Marie Söder, Neuzugang Elisabeth Lanz und Tamara Müller verzichten musste, phasenweise selbst das Leben schwer. 

 

 

Zu Beginn der Partie sollte dem Landesliga-Aufsteiger aus Wertingen mit einer offensiven Deckungsform der Schneid abgekauft werden, dieser Plan ging auf. "Wir haben viele Fehler provoziert und sind 4:0 weggezogen", sagte Polz. Mitte der Halbzeit ließ Ingolstadt dann aber die Zügel etwas schleifen. Offensiv fehlte der nötige Druck, um gefährliche Aktionen zu kreieren, defensiv fehlte die Konzentration. Wertingen konnte sogar mit 12:11 in Führung gehen. "Wir haben uns dann kurz vor der Pause wieder gefangen und noch einmal Gas gegeben", berichtete Polz. Bei einer 17:13-Pausenführung für die HG Ingolstadt wurden die Seiten gewechselt.  

 

Trotz der Führung forderte Polz in der Pause von seiner Mannschaft mehr Variation in der Abwehr und vor allem mehr Zielstrebigkeit im Angriff. "Das Zusammenspiel war an sich in Ordnung", sagte Polz. "Aber uns hat der Druck gefehlt, um wirklich gefährlich zu sein." Die Schanzerinnen kamen dementsprechend konzentriert aus der Kabine und erhöhten die Führung Stück für Stück auf bis zu sieben Tore Vorsprung. In der 48. Minute schlugen die Verhältnisse in der Halle aber um. Die Gastgeberinnen erwischten einen 5:0-Lauf und machten die Partie wieder spannend. "Wir sind hektisch geworden und haben unsere Nerven verloren. Uns haben der Biss und die Konzentration gefehlt", haderte Polz. "Ich habe dafür keine Erklärung. Gegen einen erfahreneren Gegner hätte uns das Genick gebrochen." 

 

Obwohl der Gegner auch in dieser Phase nicht überragend spielte, kamen die Ingolstädterinnen in einen Negativstrudel - verursacht durch die eigene schwache Chancenverwertung. Siebenmeterwürfe und Tempogegenstöße wurden entweder gegen den Pfosten oder an die gegnerische Torhüterin geworfen, Wertingen kam im Gegenzug über eigene Tempogegenstöße zum Torerfolg. Am Ende konnte Ingolstadt den Sieg dennoch ins Ziel retten. Zwei Punkte zum Saisonstart und eine über weite Strecken solide Leistung - um die hohen Ansprüche zu erfüllen, bedarf es dennoch einer Leistungssteigerung. 

 

HG Ingolstadt: Diesner, Halfter -

Dietz (4), Antl (6), Fischer, Maillard (6), Edelsbrunner (1), Ulisch, Pöschmann (10/7), Remy (1), von Frankenberg, Günther (2)