Aktuelle Berichte

Hier findet ihr die aktuellen Berichte jeder Mannschaft.

 


Zu oft auf sich allein gestellt: Maria Häußler (links) warf in Dachau sieben der zwölf Ingolstädter Tore. Dafür gab es ein Sonderlob von HG-Trainer Peter Geier.
Zu oft auf sich allein gestellt: Maria Häußler (links) warf in Dachau sieben der zwölf Ingolstädter Tore. Dafür gab es ein Sonderlob von HG-Trainer Peter Geier.

Plötzlich war das Selbstvertrauen weg

(Quelle Donaukurier)

 

Nach 20 starken Minuten gehen die HG-Frauen bei Bayernliga-Spitzenreiter Dachau mit 12:37 unter

 

Die Handball-Frauen der HG Ingolstadt haben am Samstag beim ASV Dachau klar mit 12:37 (10:15) verloren. Damit bleiben die Ingolstädterinnen auch weiterhin punktloses Schlusslicht der Bayernliga.

 

Dass es als Tabellenletzter beim Spitzenreiter oft wenig zu holen gibt, ist keine große Überraschung. Trotzdem blickte das Team um Trainer Peter Geier zuversichtlich der Partie gegen Dachau entgegen. Schließlich hatten die Ingolstädterinnen im Hinspiel nur äußerst unglücklich mit 19:20 verloren und eine der stärksten Saisonleistungen gezeigt.

Ähnlich vielversprechend starteten die HG-Frauen nun auch ins Rückspiel. Bis zur 13. Spielminute konnten sie konstant am Spitzenreiter dran bleiben und lagen nur mit einem Treffer zurück (6:7). Auch nach 23 Minuten sah es so aus, als ließe man die Gegner nicht davon ziehen (9:12). "20 Minuten lang war das ein echt vernünftiges Handballspiel auf Augenhöhe, Angriff und Verteidigung haben richtig gut funktioniert", sagte Geier.

Danach habe sein Team aber völlig den Faden verloren. Bis zur Halbzeit erspielte sich Dachau eine klare Führung (15:10), ehe die Schanzerinnen im zweiten Durchgang komplett untergingen. Nach 40 Spielminuten lagen sie bereits mit zwölf Toren zurück (10:22) und konnten die Gegentorflut auch bis zum Schlusspfiff nicht mehr stoppen. Offensiv funktionierte bei den HG-Frauen ebenfalls praktisch nichts mehr, ganze zwei Tore gelangen ihnen nach dem Seitenwechsel noch. Somit hieß das Ergebnis am Ende 37:12 für den Tabellenführer aus Dachau.

Nach der deutlichen Klatsche sah Geier das Problem vor allem in der Psyche seiner Spielerinnen. "Durch kleine Negativereignisse wie Fehlwürfe oder Fehlpässe verlieren wir unser ganzes Selbstvertrauen und den Glauben an unsere Stärke", erklärte der Trainer. Von einer Sekunde auf die andere wechsle sein Team von weiß auf schwarz, von gut auf schlecht. Als dann Maria Häußler - mit sieben Treffern wurfstärkste Ingolstädterin - das Spiel auch nicht mehr an sich reißen konnte, sei das "Kartenhaus ganz zusammengebrochen", wie Geier meinte. "Maria hat mit Kampf, Wille und Leidenschaft in der ersten Halbzeit das ganze Team geführt", hob der Trainer die Leistung von Häußler hervor.

Geier hofft nun, dass seine Mannschaft mental stark genug für die kommenden Wochen ist. "Die Tabellensituation und die lange Durststrecke wirken sich schon länger auf die Psyche aus. Jetzt haben wir 35 Minuten noch einmal volle Breitseite bekommen", sagte er.

Am kommenden Sonntag gilt es, die Niederlage ins rechte Licht zu rücken. Dann treffen die HG-Damen nämlich auswärts auf den direkten Tabellennachbarn TSV Haunstetten II. Dabei erinnert Geier im Vorfeld ausgerechnet an die höchste Saisonniederlage seiner Frauen gegen Bergtheim. Seine Mannschaft habe auch nach der 19:45-Niederlage im Spiel darauf wieder alles gegeben und nur unglücklich verloren. "Wir sind es gewohnt, nach Rückschlägen zurückzukommen", sagt Geier, der sich mit seiner Mannschaft durchaus aus Chancen ausrechnet: "Mit Selbstvertrauen können wir auf Augenhöhe spielen". In erster Linie möchte er aber einfach nur ein "leidenschaftliches Handballspiel" sehen.

HG Ingolstadt: Krug, Reisch (beide Tor), Häußler (7 Tore), Enzensberger (2), Dietz, Ulisch, von Frankenberg (je 1), Fischer, Edelsbrunner, Geier, Kalthof